{"id":7968,"date":"2015-07-27T06:26:23","date_gmt":"2015-07-27T06:26:23","guid":{"rendered":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/?p=7968"},"modified":"2018-04-07T22:31:08","modified_gmt":"2018-04-07T22:31:08","slug":"der-fall-putin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/der-fall-putin\/","title":{"rendered":"Der Fall Putin"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right\"><em><a href=\"http:\/\/www.svoboda.org\/content\/transcript\/27081099.html\"><strong>Wiktor Resunkow<\/strong> f\u00fcr Radio Svoboda<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>Ein ehemaliger Ermittlungsbeamter f\u00fcr besonders wichtige F\u00e4lle wirft dem russischen Pr\u00e4sidenten und seinem engsten Umkreis Korruption vor.<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>Wie und wer entwendete mehrere Milliarden aus dem Unternehmen \u201e20. Trust\u201c? Wer sind Gennadiy Petrow und Wladimir Kumarin, und was haben sie mit der Kooperative \u201eOsero\u201c zu tun? Dar\u00fcber sprechen wir mit Andrej Sykow, ehemaligen Oberstleutnant der Justiz und Hauptermittlungsbeamten in besonders wichtigen Angelegenheiten in der Abteilung f\u00fcr Korruptionsbek\u00e4mpfung und Wirtschaftsdelikte bei der Ermittlungsabteilung des Untersuchungskomitees des Innenministeriums der Russischen F\u00f6deration im nordwestlichen F\u00f6derationsbezirk.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>In diesem Jahr sind 15 Jahre vergangen, seit die Generalstaatsanwaltschaft Russlands das Strafverfahren Nr. 144128, das damals unter dem Namen \u201eDer Putin-Fall\u201c bekannt wurde, eingestellt hat. Andrej Sykow geh\u00f6rte der Ermittlungsbrigade an, die dieses Strafverfahren bis zu dem Zeitpunkt f\u00fchrte, zu dem Wladimir Putin Pr\u00e4sident Russlands wurde. Danach wurde das Verfahren sofort eingestellt. Den Ermittlern teilte man mit, es d\u00fcrfe kein Kriminalstrafverfahren gegen den Pr\u00e4sidenten gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_7974\" style=\"width: 278px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/4C528BAA-6605-4920-ABA0-D17105FFCCEE_w268.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7974\" class=\"wp-image-7974 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/4C528BAA-6605-4920-ABA0-D17105FFCCEE_w268.jpg\" alt=\"4C528BAA-6605-4920-ABA0-D17105FFCCEE_w268\" width=\"268\" height=\"192\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-7974\" class=\"wp-caption-text\">Ermittler Andrei Sykow<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Andrey Sykow<\/strong> erz\u00e4hlt:<\/p>\n<p>\u2013 Der amerikanische Journalist Paul Chlebnikov hat sich seiner Zeit gefragt, wie Russland aus einer Supermacht zu einem Bettlerstaat werden konnte? Antworten auf diese Frage liefern die Akten des Strafverfahrens Nr. 144128. In Russland gibt es eine Tradition: Wenn ein Verdacht aufkommt, dass irgendeine offizielle Personen in Korruptionsaff\u00e4re verwickelt ist, wird eher selten ein Strafverfahren eingeleitet. Strafverfahren werden grunds\u00e4tzlich \u201eaufgrund von Veruntreuung durch unbekannt\u201c eingeleitet. Zu solch einem halb-anonymen Fall wurde auch das Ermittlungsverfahren, das aufgrund von Veruntreuung von Staatsgeldern durch die F\u00fchrung des Unternehmens \u201e20. Trust\u201c eingeleitet wurde.<\/p>\n<p>Das Unternehmen wurde am 20. Oktober 1992 als eine Aktiengesellschaft gegr\u00fcndet und wechselte schnell von einer staatlichen zur vollkommen privaten Firma. Als wir Ermittler begannen, die T\u00e4tigkeiten der AG zu untersuchen, kamen wir zu dem Schluss, dass dieses Unternehmen nicht mit dem Ziel gegr\u00fcndet wurde, etwas zu bauen oder zu produzieren, sondern f\u00fcr Unterschlagungen. Nat\u00fcrlich konnte die F\u00fchrung dieser AG nur dann straffrei stehlen, wenn sie sich der Beihilfe derjenigen h\u00f6heren Beamten aus Leningrad (St.Petersburg) bediente, die dieses Unternehmen unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>\u2013 <em>Wie funktionierte das Unternehmen \u201e20. Trust\u201c, was f\u00fcr Menschen haben seine Funktionalit\u00e4t gew\u00e4hrleistet?<\/em><\/p>\n<p>\u2013 \u00a0Um diese Frage richtig zu beantworten, sollte man diejenigen benennen, die man in diesem Kriminalfall zur Verantwortung ziehen k\u00f6nnte. Wenn wir verschiedene Episoden der Veruntreuung staatlicher G\u00fcter betrachten, sehen wir, dass konkrete Beamte dahinter stecken, die die entsprechenden Anordnungen gegeben haben. Sie kontrollierten die Ausf\u00fchrung dieser Anordnungen, sie gaben der Firmenf\u00fchrung freie Hand f\u00fcr die Veruntreuung staatlicher G\u00fcter und verschlossen ihre Augen vor all diesen Verbrechen. Jetzt gibt es im Strafgesetzbuch einen Paragraphen \u2013 210. Dieser sieht eine Strafe f\u00fcr die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Ich vermute, man sollte diesen Paragraphen in Bezug auf die Leitung der Stadtverwaltung von St.Petersburg sowie die Firmenf\u00fchrung der Firma \u201e20. Trust\u201c anwenden\u00a0<em>(Radio Swoboda betont, dass es keinen einschl\u00e4gigen Gerichtsbeschluss gab).<\/em><\/p>\n<p>Das Schema der Veruntreuung war durch die Bedingungen, die zu diesem Zeitpunkt in Russland herrschten, vorherbestimmt. 1992 war ein Jahr, als die Aktiengesellschaft \u201eKorporation \u201e20. Trust\u201c entstand. Es gab eine furchtbare Devalvierung, der Rubel war gefallen. Im M\u00e4rz 1992 wurden in Sankt-Petersburg 32 Todesf\u00e4lle aufgrund von Unterern\u00e4hrung registriert. 1992 war das Land am Rande der Zahlungsunf\u00e4higkeit und von galoppierender Inflation betroffen. Die Unternehmen konnten die Lieferanten nicht mehr bezahlen, Geh\u00e4lter wurden nicht ausbezahlt, was zu wachsenden Spannungen in der Gesellschaft f\u00fchrte. Die Regierung begann\u00a0nach einem Ausweg aus der Situation zu suchen, im April-Juni 1992 hat der Kongress der Volksdeputierten der RSFSR <em>(Russische Sozialistische F\u00f6derative Sowjetrepublik)<\/em> eine Reihe von Deklarationen sowie eine Anordnung des Pr\u00e4sidenten RF \u201eUnterst\u00fctzung einer Wirtschaftsreform und Normalisierung des Zahlungsverkehrs in der Volkswirtschaft\u201c ver\u00f6ffentlicht. Im Rahmen dieser Beschl\u00fcsse wurde eine Finanzbeh\u00f6rde mit der Bezeichnung &#8222;<em>F\u00f6derale Finanzverwaltungsbeh\u00f6rde&#8220;<\/em> mit Filialen in Moskau, St.Petersburg und anderen St\u00e4dten gegr\u00fcndet. Der Leiter der Filiale in Sankt-Petersburg war <strong>Wjatscheslaw Nikolajewitsch Karetin<\/strong>. Bis dahin hatte er als Stellvertreter von <strong>Aleksej Kudrin<\/strong>, dem Vorsitzenden des Finanzausschusses der St.Petersburger Verwaltung fungiert. Wof\u00fcr war Wjatscheslaw Karetin verantwortlich? Im Zusammenhang mit der Zahlungskrise hat die Zentralbank der Russischen F\u00f6deration riesige Summen an Firmen ausgezahlt, um ihren Zahlungsverkehr aufrechtzuerhalten. St.Petersburg bekam eine gro\u00dfe Summe. Auf Wunsch des B\u00fcrgermeisters wurde eine Sonderkommission ins Leben gerufen, der 15 Personen angeh\u00f6rten, u.a. auch Dmitrij Filippow, der damals die staatliche Finanzinspektion leitete und 1998 im Treppenhaus seines Hauses ermordet wurde.<\/p>\n<p>\u2013 <em>War Wladimir Putin ein Mitglied dieser Kommission?<\/em><\/p>\n<p>\u2013 \u00a0Nein. Die Anordnung zur Gr\u00fcndung dieser Kommission kam sowohl von Sobtschak als auch von Putin. Die Leitung \u00fcbernahm <strong>Dmitrij Sergejew<\/strong>, der erste Stellvertreter von Anatolij Sobtschak. Die Finanzmittel, die aus dem f\u00f6deralen Budget zur Verf\u00fcgung gestellt wurden, sollten zur Unterst\u00fctzung von staatlichen Unternehmen dienen, damit sie sich gegenseitig bezahlen konnten. Sie waren nicht f\u00fcr private Aktiengesellschaften, wie die \u201e20. Trust\u201c-AG es war, vorgesehen. Als wir nachgeforscht haben, wof\u00fcr diese f\u00f6deralen Finanzmittel verwendet wurden, stellten wir allerdings fest, dass \u00fcber 60% dieser Gelder, die aus dem Budget von St.Petersburg an staatliche Unternehmen verteilt wurden, ausgerechnet an die Firma \u201e20.Trust\u201c gingen. Die restlichen Gelder, weniger als 40%, wurden unter den staatlichen Firmen in St.Petersburg aufgeteilt. Aber was ist das f\u00fcr Geld?<\/p>\n<p><strong>Wasilij Wasiljewitsch Kabatschinow<\/strong>, der Hauptkontrolleur- und Revisor in der Kontroll- und- Revisionsverwaltung des Finanzministeriums Russlands in St.Petersburg (am 30. November 1999 verbrannte er auf seiner Datscha &#8211; dabei war er f\u00fcr seinen n\u00fcchternen Lebensstil bekannt), stellte fest, dass von den 23 Milliarden Rubel, die in die Firma \u201e20. Trust\u201c eingeflossen sind, nur eine Milliarde f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Stadt ausgegeben wurde. Die restlichen 22 Milliarden wurden einfach gestohlen. Diese Gelder wurden von dieser Firma in unterschiedliche L\u00e4nder \u00fcberwiesen: nach Spanien, Finnland, Kanada und USA. Das Geld wurde unter verschiedenen Vorw\u00e4nden \u00fcberwiesen: f\u00fcr Marktforschungen, die keiner durchf\u00fchrte; f\u00fcr unterschiedliche Doppelarbeiten, die teilweise von unterschiedlichen Petersburger Unternehmen f\u00fcr minimale\u00a0Betr\u00e4ge ausgef\u00fchrt wurden. Allerdings teilte die Firma mit, dass sie f\u00fcr diese Arbeiten teure englische Spezialisten der Firma \u201eWilson Mason\u201c engagiert habe. Man hat ihnen angeblich das Zehnfache der Summe, die tats\u00e4chlich durch die Firma f\u00fcr diese Art von Arbeit ausgegeben wurde, bezahlt. So funktionierte die Entwendung. F\u00fcr das gestohlene Geld sind u.a. auch in Spanien Villen f\u00fcr Wladimir Putin, Anatolij Sobtschak und eine Reihe von anderen Beamten aus der Stadtverwaltung von St.Petersburg gekauft worden.<\/p>\n<div id=\"attachment_7975\" style=\"width: 278px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/4DD8A80C-4505-406C-9B33-D50DD1E2C5C8_w268.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7975\" class=\"wp-image-7975 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/4DD8A80C-4505-406C-9B33-D50DD1E2C5C8_w268.jpg\" alt=\"4DD8A80C-4505-406C-9B33-D50DD1E2C5C8_w268\" width=\"268\" height=\"404\" srcset=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/4DD8A80C-4505-406C-9B33-D50DD1E2C5C8_w268.jpg 268w, https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/4DD8A80C-4505-406C-9B33-D50DD1E2C5C8_w268-199x300.jpg 199w\" sizes=\"auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-7975\" class=\"wp-caption-text\">Kumarin (Barsukow)<\/p>\n<\/div>\n<p><span style=\"line-height: 1.5\">\u2013<em> Kommen im Kriminalfall \u201e20. Trust\u201c der in Spanien international bekannt gewordene russische Gesch\u00e4ftsmann Gennadij Petrow und die in St.Petersburg unter dem Spitznamen \u201eNachtgouverneur\u201c bekannte kriminelle Autorit\u00e4tsperson\u00a0<strong>Wladimir Barsukow (Kumarin)\u00a0<\/strong>vor?<\/em><\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"line-height: 1.5\">\u2013 <\/span><\/em><strong style=\"line-height: 1.5\">Gennadij Petrow<\/strong><span style=\"line-height: 1.5\"> kommt im Kriminalfall Nr. 144128 nicht vor. Dort werden weder Petrow noch Kumarin genannt. Aber wenn man den Umkreis von Wladimir Putin betrachtet und versucht festzustellen, ob Leute aus diesem Umkreis einen Bezug zu Petrow und Kumarin hatten, bekommt man sicher eine positive Antwort: Ja, hatten sie. Wie kann man das beweisen? Der Begriff \u201eKooperative Osero\u201c <em>(Genossenschaft \u201eDer See\u201c<\/em>) ist uns bereits bekannt. Und wir wissen, dass es acht Personen waren, die diese Genossenschaft 1996 gegr\u00fcndet haben, die von Wladimir Smirnow angeleitet wurde. Und wer ist Herr Smirnow? Er ist der Leiter der geschlossenen Aktiengesellschaft \u201ePeterburgskaja topliwnaja kompanija\u201c <em>(PTK &#8211; dt. Petersburger-Kraftstoff-Gesellschaft)<\/em>. Gegr\u00fcndet wurde die PTK 1994 von der Petersburger Stadtverwaltung. <strong>Wladimir Smirnow<\/strong> wurde Direktor und Kumarin (Barsukow) \u2013 sein Stellvertreter. Gibt es hier einen Zusammenhang mit der sog. &#8222;Tambower kriminellen Bande&#8220;? Sieht so aus. Wurde Herr Kumarin (Barsukow) in der Genossenschaft \u201eOsero\u201c gesehen? Ja, und sehr oft sogar \u2013 bei Wladimir Smirnow. Au\u00dferdem gibt es Fakten, die beweisen, dass die Genossenschaft \u201eOsero\u201c von Sicherheitsstrukturen bewacht wurde, die unmittelbar Wladimir Kumarin (Barsukow) unterstanden.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_7976\" style=\"width: 278px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/7C7922F4-0CAB-4B70-AAA7-3E508B8DE742_w268.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7976\" class=\"wp-image-7976 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/7C7922F4-0CAB-4B70-AAA7-3E508B8DE742_w268.jpg\" alt=\"7C7922F4-0CAB-4B70-AAA7-3E508B8DE742_w268\" width=\"268\" height=\"182\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-7976\" class=\"wp-caption-text\">Gennadij Petrow wird in Palma de Mallorca abgef\u00fchrt.<\/p>\n<\/div>\n<p>Und jetzt zu Gennadij Petrow. Man sollte wissen, dass die Genossenschaft \u201eOsero\u201c nicht nur im Kreis Priosersk, Bezirk Leningrad, existiert. Eine derartige Genossenschaft, mit denselben Mitgliedern, war vorher auf der Wassiljewski-Insel gegr\u00fcndet worden. In der Auflistung der Personen \u2013 Mitglieder der Genossenschaft \u201eOsero\u201c im Kreis Priosersk \u2013 sehen wir acht Namen. Jeder einzelne davon war in St.Petersburg wohnhaft. Lasst uns mal schauen, wo der heutige Vorsitzende der \u00d6AG \u201eRussische Eisenbahn\u201c <strong>Wladimir Jakunin<\/strong> angemeldet war. Wo waren <strong>Andrej Fursenko<\/strong>, die Br\u00fcder <strong>Jurij und Michail Kowaltschuk<\/strong> (allesamt Mitglieder der Kooperative \u201eOsero\u201c) gemeldet? Es stellte sich heraus, dass all diese Personen in der Nalitschnaja-Stra\u00dfe 55 angemeldet waren. Zwei Wohnungen in diesem Haus geh\u00f6rten<strong> Jurij Kowaltschuk<\/strong> \u2013 Nr. 34 und Nr. 44, Andrej Fursenko geh\u00f6rte die Wohnung Nr. 43, seinem Bruder Sergej Fursenko die Wohnungen Nr. 47 und Nr. 48, einem weiteren Mitglied der Genossenschaft, Wladimir Jakunin, geh\u00f6rten die Wohnungen Nr. 159 und Nr. 160; Wiktor Miatschin, dem Direktor der Bank \u201eRossija\u201c, geh\u00f6rten die Wohnungen Nr. 45, 46, 47 und Nr. 173. Au\u00dferdem wohnte in dem Haus (in der Wohnung Nr. 29) eine gewisse <strong>Frau N.F. Artemjewa<\/strong>, die Hauptbuchhalterin der Genossenschaft \u201e20. Trust\u201c. Und wer hat das Haus gebaut? Das Baltische Bauunternehmen <em>(russ. Baltijskaja Stroitelnaja Kompanija \u2013 BSK).<\/em> Und BSK ist die \u201ePerle\u201c in der \u201eKrone\u201c von Gennadij Petrow. Das ist die Antwort auf die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Gennadij Petrow und dem Kriminalfall Nr. 144128 gibt. Er stand praktisch in unmittelbarer Beziehung zum engsten Umkreis von Wladimir Putin. Die Tatsache, dass f\u00fcnf Personen aus der Genossenschaft \u201eOsero\u201c in demselben Haus wohnten, das von dem Unternehmen, das Gennadij Petrow geh\u00f6rte, gebaut wurde, ist ein klares Beispiel f\u00fcr eine derartig vielf\u00e4ltige Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>\u2013 <em>Ist das im Jahr 2000 abgeschlossene Kriminalverfahren Nr. 144128 das einzige Kriminalverfahren, mit dem Korruption von Beamten aus der Regierung von Anatolij Sobtschak und seiner Umgebung untersuchte?<\/em><\/p>\n<p>\u2013 Es gibt noch ein derartiges Strafverfahren, an das ich mich erinnere: das Verfahren gegen die Firma \u201eRenaissance\u201c. Wenn man aber von Materialien spricht, in denen die meiner Meinung nach kriminelle Vorgehensweise von Wladimir Putin zu beobachten ist, sollte man sicher den ber\u00fchmten Bericht von <strong>Marina Salier<\/strong> vom M\u00e4rz 1992, erw\u00e4hnen. Sie untersuchte die T\u00e4tigkeiten von <strong>Wladimir Putin<\/strong> als Vorsitzender des Komitees f\u00fcr Au\u00dfenbeziehungen der Stadtverwaltung St.Petersburg. Dabei fand sie heraus, dass das Programm \u201eLebensmittel gegen Rohstoffe tauschen\u201c, das die Stadtverwaltung ausf\u00fchrte, gescheitert war und riesige Geldsummen gestohlen wurden. Die Vertr\u00e4ge wurden von Wladimir Putin und seinem Team so abgeschlossen, dass man sie vor Gericht nicht verklagen konnte. Manchmal fehlten in den Vertr\u00e4gen Zeitangaben, manchmal fehlte die Definition von \u201eStrafsanktionen\u201c. Es ist offensichtlich, dass ein Gericht diese Vertr\u00e4ge zur\u00fcckgeschickt h\u00e4tte. Marina Salier sagte, dass das Team von Wladimir Putin ca. 100 Millionen US-Dollar gestohlen habe. Das war 1992. Und jetzt lasst uns nachdenken: Wer war Mitglied dieses Teams? Dazu geh\u00f6rte Aleksej Miller und der Wirtschaftsberater von Anatolij Sobtschak \u2013 <strong>Dmitrij Medwedew<\/strong>. Der zuk\u00fcnftige Pr\u00e4sident Russlands hat eine Dissertation mit Anatolij Sobtschak als Doktorvater verfasst, der ebenfalls Spezialist f\u00fcr Zivilrecht war. Und dieses Juristenpack \u2013 Sobtschak, Medwedew und Putin &#8211; sollte pl\u00f6tzlich juristisch total unf\u00e4hig sein! Die Vertr\u00e4ge wurden von ihnen und ihren Angestellten so ausgearbeitet, dass sie juristisch nichtig waren. Dabei sind im M\u00e4rz 1992 in Petersburg Menschen an Unterern\u00e4hrung gestorben.<\/p>\n<p>An diesen Verbrechen hat sich auch der Bankier <strong>Pjotr Awen<\/strong> beteiligt. Unter anderem kam hier die Frage auf: Wohin verschwanden 997 Tonnen reines Aluminium, wohin ist es verdampft? Die Frage ist bis heute nicht beantwortet, sowie die Frage: Wo ist das Geld, das f\u00fcr dieses Material bezahlt wurde?<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Element solcher verbrecherischer T\u00e4tigkeiten, f\u00fcr die meiner Meinung nach die gesamte F\u00fchrung der Stadtverwaltung St.Petersburg im Gef\u00e4ngnis sitzen sollte, war der sog. <strong>Anna-Jewglewskaja<\/strong>-Fall \u00fcber die Firma \u201eRenaissance\u201c, die von ihr gef\u00fchrt wurde. Diese Dame, die eine Gastronomie-Ausbildung abgeschlossen hatte, erwies sich im Handel erstaunlicherweise als kleine Diebin, wof\u00fcr ihr auch in dem Laden, wo sie gearbeitet hatte, gek\u00fcndigt wurde. Sie gr\u00fcndete ein Bauunternehmen und begann den\u00a0Bau eines Hauses an der Ryliejew-Stra\u00dfe. Und sp\u00e4ter bekamen pl\u00f6tzlich die Nichte von Anatolij Sobtschak, der Hauptarchitekt von St.Petersburg Oleg Chartschenko und viele andere Leute aus dem Umkreis von Wladimir Putin in diesem Haus Nr. 3 Wohnungen geschenkt.<\/p>\n<p>\u2013<em> Einer der aktivsten Ermittler in Ihrem Team war <strong>Oleg Kalinitschenko.<\/strong> Er verfasste ein gro\u00dfes Dossier \u00fcber den Vorsitzenden des Komitees f\u00fcr Au\u00dfenbeziehungen der Stadtverwaltung St.Petersburg Wladimir Putin und \u00fcber die anderen Beamten. Nachdem das Ermittlungsverfahren gegen Putin abgeschlossen war, ging Oleg Kalinitschenko ins Kloster. Was geschah mit seinem gro\u00dfen Archiv? Haben Sie manche Materialien daraus bekommen k\u00f6nnen?<\/em><\/p>\n<p>\u2013 Oleg Kalinitschenko war ein Beamter der 2. Abteilung f\u00fcr Bek\u00e4mpfung des organisierten Verbrechens in der Hauptverwaltung f\u00fcr innere Angelegenheiten von St.Petersburg und dem Gebiet Leningrad (es handelte sich praktisch um eine Antikorruptionsabteilung: Die \u00dcberwachung der Mitarbeiter der Stadtverwaltung von St.Petersburg geh\u00f6rte zu ihren Aufgaben). Er hat Informationen \u00fcber buchst\u00e4blich alle Personen aus dem Umkreis von Wladimir Putin gesammelt. Zum Beispiel fragte ich ihn mal: \u201eOleg, was wissen wir \u00fcber Fursenko und Kowaltschuk?\u201c Nach einer Minute brachte er mir Unterlagen, aus welchen ersichtlich war, wer in was verwickelt war, wer mit wem aus dem kriminellen Milieu Beziehungen pflegte usw.<\/p>\n<p>Was mit dem Archiv von Oleg Kalinitschenko passiert ist, sollte man vielleicht ihn selbst fragen. Wird er dar\u00fcber sprechen? Offensichtlich nicht. Oleg ist ins Kloster gegangen und hat jetzt andere Sorgen und Aufgaben. Er interessiert sich f\u00fcr unsere irdische Sorgen nicht. Allerdings habe ich manche Unterlagen, die er mir gegeben hatte, aufbewahrt. Zum Beispiel haben unsere Medien sehr viel \u00fcber Wladimir Wladimirowitsch Kisseljow, den Organisator des Festivals \u201eWei\u00dfe N\u00e4chte\u201c berichtet. Vor ca. zwei Jahren hat er erneut eine Geldsammel-Kampagne gestartet, bei der Wladimir Putin irgendein Liedchen auf dem Klavier spielte. Wohin die Gelder, die bei dieser von Kisseljow geleiteten\u00a0Wohlt\u00e4tigkeitsaktion gesammelt wurden, gegangen sind, blieb schon wieder unbekannt.<\/p>\n<p>Hier habe ich die Referenz von Oleg Kalinitschenko \u00fcber diese Person. Ich zitiere: \u201eReferenz \u00fcber W. W. Kisseljow. Der pers\u00f6nliche Helfer des B\u00fcrgermeisters von St.Petersburg, Anatolij Sobtschak, ist Wladimir Wladimirowitsch\u00a0Kisseljow. Er gilt auch als \u201edie rechte Hand\u201c von Gennadij Petrow \u2013 einer Autorit\u00e4t in der kriminellen Organisation von Malyschew <em>(Anmerkung des Autors: Es handelt sich um das Jahr 1996)<\/em>. W.W.Kisseljow besch\u00e4ftigt sich mit der Erpressung von Geldern von Inhabern kleiner und mittlerer Unternehmen der Stadt f\u00fcr die Wahlkampagne von B\u00fcrgermeister Sobtschak. Gemacht wird dies auf folgende Art und Weise: Es gibt einen Fonds zur Unterst\u00fctzung der Olympischen Spiele 2004, wohin Unternehmer gezwungen werden, zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Betrag von jeweils 50.000$ zu \u00fcberweisen. Falls ein Unternehmer das Geld nicht rechtzeitig \u00fcberweist, wird er gezwungen, das Doppelte der Summe zu zahlen. Dabei werden brutale Methoden der Druckaus\u00fcbung bis hin zur k\u00f6rperlichen Gewalt angewendet. Es werden Festnetznummern verwendet (Die Nummern sind aufgelistet). W.W. Kisseljow ruft bei dem betreffenden Unternehmer pers\u00f6nlich an und fordert die \u00dcberweisung der angegebenen Summe zum bestimmten Termin. Im Fall der Ablehnung droht er mit k\u00f6rperlicher Gewalt. Da er ein aktives Mitglied der organisierten kriminellen Bande von Malyschew ist, entscheidet er notfalls \u00fcber die Ankunft eines \u201eTeams\u201c, das die Gelderpressung \u00fcbernimmt. Am 18. April 1996 sollte eine Unternehmerversammlung stattfinden, die durch Kisseljow mit Hilfe von Drohungen organisiert wurde. Diese sollte nach Insider-Informationen im \u201eClub 2004\u201c stattfinden; dabei wurde der Auftritt des ersten Stellvertretenden B\u00fcrgermeisters von St.Petersburg und Vorsitzenden des Komitees f\u00fcr wirtschaftliche Au\u00dfenbeziehungen <strong>Wladimir Putin<\/strong> erwartet. Er sollte das Sammeln von Geldern zur Unterst\u00fctzung der Kandidatur von Anatolij Sobtschak f\u00fcr die bevorstehende Wahl ansprechen.<\/p>\n<p><em>\u2013 Sie beschuldigen Wladimir Putin und manche andere Menschen aus seinem Umkreis der Korruption. Ist Ihnen klar, dass man Sie wegen Verleumdung anzeigen k\u00f6nnte?<\/em><\/p>\n<p>\u2013 Ich bin Ermittlungsbeamter. Ein Ermittler hat das Recht auf eigene \u00dcberzeugungen. Wenn der Ermittler einem Fall nachgeht, bildet er sich eine Vorstellung davon, ob er genug Materialien im Besitz hat, um gegen die eine oder andere Person Anklage zu erheben, wegen eines von dieser Person begangenen Verbrechens. Das Gericht kann sich mit dem Ermittler auch nicht einverstanden erkl\u00e4ren. Ein Verfahren, das vor Gericht kommt, kann mit einer Freisprechung enden. Aber bedeutet das, dass der Ermittler im Unrecht ist? Vielleicht ist der Richter im Unrecht? Jeder hat seine Wahrnehmung der Dinge. Bei dem einen wird die Wahrnehmung mit irgendwelchen Idealen gest\u00fctzt, mit der \u00dcberzeugung von der Notwendigkeit eines Kampfes gegen das Verbrechertum. Bei dem anderen kann die Wahrnehmung mit einem Befehl gest\u00fctzt sein, wom\u00f6glich mit Schmiergeld. Zum Beispiel sagt Putins Pressesekret\u00e4r Dmitry Peskow \u00fcber den von Marina Salier geschilderten Sachverhalt, dass dieser mehrmals untersucht wurde und dass an diesem Fall nichts dran sei. Und wenn aufgrund der Materialien des Sachverhalts wie von Marina Salier vorgebracht kein Verfahren eingeleitet wurde, bedeutet das, dass dabei von Wladimir Putin kein Verbrechen begangen wurde?<\/p>\n<p>Der Wohlstand des Staatsanwalts von St.Petersburg gibt die Antwort auf die Frage, warum keine Strafverfahren gegen Putin und seinen Umkreis eingeleitet wurden. Also lassen Sie uns doch schauen, wer damals Staatsanwalt von St.Petersburg war? <strong>Wladimir Iwanowitsch Jeremenko.<\/strong> Und woher taucht bei Wladimir Iwanowitsch pl\u00f6tzlich eine Villa in Repino auf, unweit von der Villa des Konzernchefs des \u201e20. Trust\u201c, Sergei Nikeschin? Was kostet sie? Zum damaligen Zeitpunkt etwa 400 000 Dollar. Woher hat der Staatsanwalt einer Stadt so eine Summe? Und wieviele Wohnungen hat der Staatsanwalt einer Stadt auf dem Newskij Prospekt (einer Hauptstra\u00dfe in St.Petersburg) und in anderen Stadtbezirken bekommen? Von wem? Auf welche Weise? Dieser Wohlstand des Staatsanwalts von St.Petersburg gibt meiner Meinung nach die Antwort auf die Frage, warum kein Strafverfahren gegen Wladimir Putin und seinen Umkreis eingeleitet wurde.<\/p>\n<div id=\"attachment_7978\" style=\"width: 278px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/B90D1FB3-731E-44CC-8783-8F0F53CA029E_w268.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7978\" class=\"wp-image-7978 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/B90D1FB3-731E-44CC-8783-8F0F53CA029E_w268.jpg\" alt=\"B90D1FB3-731E-44CC-8783-8F0F53CA029E_w268\" width=\"268\" height=\"178\" \/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-7978\" class=\"wp-caption-text\">Sergei Nikeschin<\/p>\n<\/div>\n<p><em>\u2013 Seit die Akten des Falls Nr. 144128 geschlossen wurden, sind \u00fcber 15 Jahre vergangen. Ist es denn Wert, alte Geschichten aufzuw\u00e4rmen? Denn auch wenn man anf\u00e4ngt, eine Untersuchung der Fakten, die in diesem Fall ermittelt wurden, durchzuf\u00fchren, wird es sich herausstellen, dass es sinnlos ist, da die Verj\u00e4hrungsfrist f\u00fcr die Heranziehung zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit abgelaufen ist.<\/em><\/p>\n<p>\u2013 Es gibt einen Begriff der Legalisierung der entwendeten Mittel. Es handelt sich um ein Verbrechen mit dauerhafter Wirkung. Jenes Geld, das in den Jahren 1992, 1995 und 1996 entwendet wurde, befindet sich so oder so auf irgendwelchen Konten, also ist eine Legalisierung der entwendeten Mittel geschehen. Nichtsdestotrotz nehme ich an, dass der Gesetzgeber in Bezug auf Menschen, die das Land leiten, wohl \u00fcberlegte \u00c4nderungen ins Strafgesetzbuch Russlands einf\u00fcgen sollte. F\u00fcr diese Personen darf es keine Verj\u00e4hrungsfristen geben, wenn bewiesen ist, dass sie Verbrechen begangen haben, denn Menschen, die an der Spitze eines Staates stehen, m\u00fcssen absolut sauber und ehrlich sein. Wenn sie es nicht sind, so haben sie kein Recht, einen Staat zu leiten. Ich denke, sobald Putin nicht mehr Pr\u00e4sident des Landes sein wird, werden solche \u00c4nderungen in die Strafprozessordnung und das Strafgesetzbuch\u00a0eingef\u00fcgt, und es wird eine M\u00f6glichkeit geschaffen werden, diese Menschen strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.<\/p>\n<p><em>\u2013 Als Sie in einem Ermittlerteam arbeiteten, haben Sie versucht, diese Abgeordneten und Wladimir Putin strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen?<\/em><\/p>\n<p>\u2013 Zumindest ermittelten wir in diesen F\u00e4llen ehrlich. Und das, was wir zu diesem Straffall ermittelt haben, belegt meiner Ansicht nach die Schuld von Putin selbst wie auch von vielen anderen offiziellen Personen aus seinem Umkreis.<\/p>\n<p><em>\u2013 Kann man den Straffall \u201e20. Trust\u201c als Korruptionsmodel betrachten, das erst in St.Petersburg eingefahren und dann auf ganz Russland ausgeweitet wurde?<\/em><\/p>\n<p>\u2013 Absolut, denn die Entwendungen von 1992 haben gezeigt, dass die R\u00e4uber sehr verwundbar sind. Wenn solche Firmen durch Personen mit kriminellen Neigungen erschaffen werden, wenn solche juristisch nichtigen Vertr\u00e4ge unterzeichnet und zusammengestellt werden, entsteht ein Anlass, den daran Mitwirkenden ihre Posten abzuerkennen. Denn Marina Salier trat mit der Absicht auf, Wladimir Putin seinen Posten abzuerkennen, und der Petersburger Stadtrat hat sie darin unterst\u00fctzt. Damit man auch weiterhin Entwendungen frei durchf\u00fchren konnte, risikofrei, musste man alles drumherum kriminalisieren, also musste man sich ein Team zusammensuchen. Und jenes Team, das in der Zeit von 1992 bis 1996 zusammengestellt und gepr\u00fcft wurde, blieb bis heute im Umkreis von Wladimir Putin. Derselbe Kudrin, Koschin, derselbe Krutschinin, Wjasalow und alle anderen. Der gesamte Umkreis, den es damals gab \u2013 der existiert heute noch. Und sie alle bekommen Orden und Auszeichnungen\u2026<\/p>\n<hr \/>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.svoboda.org\/content\/transcript\/27081099.html\"><strong>Wiktor Resunkow<\/strong> f\u00fcr svoboda.org<\/a>; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/solomija.gehtdichnichtsan?ref=ts&amp;fref=ts\">Zoya Schoriwna<\/a>\/ <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel; <\/a>korrigiert von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/khwalter\">Klaus H.Walter<\/a>.<\/p>\n<div id=\"__zsc_once\"><\/div>\n<div id=\"__hggasdgjhsagd_once\"><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiktor Resunkow f\u00fcr Radio Svoboda Ein ehemaliger Ermittlungsbeamter f\u00fcr besonders wichtige F\u00e4lle wirft dem russischen Pr\u00e4sidenten und&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":7977,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[98,131,3],"tags":[165,453,31],"class_list":["post-7968","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-expertenmeinungen","category-interviews","tag-korruption","tag-osero","tag-putin"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - 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Trust\u201c? Wer sind Gennadiy Petrow und Wladimir Kumarin, und was haben sie mit der Kooperative \u201eOsero\u201c zu tun? Dar\u00fcber sprechen wir mit Andrej Sykow, ehemaligen Oberstleutnant der Justiz und Hauptermittlungsbeamten in besonders wichtigen Angelegenheiten in der Abteilung f\u00fcr Korruptionsbek\u00e4mpfung und Wirtschaftsdelikte bei der Ermittlungsabteilung des Untersuchungskomitees des Innenministeriums der Russischen F\u00f6deration im nordwestlichen F\u00f6derationsbezirk.<\/strong><\/em><\/p>\r\nIn diesem Jahr sind 15 Jahre vergangen, seit die Generalstaatsanwaltschaft Russlands das Strafverfahren Nr. 144128, das damals unter dem Namen \u201eDer Putin-Fall\u201c bekannt wurde, eingestellt hat. Andrej Sykow geh\u00f6rte der Ermittlungsbrigade an, die dieses Strafverfahren bis zu dem Zeitpunkt f\u00fchrte, zu dem Wladimir Putin Pr\u00e4sident Russlands wurde. Danach wurde das Verfahren sofort eingestellt. Den Ermittlern teilte man mit, es d\u00fcrfe kein Kriminalstrafverfahren gegen den Pr\u00e4sidenten gef\u00fchrt werden.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_7974\" align=\"alignleft\" width=\"268\"]<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/4C528BAA-6605-4920-ABA0-D17105FFCCEE_w268.jpg\"><img class=\"wp-image-7974 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/4C528BAA-6605-4920-ABA0-D17105FFCCEE_w268.jpg\" alt=\"4C528BAA-6605-4920-ABA0-D17105FFCCEE_w268\" width=\"268\" height=\"192\" \/><\/a> Ermittler Andrei Sykow[\/caption]\r\n\r\n<strong>Andrey Sykow<\/strong> erz\u00e4hlt:\r\n\r\n\u2013 Der amerikanische Journalist Paul Chlebnikov hat sich seiner Zeit gefragt, wie Russland aus einer Supermacht zu einem Bettlerstaat werden konnte? Antworten auf diese Frage liefern die Akten des Strafverfahrens Nr. 144128. In Russland gibt es eine Tradition: Wenn ein Verdacht aufkommt, dass irgendeine offizielle Personen in Korruptionsaff\u00e4re verwickelt ist, wird eher selten ein Strafverfahren eingeleitet. Strafverfahren werden grunds\u00e4tzlich \u201eaufgrund von Veruntreuung durch unbekannt\u201c eingeleitet. Zu solch einem halb-anonymen Fall wurde auch das Ermittlungsverfahren, das aufgrund von Veruntreuung von Staatsgeldern durch die F\u00fchrung des Unternehmens \u201e20. Trust\u201c eingeleitet wurde.\r\n\r\nDas Unternehmen wurde am 20. Oktober 1992 als eine Aktiengesellschaft gegr\u00fcndet und wechselte schnell von einer staatlichen zur vollkommen privaten Firma. Als wir Ermittler begannen, die T\u00e4tigkeiten der AG zu untersuchen, kamen wir zu dem Schluss, dass dieses Unternehmen nicht mit dem Ziel gegr\u00fcndet wurde, etwas zu bauen oder zu produzieren, sondern f\u00fcr Unterschlagungen. Nat\u00fcrlich konnte die F\u00fchrung dieser AG nur dann straffrei stehlen, wenn sie sich der Beihilfe derjenigen h\u00f6heren Beamten aus Leningrad (St.Petersburg) bediente, die dieses Unternehmen unterst\u00fctzten.\r\n\r\n\u2013 <em>Wie funktionierte das Unternehmen \u201e20. Trust\u201c, was f\u00fcr Menschen haben seine Funktionalit\u00e4t gew\u00e4hrleistet?<\/em>\r\n\r\n\u2013 \u00a0Um diese Frage richtig zu beantworten, sollte man diejenigen benennen, die man in diesem Kriminalfall zur Verantwortung ziehen k\u00f6nnte. Wenn wir verschiedene Episoden der Veruntreuung staatlicher G\u00fcter betrachten, sehen wir, dass konkrete Beamte dahinter stecken, die die entsprechenden Anordnungen gegeben haben. Sie kontrollierten die Ausf\u00fchrung dieser Anordnungen, sie gaben der Firmenf\u00fchrung freie Hand f\u00fcr die Veruntreuung staatlicher G\u00fcter und verschlossen ihre Augen vor all diesen Verbrechen. Jetzt gibt es im Strafgesetzbuch einen Paragraphen \u2013 210. Dieser sieht eine Strafe f\u00fcr die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Ich vermute, man sollte diesen Paragraphen in Bezug auf die Leitung der Stadtverwaltung von St.Petersburg sowie die Firmenf\u00fchrung der Firma \u201e20. Trust\u201c anwenden\u00a0<em>(Radio Swoboda betont, dass es keinen einschl\u00e4gigen Gerichtsbeschluss gab).<\/em>\r\n\r\nDas Schema der Veruntreuung war durch die Bedingungen, die zu diesem Zeitpunkt in Russland herrschten, vorherbestimmt. 1992 war ein Jahr, als die Aktiengesellschaft \u201eKorporation \u201e20. Trust\u201c entstand. Es gab eine furchtbare Devalvierung, der Rubel war gefallen. Im M\u00e4rz 1992 wurden in Sankt-Petersburg 32 Todesf\u00e4lle aufgrund von Unterern\u00e4hrung registriert. 1992 war das Land am Rande der Zahlungsunf\u00e4higkeit und von galoppierender Inflation betroffen. Die Unternehmen konnten die Lieferanten nicht mehr bezahlen, Geh\u00e4lter wurden nicht ausbezahlt, was zu wachsenden Spannungen in der Gesellschaft f\u00fchrte. Die Regierung begann\u00a0nach einem Ausweg aus der Situation zu suchen, im April-Juni 1992 hat der Kongress der Volksdeputierten der RSFSR <em>(Russische Sozialistische F\u00f6derative Sowjetrepublik)<\/em> eine Reihe von Deklarationen sowie eine Anordnung des Pr\u00e4sidenten RF \u201eUnterst\u00fctzung einer Wirtschaftsreform und Normalisierung des Zahlungsverkehrs in der Volkswirtschaft\u201c ver\u00f6ffentlicht. Im Rahmen dieser Beschl\u00fcsse wurde eine Finanzbeh\u00f6rde mit der Bezeichnung \"<em>F\u00f6derale Finanzverwaltungsbeh\u00f6rde\"<\/em> mit Filialen in Moskau, St.Petersburg und anderen St\u00e4dten gegr\u00fcndet. Der Leiter der Filiale in Sankt-Petersburg war <strong>Wjatscheslaw Nikolajewitsch Karetin<\/strong>. Bis dahin hatte er als Stellvertreter von <strong>Aleksej Kudrin<\/strong>, dem Vorsitzenden des Finanzausschusses der St.Petersburger Verwaltung fungiert. Wof\u00fcr war Wjatscheslaw Karetin verantwortlich? Im Zusammenhang mit der Zahlungskrise hat die Zentralbank der Russischen F\u00f6deration riesige Summen an Firmen ausgezahlt, um ihren Zahlungsverkehr aufrechtzuerhalten. St.Petersburg bekam eine gro\u00dfe Summe. Auf Wunsch des B\u00fcrgermeisters wurde eine Sonderkommission ins Leben gerufen, der 15 Personen angeh\u00f6rten, u.a. auch Dmitrij Filippow, der damals die staatliche Finanzinspektion leitete und 1998 im Treppenhaus seines Hauses ermordet wurde.\r\n\r\n\u2013 <em>War Wladimir Putin ein Mitglied dieser Kommission?<\/em>\r\n\r\n\u2013 \u00a0Nein. Die Anordnung zur Gr\u00fcndung dieser Kommission kam sowohl von Sobtschak als auch von Putin. Die Leitung \u00fcbernahm <strong>Dmitrij Sergejew<\/strong>, der erste Stellvertreter von Anatolij Sobtschak. Die Finanzmittel, die aus dem f\u00f6deralen Budget zur Verf\u00fcgung gestellt wurden, sollten zur Unterst\u00fctzung von staatlichen Unternehmen dienen, damit sie sich gegenseitig bezahlen konnten. Sie waren nicht f\u00fcr private Aktiengesellschaften, wie die \u201e20. Trust\u201c-AG es war, vorgesehen. Als wir nachgeforscht haben, wof\u00fcr diese f\u00f6deralen Finanzmittel verwendet wurden, stellten wir allerdings fest, dass \u00fcber 60% dieser Gelder, die aus dem Budget von St.Petersburg an staatliche Unternehmen verteilt wurden, ausgerechnet an die Firma \u201e20.Trust\u201c gingen. Die restlichen Gelder, weniger als 40%, wurden unter den staatlichen Firmen in St.Petersburg aufgeteilt. Aber was ist das f\u00fcr Geld?\r\n\r\n<strong>Wasilij Wasiljewitsch Kabatschinow<\/strong>, der Hauptkontrolleur- und Revisor in der Kontroll- und- Revisionsverwaltung des Finanzministeriums Russlands in St.Petersburg (am 30. November 1999 verbrannte er auf seiner Datscha - dabei war er f\u00fcr seinen n\u00fcchternen Lebensstil bekannt), stellte fest, dass von den 23 Milliarden Rubel, die in die Firma \u201e20. Trust\u201c eingeflossen sind, nur eine Milliarde f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Stadt ausgegeben wurde. Die restlichen 22 Milliarden wurden einfach gestohlen. Diese Gelder wurden von dieser Firma in unterschiedliche L\u00e4nder \u00fcberwiesen: nach Spanien, Finnland, Kanada und USA. Das Geld wurde unter verschiedenen Vorw\u00e4nden \u00fcberwiesen: f\u00fcr Marktforschungen, die keiner durchf\u00fchrte; f\u00fcr unterschiedliche Doppelarbeiten, die teilweise von unterschiedlichen Petersburger Unternehmen f\u00fcr minimale\u00a0Betr\u00e4ge ausgef\u00fchrt wurden. Allerdings teilte die Firma mit, dass sie f\u00fcr diese Arbeiten teure englische Spezialisten der Firma \u201eWilson Mason\u201c engagiert habe. Man hat ihnen angeblich das Zehnfache der Summe, die tats\u00e4chlich durch die Firma f\u00fcr diese Art von Arbeit ausgegeben wurde, bezahlt. So funktionierte die Entwendung. F\u00fcr das gestohlene Geld sind u.a. auch in Spanien Villen f\u00fcr Wladimir Putin, Anatolij Sobtschak und eine Reihe von anderen Beamten aus der Stadtverwaltung von St.Petersburg gekauft worden.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_7975\" align=\"alignright\" width=\"268\"]<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/4DD8A80C-4505-406C-9B33-D50DD1E2C5C8_w268.jpg\"><img class=\"wp-image-7975 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/4DD8A80C-4505-406C-9B33-D50DD1E2C5C8_w268.jpg\" alt=\"4DD8A80C-4505-406C-9B33-D50DD1E2C5C8_w268\" width=\"268\" height=\"404\" \/><\/a> Kumarin (Barsukow)[\/caption]\r\n\r\n<span style=\"line-height: 1.5\">\u2013<em> Kommen im Kriminalfall \u201e20. Trust\u201c der in Spanien international bekannt gewordene russische Gesch\u00e4ftsmann Gennadij Petrow und die in St.Petersburg unter dem Spitznamen \u201eNachtgouverneur\u201c bekannte kriminelle Autorit\u00e4tsperson\u00a0<strong>Wladimir Barsukow (Kumarin)\u00a0<\/strong>vor?<\/em><\/span>\r\n\r\n<em><span style=\"line-height: 1.5\">\u2013 <\/span><\/em><strong style=\"line-height: 1.5\">Gennadij Petrow<\/strong><span style=\"line-height: 1.5\"> kommt im Kriminalfall Nr. 144128 nicht vor. Dort werden weder Petrow noch Kumarin genannt. Aber wenn man den Umkreis von Wladimir Putin betrachtet und versucht festzustellen, ob Leute aus diesem Umkreis einen Bezug zu Petrow und Kumarin hatten, bekommt man sicher eine positive Antwort: Ja, hatten sie. Wie kann man das beweisen? Der Begriff \u201eKooperative Osero\u201c <em>(Genossenschaft \u201eDer See\u201c<\/em>) ist uns bereits bekannt. Und wir wissen, dass es acht Personen waren, die diese Genossenschaft 1996 gegr\u00fcndet haben, die von Wladimir Smirnow angeleitet wurde. Und wer ist Herr Smirnow? Er ist der Leiter der geschlossenen Aktiengesellschaft \u201ePeterburgskaja topliwnaja kompanija\u201c <em>(PTK - dt. Petersburger-Kraftstoff-Gesellschaft)<\/em>. Gegr\u00fcndet wurde die PTK 1994 von der Petersburger Stadtverwaltung. <strong>Wladimir Smirnow<\/strong> wurde Direktor und Kumarin (Barsukow) \u2013 sein Stellvertreter. Gibt es hier einen Zusammenhang mit der sog. \"Tambower kriminellen Bande\"? Sieht so aus. Wurde Herr Kumarin (Barsukow) in der Genossenschaft \u201eOsero\u201c gesehen? Ja, und sehr oft sogar \u2013 bei Wladimir Smirnow. Au\u00dferdem gibt es Fakten, die beweisen, dass die Genossenschaft \u201eOsero\u201c von Sicherheitsstrukturen bewacht wurde, die unmittelbar Wladimir Kumarin (Barsukow) unterstanden.<\/span>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_7976\" align=\"alignleft\" width=\"268\"]<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/7C7922F4-0CAB-4B70-AAA7-3E508B8DE742_w268.jpg\"><img class=\"wp-image-7976 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/7C7922F4-0CAB-4B70-AAA7-3E508B8DE742_w268.jpg\" alt=\"7C7922F4-0CAB-4B70-AAA7-3E508B8DE742_w268\" width=\"268\" height=\"182\" \/><\/a> Gennadij Petrow wird in Palma de Mallorca abgef\u00fchrt.[\/caption]\r\n\r\nUnd jetzt zu Gennadij Petrow. Man sollte wissen, dass die Genossenschaft \u201eOsero\u201c nicht nur im Kreis Priosersk, Bezirk Leningrad, existiert. Eine derartige Genossenschaft, mit denselben Mitgliedern, war vorher auf der Wassiljewski-Insel gegr\u00fcndet worden. In der Auflistung der Personen \u2013 Mitglieder der Genossenschaft \u201eOsero\u201c im Kreis Priosersk \u2013 sehen wir acht Namen. Jeder einzelne davon war in St.Petersburg wohnhaft. Lasst uns mal schauen, wo der heutige Vorsitzende der \u00d6AG \u201eRussische Eisenbahn\u201c <strong>Wladimir Jakunin<\/strong> angemeldet war. Wo waren <strong>Andrej Fursenko<\/strong>, die Br\u00fcder <strong>Jurij und Michail Kowaltschuk<\/strong> (allesamt Mitglieder der Kooperative \u201eOsero\u201c) gemeldet? Es stellte sich heraus, dass all diese Personen in der Nalitschnaja-Stra\u00dfe 55 angemeldet waren. Zwei Wohnungen in diesem Haus geh\u00f6rten<strong> Jurij Kowaltschuk<\/strong> \u2013 Nr. 34 und Nr. 44, Andrej Fursenko geh\u00f6rte die Wohnung Nr. 43, seinem Bruder Sergej Fursenko die Wohnungen Nr. 47 und Nr. 48, einem weiteren Mitglied der Genossenschaft, Wladimir Jakunin, geh\u00f6rten die Wohnungen Nr. 159 und Nr. 160; Wiktor Miatschin, dem Direktor der Bank \u201eRossija\u201c, geh\u00f6rten die Wohnungen Nr. 45, 46, 47 und Nr. 173. Au\u00dferdem wohnte in dem Haus (in der Wohnung Nr. 29) eine gewisse <strong>Frau N.F. Artemjewa<\/strong>, die Hauptbuchhalterin der Genossenschaft \u201e20. Trust\u201c. Und wer hat das Haus gebaut? Das Baltische Bauunternehmen <em>(russ. Baltijskaja Stroitelnaja Kompanija \u2013 BSK).<\/em> Und BSK ist die \u201ePerle\u201c in der \u201eKrone\u201c von Gennadij Petrow. Das ist die Antwort auf die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Gennadij Petrow und dem Kriminalfall Nr. 144128 gibt. Er stand praktisch in unmittelbarer Beziehung zum engsten Umkreis von Wladimir Putin. Die Tatsache, dass f\u00fcnf Personen aus der Genossenschaft \u201eOsero\u201c in demselben Haus wohnten, das von dem Unternehmen, das Gennadij Petrow geh\u00f6rte, gebaut wurde, ist ein klares Beispiel f\u00fcr eine derartig vielf\u00e4ltige Zusammenarbeit.\r\n\r\n\u2013 <em>Ist das im Jahr 2000 abgeschlossene Kriminalverfahren Nr. 144128 das einzige Kriminalverfahren, mit dem Korruption von Beamten aus der Regierung von Anatolij Sobtschak und seiner Umgebung untersuchte?<\/em>\r\n\r\n\u2013 Es gibt noch ein derartiges Strafverfahren, an das ich mich erinnere: das Verfahren gegen die Firma \u201eRenaissance\u201c. Wenn man aber von Materialien spricht, in denen die meiner Meinung nach kriminelle Vorgehensweise von Wladimir Putin zu beobachten ist, sollte man sicher den ber\u00fchmten Bericht von <strong>Marina Salier<\/strong> vom M\u00e4rz 1992, erw\u00e4hnen. Sie untersuchte die T\u00e4tigkeiten von <strong>Wladimir Putin<\/strong> als Vorsitzender des Komitees f\u00fcr Au\u00dfenbeziehungen der Stadtverwaltung St.Petersburg. Dabei fand sie heraus, dass das Programm \u201eLebensmittel gegen Rohstoffe tauschen\u201c, das die Stadtverwaltung ausf\u00fchrte, gescheitert war und riesige Geldsummen gestohlen wurden. Die Vertr\u00e4ge wurden von Wladimir Putin und seinem Team so abgeschlossen, dass man sie vor Gericht nicht verklagen konnte. Manchmal fehlten in den Vertr\u00e4gen Zeitangaben, manchmal fehlte die Definition von \u201eStrafsanktionen\u201c. Es ist offensichtlich, dass ein Gericht diese Vertr\u00e4ge zur\u00fcckgeschickt h\u00e4tte. Marina Salier sagte, dass das Team von Wladimir Putin ca. 100 Millionen US-Dollar gestohlen habe. Das war 1992. Und jetzt lasst uns nachdenken: Wer war Mitglied dieses Teams? Dazu geh\u00f6rte Aleksej Miller und der Wirtschaftsberater von Anatolij Sobtschak \u2013 <strong>Dmitrij Medwedew<\/strong>. Der zuk\u00fcnftige Pr\u00e4sident Russlands hat eine Dissertation mit Anatolij Sobtschak als Doktorvater verfasst, der ebenfalls Spezialist f\u00fcr Zivilrecht war. Und dieses Juristenpack \u2013 Sobtschak, Medwedew und Putin - sollte pl\u00f6tzlich juristisch total unf\u00e4hig sein! Die Vertr\u00e4ge wurden von ihnen und ihren Angestellten so ausgearbeitet, dass sie juristisch nichtig waren. Dabei sind im M\u00e4rz 1992 in Petersburg Menschen an Unterern\u00e4hrung gestorben.\r\n\r\nAn diesen Verbrechen hat sich auch der Bankier <strong>Pjotr Awen<\/strong> beteiligt. Unter anderem kam hier die Frage auf: Wohin verschwanden 997 Tonnen reines Aluminium, wohin ist es verdampft? Die Frage ist bis heute nicht beantwortet, sowie die Frage: Wo ist das Geld, das f\u00fcr dieses Material bezahlt wurde?\r\n\r\nDas n\u00e4chste Element solcher verbrecherischer T\u00e4tigkeiten, f\u00fcr die meiner Meinung nach die gesamte F\u00fchrung der Stadtverwaltung St.Petersburg im Gef\u00e4ngnis sitzen sollte, war der sog. <strong>Anna-Jewglewskaja<\/strong>-Fall \u00fcber die Firma \u201eRenaissance\u201c, die von ihr gef\u00fchrt wurde. Diese Dame, die eine Gastronomie-Ausbildung abgeschlossen hatte, erwies sich im Handel erstaunlicherweise als kleine Diebin, wof\u00fcr ihr auch in dem Laden, wo sie gearbeitet hatte, gek\u00fcndigt wurde. Sie gr\u00fcndete ein Bauunternehmen und begann den\u00a0Bau eines Hauses an der Ryliejew-Stra\u00dfe. Und sp\u00e4ter bekamen pl\u00f6tzlich die Nichte von Anatolij Sobtschak, der Hauptarchitekt von St.Petersburg Oleg Chartschenko und viele andere Leute aus dem Umkreis von Wladimir Putin in diesem Haus Nr. 3 Wohnungen geschenkt.\r\n\r\n\u2013<em> Einer der aktivsten Ermittler in Ihrem Team war <strong>Oleg Kalinitschenko.<\/strong> Er verfasste ein gro\u00dfes Dossier \u00fcber den Vorsitzenden des Komitees f\u00fcr Au\u00dfenbeziehungen der Stadtverwaltung St.Petersburg Wladimir Putin und \u00fcber die anderen Beamten. Nachdem das Ermittlungsverfahren gegen Putin abgeschlossen war, ging Oleg Kalinitschenko ins Kloster. Was geschah mit seinem gro\u00dfen Archiv? Haben Sie manche Materialien daraus bekommen k\u00f6nnen?<\/em>\r\n\r\n\u2013 Oleg Kalinitschenko war ein Beamter der 2. Abteilung f\u00fcr Bek\u00e4mpfung des organisierten Verbrechens in der Hauptverwaltung f\u00fcr innere Angelegenheiten von St.Petersburg und dem Gebiet Leningrad (es handelte sich praktisch um eine Antikorruptionsabteilung: Die \u00dcberwachung der Mitarbeiter der Stadtverwaltung von St.Petersburg geh\u00f6rte zu ihren Aufgaben). Er hat Informationen \u00fcber buchst\u00e4blich alle Personen aus dem Umkreis von Wladimir Putin gesammelt. Zum Beispiel fragte ich ihn mal: \u201eOleg, was wissen wir \u00fcber Fursenko und Kowaltschuk?\u201c Nach einer Minute brachte er mir Unterlagen, aus welchen ersichtlich war, wer in was verwickelt war, wer mit wem aus dem kriminellen Milieu Beziehungen pflegte usw.\r\n\r\nWas mit dem Archiv von Oleg Kalinitschenko passiert ist, sollte man vielleicht ihn selbst fragen. Wird er dar\u00fcber sprechen? Offensichtlich nicht. Oleg ist ins Kloster gegangen und hat jetzt andere Sorgen und Aufgaben. Er interessiert sich f\u00fcr unsere irdische Sorgen nicht. Allerdings habe ich manche Unterlagen, die er mir gegeben hatte, aufbewahrt. Zum Beispiel haben unsere Medien sehr viel \u00fcber Wladimir Wladimirowitsch Kisseljow, den Organisator des Festivals \u201eWei\u00dfe N\u00e4chte\u201c berichtet. Vor ca. zwei Jahren hat er erneut eine Geldsammel-Kampagne gestartet, bei der Wladimir Putin irgendein Liedchen auf dem Klavier spielte. Wohin die Gelder, die bei dieser von Kisseljow geleiteten\u00a0Wohlt\u00e4tigkeitsaktion gesammelt wurden, gegangen sind, blieb schon wieder unbekannt.\r\n\r\nHier habe ich die Referenz von Oleg Kalinitschenko \u00fcber diese Person. Ich zitiere: \u201eReferenz \u00fcber W. W. Kisseljow. Der pers\u00f6nliche Helfer des B\u00fcrgermeisters von St.Petersburg, Anatolij Sobtschak, ist Wladimir Wladimirowitsch\u00a0Kisseljow. Er gilt auch als \u201edie rechte Hand\u201c von Gennadij Petrow \u2013 einer Autorit\u00e4t in der kriminellen Organisation von Malyschew <em>(Anmerkung des Autors: Es handelt sich um das Jahr 1996)<\/em>. W.W.Kisseljow besch\u00e4ftigt sich mit der Erpressung von Geldern von Inhabern kleiner und mittlerer Unternehmen der Stadt f\u00fcr die Wahlkampagne von B\u00fcrgermeister Sobtschak. Gemacht wird dies auf folgende Art und Weise: Es gibt einen Fonds zur Unterst\u00fctzung der Olympischen Spiele 2004, wohin Unternehmer gezwungen werden, zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Betrag von jeweils 50.000$ zu \u00fcberweisen. Falls ein Unternehmer das Geld nicht rechtzeitig \u00fcberweist, wird er gezwungen, das Doppelte der Summe zu zahlen. Dabei werden brutale Methoden der Druckaus\u00fcbung bis hin zur k\u00f6rperlichen Gewalt angewendet. Es werden Festnetznummern verwendet (Die Nummern sind aufgelistet). W.W. Kisseljow ruft bei dem betreffenden Unternehmer pers\u00f6nlich an und fordert die \u00dcberweisung der angegebenen Summe zum bestimmten Termin. Im Fall der Ablehnung droht er mit k\u00f6rperlicher Gewalt. Da er ein aktives Mitglied der organisierten kriminellen Bande von Malyschew ist, entscheidet er notfalls \u00fcber die Ankunft eines \u201eTeams\u201c, das die Gelderpressung \u00fcbernimmt. Am 18. April 1996 sollte eine Unternehmerversammlung stattfinden, die durch Kisseljow mit Hilfe von Drohungen organisiert wurde. Diese sollte nach Insider-Informationen im \u201eClub 2004\u201c stattfinden; dabei wurde der Auftritt des ersten Stellvertretenden B\u00fcrgermeisters von St.Petersburg und Vorsitzenden des Komitees f\u00fcr wirtschaftliche Au\u00dfenbeziehungen <strong>Wladimir Putin<\/strong> erwartet. Er sollte das Sammeln von Geldern zur Unterst\u00fctzung der Kandidatur von Anatolij Sobtschak f\u00fcr die bevorstehende Wahl ansprechen.\r\n\r\n<em>\u2013 Sie beschuldigen Wladimir Putin und manche andere Menschen aus seinem Umkreis der Korruption. Ist Ihnen klar, dass man Sie wegen Verleumdung anzeigen k\u00f6nnte?<\/em>\r\n\r\n\u2013 Ich bin Ermittlungsbeamter. Ein Ermittler hat das Recht auf eigene \u00dcberzeugungen. Wenn der Ermittler einem Fall nachgeht, bildet er sich eine Vorstellung davon, ob er genug Materialien im Besitz hat, um gegen die eine oder andere Person Anklage zu erheben, wegen eines von dieser Person begangenen Verbrechens. Das Gericht kann sich mit dem Ermittler auch nicht einverstanden erkl\u00e4ren. Ein Verfahren, das vor Gericht kommt, kann mit einer Freisprechung enden. Aber bedeutet das, dass der Ermittler im Unrecht ist? Vielleicht ist der Richter im Unrecht? Jeder hat seine Wahrnehmung der Dinge. Bei dem einen wird die Wahrnehmung mit irgendwelchen Idealen gest\u00fctzt, mit der \u00dcberzeugung von der Notwendigkeit eines Kampfes gegen das Verbrechertum. Bei dem anderen kann die Wahrnehmung mit einem Befehl gest\u00fctzt sein, wom\u00f6glich mit Schmiergeld. Zum Beispiel sagt Putins Pressesekret\u00e4r Dmitry Peskow \u00fcber den von Marina Salier geschilderten Sachverhalt, dass dieser mehrmals untersucht wurde und dass an diesem Fall nichts dran sei. Und wenn aufgrund der Materialien des Sachverhalts wie von Marina Salier vorgebracht kein Verfahren eingeleitet wurde, bedeutet das, dass dabei von Wladimir Putin kein Verbrechen begangen wurde?\r\n\r\nDer Wohlstand des Staatsanwalts von St.Petersburg gibt die Antwort auf die Frage, warum keine Strafverfahren gegen Putin und seinen Umkreis eingeleitet wurden. Also lassen Sie uns doch schauen, wer damals Staatsanwalt von St.Petersburg war? <strong>Wladimir Iwanowitsch Jeremenko.<\/strong> Und woher taucht bei Wladimir Iwanowitsch pl\u00f6tzlich eine Villa in Repino auf, unweit von der Villa des Konzernchefs des \u201e20. Trust\u201c, Sergei Nikeschin? Was kostet sie? Zum damaligen Zeitpunkt etwa 400 000 Dollar. Woher hat der Staatsanwalt einer Stadt so eine Summe? Und wieviele Wohnungen hat der Staatsanwalt einer Stadt auf dem Newskij Prospekt (einer Hauptstra\u00dfe in St.Petersburg) und in anderen Stadtbezirken bekommen? Von wem? Auf welche Weise? Dieser Wohlstand des Staatsanwalts von St.Petersburg gibt meiner Meinung nach die Antwort auf die Frage, warum kein Strafverfahren gegen Wladimir Putin und seinen Umkreis eingeleitet wurde.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_7978\" align=\"alignleft\" width=\"268\"]<a href=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/B90D1FB3-731E-44CC-8783-8F0F53CA029E_w268.jpg\"><img class=\"wp-image-7978 size-full\" src=\"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2015\/07\/B90D1FB3-731E-44CC-8783-8F0F53CA029E_w268.jpg\" alt=\"B90D1FB3-731E-44CC-8783-8F0F53CA029E_w268\" width=\"268\" height=\"178\" \/><\/a> Sergei Nikeschin[\/caption]\r\n\r\n<em>\u2013 Seit die Akten des Falls Nr. 144128 geschlossen wurden, sind \u00fcber 15 Jahre vergangen. Ist es denn Wert, alte Geschichten aufzuw\u00e4rmen? Denn auch wenn man anf\u00e4ngt, eine Untersuchung der Fakten, die in diesem Fall ermittelt wurden, durchzuf\u00fchren, wird es sich herausstellen, dass es sinnlos ist, da die Verj\u00e4hrungsfrist f\u00fcr die Heranziehung zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit abgelaufen ist.<\/em>\r\n\r\n\u2013 Es gibt einen Begriff der Legalisierung der entwendeten Mittel. Es handelt sich um ein Verbrechen mit dauerhafter Wirkung. Jenes Geld, das in den Jahren 1992, 1995 und 1996 entwendet wurde, befindet sich so oder so auf irgendwelchen Konten, also ist eine Legalisierung der entwendeten Mittel geschehen. Nichtsdestotrotz nehme ich an, dass der Gesetzgeber in Bezug auf Menschen, die das Land leiten, wohl \u00fcberlegte \u00c4nderungen ins Strafgesetzbuch Russlands einf\u00fcgen sollte. F\u00fcr diese Personen darf es keine Verj\u00e4hrungsfristen geben, wenn bewiesen ist, dass sie Verbrechen begangen haben, denn Menschen, die an der Spitze eines Staates stehen, m\u00fcssen absolut sauber und ehrlich sein. Wenn sie es nicht sind, so haben sie kein Recht, einen Staat zu leiten. Ich denke, sobald Putin nicht mehr Pr\u00e4sident des Landes sein wird, werden solche \u00c4nderungen in die Strafprozessordnung und das Strafgesetzbuch\u00a0eingef\u00fcgt, und es wird eine M\u00f6glichkeit geschaffen werden, diese Menschen strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.\r\n\r\n<em>\u2013 Als Sie in einem Ermittlerteam arbeiteten, haben Sie versucht, diese Abgeordneten und Wladimir Putin strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen?<\/em>\r\n\r\n\u2013 Zumindest ermittelten wir in diesen F\u00e4llen ehrlich. Und das, was wir zu diesem Straffall ermittelt haben, belegt meiner Ansicht nach die Schuld von Putin selbst wie auch von vielen anderen offiziellen Personen aus seinem Umkreis.\r\n\r\n<em>\u2013 Kann man den Straffall \u201e20. Trust\u201c als Korruptionsmodel betrachten, das erst in St.Petersburg eingefahren und dann auf ganz Russland ausgeweitet wurde?<\/em>\r\n\r\n\u2013 Absolut, denn die Entwendungen von 1992 haben gezeigt, dass die R\u00e4uber sehr verwundbar sind. Wenn solche Firmen durch Personen mit kriminellen Neigungen erschaffen werden, wenn solche juristisch nichtigen Vertr\u00e4ge unterzeichnet und zusammengestellt werden, entsteht ein Anlass, den daran Mitwirkenden ihre Posten abzuerkennen. Denn Marina Salier trat mit der Absicht auf, Wladimir Putin seinen Posten abzuerkennen, und der Petersburger Stadtrat hat sie darin unterst\u00fctzt. Damit man auch weiterhin Entwendungen frei durchf\u00fchren konnte, risikofrei, musste man alles drumherum kriminalisieren, also musste man sich ein Team zusammensuchen. Und jenes Team, das in der Zeit von 1992 bis 1996 zusammengestellt und gepr\u00fcft wurde, blieb bis heute im Umkreis von Wladimir Putin. Derselbe Kudrin, Koschin, derselbe Krutschinin, Wjasalow und alle anderen. Der gesamte Umkreis, den es damals gab \u2013 der existiert heute noch. Und sie alle bekommen Orden und Auszeichnungen\u2026\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.svoboda.org\/content\/transcript\/27081099.html\"><strong>Wiktor Resunkow<\/strong> f\u00fcr svoboda.org<\/a>; \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/solomija.gehtdichnichtsan?ref=ts&amp;fref=ts\">Zoya Schoriwna<\/a>\/ <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Kaspijka\">Irina Schlegel; <\/a>korrigiert von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/khwalter\">Klaus H.Walter<\/a>.\r\n<div id=\"__zsc_once\"><\/div>\r\n<div id=\"__hggasdgjhsagd_once\"><\/div>\r\n&nbsp;","amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7968","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7968"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7968\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27512,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7968\/revisions\/27512"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7977"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7968"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7968"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/informnapalm.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7968"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}