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Das ist noch kein Ende, aber ein Anfang ist da…

Es sind informelle Anzeichen der Aufgabe vom „Neurussland“ aufgetaucht, zumal es darüber seit geraumer Zeit wie von der Seite der russischen oppositionellen Experten, so auch von der Seite mancher ukrainischer Analytiker gesprochen wird. Ihre Beweisgründe stützen sich auf die Ergebnisse des stattgefundenen Treffens von Putin und dem US-Staatssekretär Kerry in Sotschi, wie auch auf die Fortsetzung der Säuberungen der ominösen Feldkommandeure, unter anderem auch von A. Mosgowoi.

Ergänzend möchte ich anmerken, dass ihren Beitrag zu diesem Prozess auch die Festnahme der russischen Militärangehörigen aus der 3. Speznas-Brigade GRU leistete.

Manche meiner Kollegen behaupten, dass es nur infolge einer geplanten Sonderoperation der Erschaffung von Gerüchten über den Abzug der besten ukrainischen Abteilungen und dem darauffolgenden „Fang auf den Köderfisch“ möglich wurde. Diese Verschwörungstheorie kann natürlich unseren Geheimdiensten schmeicheln, ich persönlich finde aber, dass das alles weitaus banaler ist: gerade der Zufall bedingte das Geschehen, und nicht umgekehrt.

Viele Fakten, die mir von den unmittelbaren Teilnehmern der Ereignisse bekannt sind, sprechen davon, dass es ein relativ grosses Risiko eines stillen Austausches bestand (das wurde nur deswegen nicht gemacht, weil man alle möglichen Folgen davon erwog, wie auch die Intensität der Leidenschaften drum herum berücksichtigte). Hier hat grosse Rolle der Druck der Öffentlichkeit gespielt.

Zur Bestätigung meiner Version nenne ich manche vorher nicht veröffentlichte Fakten:

1) Der russische General, der die Aktivitäten der VRSK (vereinten russisch-separatistischen Kräfte) in Luhansker Richtung kuriert, mit dem übertragbaren Rufzeichen „Tambow“ (welches der aus Luhansk abgereiste Generalmajor S. Kusowlew seinem Nachfolger übergeben hat) bekam eine kräftige Rüge vom Oberkommando Russlands dafür, dass er über die Gefangennahme seiner Leute aus der 3. Speznas-Brigade nicht sofort berichtete. Als Folge verlor die russische Seite Zeit und lange konnte sie sich nicht ausdenken, wie man in dieser Situation weiter vorgehen soll. Der „General Tambow“ selbst erklärte seine Schwerfälligkeit dem Oberkommando damit, dass er auf einen schnellen und stillen Austausch gehofft habe, der aber missglückte (mit wem genau er Verhandlungen führte und wem genau auf der ukrainischen Seite er sich anvertraute, ist uns leider nicht bekannt).

2) Am Abend des 16. Mai berichteten unsere kompetenten Quellen, dass das Austauschrisiko sehr hoch sei und man schnell und operativ handeln muss, denn sie sind von den „stillen Austauschen“ satt und die Situation kann nur die Öffentlichkeit retten. Auf eigenes Risiko, ohne Photo- und Videobestätigungen, aber im Vertrauen an unsere Quellen beschlossen wir, die Information erst einmal in den sozialen Netzwerken zu verbreiten, verbunden mit dem Aufruf, einen weiteren stillen Austausch nicht zuzulassen. Der Aufruf wurde erhört und aufgegriffen. Das energetisch-informative Feld ist eine gewaltige Sache…

3) Am 17. Mai veröffentlichte ein Arzt Photos aus dem Operationsraum, die der im Netz vervielfältigten Information ein grösseres Gewicht verliehen.

4) Es tauchte ein Video mit den Gefangenen im Krankenhaus auf, das übrigens auch nicht die Mitarbeiter der offiziellen Behörden, sondern die Jungs, welche die russischen Speznas-Kämpfer in Gefangenschaft genommen haben, veröffentlichten.

Zum Sonntagabend waren bereits alle Medien alarmiert und es blieb nichts anderes übrig, als anzuerkennen, dass die ukrainische Seite handfeste Beweise der Anwesenheit der russischen Streitkräfte im Donbass besitzt.

Wozu es geführt hat, können Sie ja selbst beurteilen, aber als Beispiel kann ich sagen, dass absolut alle eingeladenen Experten, Analytiker, Politiker aus den USA und der EU im Laufe des Kiewer Sicherheitsforums, das am 28-29. Mai stattfand, offen von der Bühne über die russische Aggression gegen den souveränen Staat Ukraine gesprochen haben. Es gab keinerlei Rhetorik über die „Aufständischen“, „Bürgerkrieg“, „Konflikt im Donbass“. Es gab sehr konkrete Messages: „Russland ist ein Aggressor“, „Die Ukraine braucht Waffen zur Verteidigung ihrer territorialen Integrität“, „Einen Dialog mit Terroristen zu führen ist ausgeschlossen, denn sie werden vom Russland angeleitet, das sich an keinerlei Abmachungen und Verträge hält“ usw.

„Zufall? Denke ich nicht“…

Das Ergebnis dieses Krieges wird folgendes sein:

Russland verliert, wobei es auch sein Gesicht verliert. Oder Russland verliert, sein Gesicht temporär noch wahrend, aber der Prozess seines Falls in den Abgrund wird sich fortsetzen…

Ja, die Versuche einer Destabilisierung der Ukraine in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht werden sich fortsetzen, und hier können wir kaum etwas tun, aber die militärische Stärke „Neurusslands“ wird allmählich abtreiben, wie auch die Gummi-Iskandere von Putin.

Was uns bleibt:

In Informationshinsicht muss man weiterhin mit Fakten der russischen Aggression Druck machen (sie sind unbestreitbar, aber es ist um so besser, wenn ihre Anzahl grösser wird – für die zukünftigen Gerichtsverfahren).

In militärischer Hinsicht muss man den Aggressor weiterhin allmählich ausserhalb unserer Grenzen wegdrängen.

In wirtschaftlicher Hinsicht: die alten Betriebe von Donbass wiederherzustellen (deren Anlagen nach Russland ausgefahren wurden) macht keinen Sinn, besser ist es, in den Ausbau absolut neuer moderner Betriebe zu investieren, für die Erschaffung von Arbeitsplätzen und der Produktionsherstellung nach europäischen Standards.

Die russischen und prorussischen Elemente werden aus Angst vor „Junta“ nach Russland flüchten, somit ist die Sache abgehakt.

An der Grenze muss man ein Riesenschloss mit harten Immigrationsregeln für Bürger Russlands vorhängen, gleichzeitig aber Bedingungen schaffen, unter welchen junge Wissenschaftler, Spezialisten und Intellektuelle aus ganz GUS die Möglichkeit bekommen, in die Ukraine auszuwandern und hier die Staatsbürgerschaft zu bekommen.

Das ist natürlich kein Ende, sondern erst der Anfang, aber das Licht am Ende des Tunnels ist langsam, aber sicher zu sehen.

Roman Burko für InformNapalm; übersetzt von Irina Schlegel

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