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    Bei Schtschastja gerieten Speznas-Kämpfer aus Togliatti in ukrainische Gefangenschaft

    on 17/05/2015 | 8 Comments | Aktuell | InformNapalm | Photo und Videobeweise
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    Gestern wurden im Laufe erbitterter Kämpfe gegen eine russische Diversionsgruppe, die in den Raum von Schtschastja eingedrungen war, zwei Militärangehörige der Streitkräfte Russlands gefangengenommen, und zwar Kämpfer der Togliatti-Spezialeinheit (Speznas) GRU: ein Kapitän und ein Feldwebel der Streitkräfte Russlands.

    Beide wurden verwundet. Die Schwere der Verwundung ist noch unbekannt. Die Gesamtverluste seitens der Angreifer werden noch präzisiert, auf der ukrainischen Seite wurden zwei Soldaten getötet und drei verwundet.

    Die Information über diese Ereignisse erschien gestern auf der FB-Seite des InformNapalm-Chefredakteurs Roman Burko:

    Samstag, den 16.05.15, 20:44 Uhr. „Insider berichten, dass heute im Laufe der Kämpfe gegen Diversionsgruppen der Söldner bei Schtschastja zwei russische Speznas-Kämpfer in ukrainische Gefangenschaft geraten sind. Die Information wurde aus unseren Quellen bestätigt, ich hoffe, dass die Vertreter der VRSK (Vereinte Russisch-separatistische Kräfte) tatsächlich Militärangehörige Russlands sind und nicht einfach nur in aller Stille ausgetauscht werden, sondern dass dies öffentlich gemacht und eine Pressekonferenz einberufen wird, zu der auch internationale Vertreter eingeladen werden, die dieses Faktum festhalten. Nach vorläufigen Angaben wurden die Speznas-Kämpfer im Laufe eines Gefechts verwundet, darum sind sie auch in ukrainische Gefangenschaft geraten.“ (https://www.facebook.com/burkonews/posts/510455799102298)

    Sonntag, 17.05.15, 11:54 Uhr. Die Jungs von der vordersten Linie berichten, dass die Kämpfe gegen die Diversionsgruppen des Gegners bei Schtschastja um 5 Uhr morgens zu Ende waren. Die Information über gefangengenommene russische Militärs wurde bestätigt, wir wissen, wo sie festgehalten werden und haben Informationen über ihre Zugehörigkeit – es sind Kämpfer der Togliatti-Speznas: ein Offizier und der zweite ein Feldwebel. Alle Informationen können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht preisgeben. Wir hoffen, dass wir gehört werden. Man muss sie nicht austauschen, nicht in den Knast werfen, hölzerne Videoaufnahmen ihrer Vernehmung helfen der Sache auch nicht wirklich. Man darf nur nicht darüber schweigen.“ (https://www.facebook.com/burkonews/posts/510691759078702).

    Heute, am 17. Mai 2015, bestätigte der ATO-Stab die Information über gefangene russische Militärs. Darüber berichtete der Sprecher der Präsidentenverwaltung in ATO-Fragen, Oberst Andrei Lysenko, auf einem Briefing, als er eine Frage über die Zuverlässigkeit von Informationen über die Festnahme von zwei Mitarbeitern des russischen GRU durch „Aidar“-Kämpfer beantwortete.

    Wir erinnern daran, dass 2014 viele Medien die Meldung verbreitet hatten, eine selbstständige Brigade der Spezialkräfte des GRU aus Togliatti sei zur Bewachung eines strategischen Objekts auf die Krim verlegt worden.

    Und im März 2015 tauchten Berichte auf, dass die Speznas aus Togliatti (Gebiet Samara, Russland) ins ukrainische Gebiet Luhansk verlegt wurde.

    UPD: Um circa 14:50 des 17. Mai 2015 bestätigte auch der Arzt der Gesundheitsfürsorgestelle Grigory Maximets auf seiner FB-Seite die Informationen über zwei gefangene russische Militärs und postete ihre Fotos:

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    Grigory Maximets: „Gestern. 16.05.2015. Die Speznas Russlands griffen aus dem okkupierten Luhansk die ukrainische Stadt Schtschastja an. Nach Aussagen der zwei verwundeten gefangengenommen Russen aus Samara (Speznas-Einheit aus Togliatti, die nun in Luhansk stationiert ist), die vom „Aidar“-Bataillon ins Krankenhaus gebracht wurden, seien sie vom Kommando irregeleitet worden, das ihnen mitteilte, dass das Bataillon „Aidar“ aus Schtschastja abgezogen worden sei, und sie nachschauen wollten, ob es denn stimmt. Wie üblich in solchen Fällen, waren die russischen Diversanten sehr um ihre Organe besorgt, die laut der russischen Propaganda die ukrainischen Strafkommando-Ärzte ihnen angeblich herausschneiden wollen, um diese zu verkaufen, woran sie auch permanent von ihren Offizieren erinnert werden. Einer von den Offizieren-Okkupanten forderte sogar, ihm die Schulter ohne Narkose zu operieren – so sehr sorgte er sich um seine Nieren. Wir sind dem Wunsch des terroristischen Mitarbeiters entgegengekommen. Dem zweiten russischen Diversanten – Sascha Alexandrow aus Samara – wurde auf seinen durchgebrochenen Oberschenkelknochen ein externer Fixateur aufgelegt. Welches Kommando denn nun mit den Okkupanten einen Streich spielte, fragten wir nicht genauer nach. Wir denken, es könnten beide Seiten sein.“

    InformNapalmTeam hofft aufrichtig, dass ukrainische Behörden und die Öffentlichkeit das Totschweigen dieses Faktums nicht zulassen und es nicht nur der breiten Öffentlichkeit auf der Weltebene bekannt machen, sondern es auch als ein Mittel gegen die Kremlpropaganda anwenden.

    Wir werden das Geschehen rund um diesen Zwischenfall verfolgen.

    UPDATE: ein Video ist aufgetaucht.

    Quelle: Roman Burko für InformNapalm; übersetzt von Irina Schlegel

    CC BY 4.0

    Tags: DonbassGefangenschaftGRUSchtschastjaSpeznasUkraine

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