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Im Wolgograder Kreiswehrersatzamt werden Zeitverträge für den Kriegseinsatz im Donbas unterzeichnet

Nach Ergebnissen einer neuen OSINT-Untersuchung von InformNapalm wurde ein weiterer russischer Zeitsoldat aufgedeckt: Ein Aufklärer der 291. selbstständigen Artilleriebrigade, der sich zurzeit im Verband einer „neurussischen“ IBF im okkupierten Donbas befindet. Im Ergebnis der Identifizierung und Analyse des sozialen Netzwerkprofils von Alexej Kriwdin (Archiv: Profil; Archiv: Fotoalbum; Archiv: Kontakte) haben wir folgende Angaben erhalten: Alexej Kriwdin, geb. 20.05.1994, wohnhaft in der Stadt Wolschski, Gebiet Wolgograd, Russland. Kriwdin leistete seinen Wehrdienst bei der 3. Fla-Raketenbatterie der Fla-Raketendivision „Tor-M1“ der 19. selbstständigen motorisierten Schützenbrigade (Einheit Nr. 20634, Stationierungsort: Wladikawkas) der 58. Armee des Heeres des Südlichen Militärbezirks ab und wurde im Juni 2013 im Rang eines Feldwebels in die Reserve versetzt.

Im Oktober 2014 stellte Kriwdin im Kreiswehrersatzamt der Stadt Wolschski einen Antrag, ihn zum Dreijahresvertrag-Dienst als Aufklärer in der Einheit Nr. 64670 zu entsenden, und zwar bei der 291. selbstständigen Artilleriebrigade der 58. Armee des Heeres des Südlichen Militärbezirks der Streitkräfte Russlands (Stationierungsort: Staniza Troizkaja, Inguschetien).

Am 4. Dezember 2014 befand sich Kriwdin bereits im Status eines Zeitsoldaten am Kaukasus.

Im Januar 2015 wurde A. Kriwdin in den Donbas abkommandiert, in den Verband einer „neurussischen“ IBF, und zwar des 4. „DVR“-Bataillons „Oplot“:

Anmerkung: Der Ablauf von Vertragsunterzeichnung zum Dienst bei den Streitkräften Russlands sieht mehrere Etappen vor. Die erste und wichtigste Etappe ist die Erteilung des sogenannten „Bezugsschreibens“ von der konkreten Militäreinheit an den Kandidaten, mit der Angabe der entsprechenden freien Planstelle, die er besetzen könne. Falls dieses „Bezugsschreiben“ dem Kandidaten erteilt worden ist, wendet er sich an das seinem Meldeort zugeordnete Kreiswehrersatzamt, wo er einen entsprechenden Antrag auf den Abschluss eines Dreijahresvertrags zum Dienst in einer konkreten Militäreinheit stellt. Danach, aufgrund dieses „Bezugssschreibens“ und des Antrags des Kandidaten, werden entsprechende Prozeduren (ärztliche Untersuchung, Erstellung einer persönlichen Akte usw.) durchgeführt, zwecks der Aufnahme des Kandidaten in den Vertragsdienst und seiner weiteren Entsendung zum Dienstort.

Dies ist nicht der erste Fall der Verwandlung eines aktiven russischen Militärangehörigen in einen „neurussischen“ Söldner. InformNapalm hat mehrmals Informationen zur Verfügung gestellt, die belegten, wie leicht sich russische Zeitsoldaten in „DVR/LVR“-Söldner verwandeln. Unter diesem Link können Sie sich mit einem der letzten Artikel zu diesem Thema bekannt machen: „Zeitsoldat des 7. Stützpunktes kämpft im Bestand der IBFs im Donbas“. Wir möchten auch daran erinnern, dass die obengenannten Verbände der 58. Armee des Heeres des Südlichen Militärbezirks – die 19. selbstständige motorisierte Schützenbrigade und die 291. Artilleriebrigade – mehrmals im Kontext von „rostow-ukrainischen“ Dienstreisen erwähnt wurden, siehe thematische Links:

Wir möchten anmerken, dass die Informationen zum russischen Besatzer A. Kriwdin bereits in die Terroristen-Datenbasis von „Myrotworez“ eingetragen worden sind.


Dieses Material wurde von Irakli Komaxidze exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich.

CC BY 4.0

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