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    InformNapalm identifiziert russische Militärangehörige in späteren Todesmeldungen

    on 2026-09-04 | 0 Comment | Aktuell | Donbas | Gesellschaft | OSINT
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    InformNapalm identifiziert russische Militärangehörige in Todesmeldungen

    Russische Militärangehörige, deren Beteiligung an Russlands Aggression gegen die Ukraine InformNapalm zwischen 2014 und 2021 dokumentierte, tauchen erneut in der Dokumentation der groß angelegten Invasion auf. In mehreren Fällen lässt sich ihre weitere Beteiligung am Krieg bis zu späteren Meldungen über ihren Tod in russischen Quellen nachverfolgen.

    Auf diesen Zusammenhang stieß der OSINT-Ermittler Irakli Komakhidze, Mitbegründer von InformNapalm, bei der Auswertung von Angaben zu russischen Militärangehörigen. Die Untersuchung zeigt, wie ältere digitale Dokumentation Jahre nach der ersten Identifizierung einer Person neue Bedeutung gewinnen kann.

    Sergej Finogin bereits 2016 identifiziert

    Einer der Fälle betrifft Sergej Finogin. InformNapalm stellte 2016 fest, dass er auf der 7. russischen Militärbasis in der von Russland besetzten georgischen Region Abchasien diente und für längere Zeit in den Donbas im Osten der Ukraine abkommandiert war.

    Nach der Dokumentation von InformNapalm war Finogin in der Stadt Horlivka als Ausbilder der sogenannten Volksmiliz der selbsternannten Volksrepublik Donezk (DNR) tätig.

    Dokumentation über Sergej Finogin

    Dokumentation über Sergej Finogin

    Dokumentation über Sergej Finogin

    Im Jahr 2025 wurden Angaben veröffentlicht, denen zufolge Finogin im Krieg gegen die Ukraine getötet worden war.

    Angaben über den Tod von Sergej Finogin

    Maksim Paschtschenko als russischer Militärangehöriger auf der Krim und im Donbas identifiziert

    Ein weiterer Fall betrifft Maksim Paschtschenko. Im März 2019 identifizierte InformNapalm ihn als ehemaligen Ausbilder im Aufklärungsbataillon der 7. russischen Militärbasis in Abchasien sowie als Teilnehmer an der russischen Annexion der Krim im Jahr 2014.

    Der Untersuchung zufolge gehörte Paschtschenko später zu den russischen Militärangehörigen, die Moskau im Donbas als einheimische „Bergleute“ und „Milizionäre“ ausgab.

    Dokumentation über Maksim Paschtschenko

    Dokumentation über Maksim Paschtschenko

    Dokumentation über russische Militärangehörige im Donbas

    Im Oktober 2023 erschien in russischen Quellen eine Todesmeldung über Paschtschenko. Darin hieß es, er sei am 6. April 2022 während der von Russland so bezeichneten „militärischen Spezialoperation“ getötet worden, kurz nach Beginn der groß angelegten Invasion in die Ukraine.

    Russische Todesmeldung über Maksim Paschtschenko

    InformNapalm führt den Fall als Beispiel dafür an, wie ein russischer Militärangehöriger, dessen Präsenz in der Ukraine zuvor bestritten worden war, Jahre später unter den dokumentierten Verlusten der russischen Armee auftaucht.

    Digitale Spuren gewinnen mit der Zeit neue Bedeutung

    Die Fälle von Finogin und Paschtschenko zeigen, wie wichtig systematische Dokumentation über längere Zeiträume ist. Angaben, die zwischen 2014 und 2019 zunächst wie einzelne digitale Spuren zu einem Militärangehörigen wirkten, können später mit neuen Informationen verknüpft und Teil einer wesentlich umfassenderen Dokumentationsgrundlage werden.

    Solche Spuren können Fotografien, Geodaten, Angaben zu militärischen Verbänden und Abkommandierungen sowie Profile in sozialen Medien umfassen. Kommen neue Informationen hinzu, lassen sich Zusammenhänge zwischen früheren und späteren militärischen Aktivitäten klären.

    Mit der groß angelegten Invasion 2022 weitete Russland die militärische Aggression gegen die Ukraine, die es seit 2014 führte, erheblich aus. Die Dokumentation von InformNapalm zeigt zugleich, dass in manchen Fällen dieselben Personen in beiden Zeiträumen auftauchen.

    Älteres Material kann daher helfen, die Aktivitäten einzelner Militärangehöriger von der Krim und dem Donbas in der früheren Kriegsphase bis zu ihrer Beteiligung nach Beginn der groß angelegten Invasion nachzuverfolgen.

    Ältere Untersuchungen behalten ihre Bedeutung

    OSINT-Archive ermöglichen es, einzelne Personen über Jahre hinweg zu verfolgen und Informationen miteinander zu verknüpfen, die zum Zeitpunkt ihrer ursprünglichen Veröffentlichung noch isoliert erschienen. Material über russische Militärangehörige auf der Krim und im Donbas lässt sich so mit späteren Angaben zu denselben Personen während der groß angelegten Invasion vergleichen.

    Ältere Untersuchungen von InformNapalm können deshalb auch lange nach ihrer ursprünglichen Veröffentlichung relevant bleiben. Neue Angaben können frühere Informationen bestätigen, weitere Zusammenhänge klären und den Wert der Gesamtdokumentation erhöhen.

    Digitale Dokumentation ermöglicht es, Angaben zur russischen Aggression über längere Zeit zu bewahren und zu ergänzen. Das gilt auch für Informationen über mutmaßliche Kriegsverbrechen und die Beteiligung einzelner Personen an der russischen Aggression gegen die Ukraine.

    Der Artikel wurde von Irakli Komakhidze und Andrij Lisitsyn für die Leserschaft von InformNapalm erstellt.


    Lesen Sie auch: OSINT-Identifizierung russischer Militärangehöriger der 72. selbstständigen motorisierten Schützenbrigade in Richtung Kostjantynivka.

    OSINT-Identifizierung russischer Militärangehöriger der 72. motorisierten Schützenbrigade


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    Tags: DonbasInformNapalmKrimOSINTrussische MilitärangehörigeRusslandUkraine

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