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    Russische Verbindungen in Bulgarien: Alfa-Metals Kontakte zu Veteranen russischer Spezialeinheiten

    on 2026-10-17 | 0 Comment | Aktuell | Gesellschaft
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    Alfa-Metal und russische Verbindungen in Bulgarien

    Im September 2026 sorgte ein Bericht der britischen Zeitung The Telegraph in Bulgarien für Aufsehen. Unter Berufung auf australische Geheimdienstinformationen berichtete die Zeitung, dass Veteranen westlicher Spezialeinheiten russische Staatsangehörige auf dem Trainingsgelände des bulgarischen Unternehmens Alfa-Metal nahe dem Dorf Mezhdeni ausgebildet haben sollen. Unter den Teilnehmern sollen sich auch aktive Angehörige der russischen Streitkräfte befunden haben.

    Die Berichte verstärkten den Verdacht, dass auf dem Gelände russische Staatsangehörige ausgebildet worden sein könnten, möglicherweise auch Personen, die für Sabotageaktionen in Europa vorgesehen waren. Unternehmensregister, ältere Veröffentlichungen und weitere öffentlich zugängliche Unterlagen belegen langjährige Kontakte zu russischen Sicherheitsunternehmen und Veteranen von Spezialeinheiten. Ausreichende Belege dafür, dass auf dem Gelände auch 2025 noch russische Militärangehörige ausgebildet wurden, liegen allerdings nicht vor.

    Hintergrund und Tätigkeit von Alfa-Metal

    Alfa-Metal ist ein bulgarisches Unternehmen, das Sicherheitsdienstleistungen und Spezialausbildungen anbietet. Das Ausbildungszentrum liegt nahe dem Dorf Mezhdeni in der Region Gabrowo, auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflugplatzes. Die Kurse richten sich an Militärangehörige, Polizisten, Sicherheitskräfte und Zivilpersonen.

    Offizielle Website von Alfa-Metal

    Offizielle Website von Alfa-Metal.

    Nach den verfügbaren Unternehmensangaben gehört der bulgarische Betrieb der britischen Gesellschaft ICSTPS ALFA-METAL LTD, die am 28. Mai 2014 registriert wurde. Beide Unternehmen werden von Dimitar Drumchev kontrolliert. Laut der britischen Gesellschaft wurde das internationale Ausbildungsprojekt 2006 von ehemaligen Angehörigen von Spezialeinheiten gegründet. Das Trainingsgelände bei Mezhdeni soll seit 2008 in Betrieb sein.

    In bulgarischen Unternehmensregistern finden sich zwei verschiedene Gesellschaften mit dem Namen Alfa-Metal. An der älteren Gesellschaft mit der Registernummer 107580119 war ein russischer Staatsangehöriger beteiligt. Die derzeit tätige Gesellschaft mit der Registernummer 203174104 wurde 2014 gegründet.

    Lizenzen und Ausbildungsangebot

    Den verfügbaren Unterlagen zufolge besitzt Alfa-Metal eine gültige Lizenz der bulgarischen Nationalen Agentur für Berufsbildung. Sie trägt die Nummer 2014121178 und wurde am 8. Jänner 2015 ausgestellt. Das Unternehmen gibt außerdem an, bei der NATO und den Vereinten Nationen als Lieferant registriert zu sein, über sechs ISO-Zertifizierungen zu verfügen und international anerkannte Ausbildungszertifikate auszustellen. Darüber hinaus wird ein eigenes Zertifikat für die Flugausbildung mit der Kennzeichnung TS 036 angeführt.

    Das Angebot umfasst militärische und polizeiliche Spezialausbildungen, Kleingruppentaktik, die Ausbildung von Personal privater Militärunternehmen sowie den Umgang mit Waffen. Weitere Schwerpunkte sind taktisches Schießen, Scharfschützenausbildung, Fahrsicherheitstraining für Personenschützer, taktische Notfallmedizin, maritime Sicherheit, der Einsatz und die Abwehr von Drohnen sowie operative Planung und nachrichtendienstliche Tätigkeiten. Die Kurse stehen sowohl Fachkräften als auch Zivilpersonen offen. Nach Angaben von Alfa-Metal zählen militärische Verbände, polizeiliche Spezialeinheiten, Grenzschutzbehörden, private Sicherheitsunternehmen und Personal internationaler Einsätze zu den Kunden.

    Das Ausbildungszentrum und seine Ausstattung

    Das Trainingsgelände umfasst rund 300.000 Quadratmeter. Dazu gehören Unterrichtsräume, Übungsflächen, Schießstände, eine eigene Anlage für den Kampf in bebautem Gebiet, ein Hotel, Fahrzeuge, Waffen und weitere Spezialausrüstung. Ein rund 17.000 Quadratmeter großer Schießplatz im Freien ermöglicht es, mehrere Gruppen gleichzeitig auszubilden.

    Zum Gelände gehört außerdem der private Flugplatz LBAM Alfa-Metal mit einer Start- und Landebahn. Das Unternehmen gibt an, eigene Flugzeuge zu besitzen und Ausbildungen im Flugbetrieb sowie im Umgang mit Drohnensystemen anzubieten.

    Privatflugplatz LBAM von Alfa-Metal nahe Mezhdeni in Bulgarien

    Privatflugplatz LBAM Alfa-Metal.

    Auf dem Gelände befinden sich Hotelzimmer, kasernenartige Unterkünfte und weitere Einrichtungen für mehrtägige Lehrgänge in unmittelbarer Nähe der Übungsflächen. Die Anlage wird auch für Filmaufnahmen, Veranstaltungen und Spezialausbildungen vermietet.

    Trotz dieser umfangreichen Infrastruktur beschäftigte der bulgarische Betrieb in der Vergangenheit offiziell nur etwa fünf bis neun Personen. Den verfügbaren Wirtschaftsdaten zufolge lag der Umsatz 2018 bei 384.000 bulgarischen Lewa und 2019 bei 285.000 Lewa. Für 2020 wurden 41.000 Lewa ausgewiesen, für 2021 lediglich 79.000 Lewa.

    Dass das Unternehmen trotz seines breiten Kursangebots nur wenige Beschäftigte hat, könnte damit zusammenhängen, dass Alfa-Metal externe Ausbildner, verbundene Unternehmen oder andere Auftragnehmer einsetzt. Die öffentlich zugänglichen Wirtschaftsdaten sind allerdings unvollständig. Weder der aktuelle Umsatz noch die Finanzierung der umfangreichen Infrastruktur lassen sich daraus zuverlässig ermitteln.

    Berichte über die Ausbildung russischer Militärangehöriger

    Im September 2026 berichtete The Telegraph, dass Veteranen westlicher Spezialeinheiten möglicherweise russische Staatsangehörige in privaten Ausbildungszentren in Europa geschult hatten. Unter den Teilnehmern sollen sich auch aktive Angehörige der russischen Streitkräfte befunden haben. Als eines der betroffenen Ausbildungszentren wurde Alfa-Metals Anlage nahe Mezhdeni in Bulgarien genannt.

    Grundlage des Berichts war eine durchgesickerte Geheimdiensteinschätzung, die für einen australischen Nachrichtendienst und den Geheimdienstverbund Five Eyes erstellt worden war. Diesem Verbund gehören die USA, Großbritannien, Australien, Kanada und Neuseeland an. Laut der Berichterstattung kam die Einschätzung mit hoher Sicherheit zu dem Ergebnis, dass westliche Veteranen für die Ausbildung russischer Zivilpersonen und aktiver Militärangehöriger engagiert worden waren. Befragte Veteranen berichteten außerdem, Mitarbeiter des Trainingszentrums hätten ihnen erzählt, dass dort noch 2025 russische Staatsangehörige ausgebildet worden seien.

    Alfa-Metal weist die Vorwürfe zurück

    Alfa-Metal hat die zentralen Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Das Unternehmen erklärt, seit Beginn der Coronapandemie im Jahr 2020 weder russische Staatsangehörige noch russische Organisationen ausgebildet zu haben. Alfa-Metal bestreitet zudem, jemals russische Militärangehörige für den Krieg gegen die Ukraine geschult oder ehemalige Angehörige des britischen SAS für die Ausbildung russischer Teilnehmer engagiert zu haben.

    The Telegraph wies ausdrücklich darauf hin, dass die Zeitung die Behauptungen aus der durchgesickerten Geheimdiensteinschätzung nicht unabhängig bestätigen konnte. Die früheren Kontakte von Alfa-Metal zu russischen Akteuren lassen sich hingegen anhand öffentlich zugänglicher Unterlagen nachvollziehen. Diese Verbindungen beweisen jedoch nicht, dass 2025 russische Militärangehörige auf dem Gelände ausgebildet wurden.

    Alfa-Metals dokumentierte Verbindungen nach Russland

    Das bulgarische Unternehmen Alfa-Metal war über Jahre mit dem russischen Sicherheitsunternehmen Alfa-Region verbunden. Die russische Gesellschaft OOO Alfa-Region, mit dem vollständigen Namen ООО „Охранная организация Альфа-Регион“, ist ein privates Bewachungsunternehmen mit Sitz in St. Petersburg. Nach eigenen Angaben entstand das Unternehmen im Umfeld der nordwestlichen Regionalabteilung einer Veteranenorganisation der russischen Antiterroreinheit Alfa. Seit dem 15. Oktober 2013 ist die Gesellschaft im privaten Sicherheitsgewerbe tätig.

    Alfa-Region wird als Kleinstunternehmen eingestuft. In einem öffentlichen Unternehmensprofil sind zwei Beschäftigte verzeichnet. Dabei handelt es sich ausschließlich um die offiziell gemeldeten Mitarbeiter. Dass das Unternehmen darüber hinaus Sicherheitskräfte, Ausbildner oder andere externe Auftragnehmer beschäftigt, ist damit nicht ausgeschlossen.

    Unternehmensbeschreibung des russischen Bewachungsunternehmens Alfa-Region

    Unternehmensbeschreibung des russischen Sicherheitsunternehmens Alfa-Region.

    Seit der Registrierung steht Andrej Borissowitsch Schtscheglow an der Spitze des Unternehmens. Die Gesellschaft gehört zu 51 Prozent Viktor Wladimirowitsch Bespalow und zu 49 Prozent Alexej Alexandrowitsch Lupanow. Lupanow kam am 23. Mai 2025 als Gesellschafter hinzu.

    Alfa-Region und die Verbindungen zum FSB

    Alfa-Region gibt an, innerhalb der nordwestlichen Regionalabteilung der Internationalen Veteranenorganisation der Antiterroreinheit Alfa gegründet worden zu sein. Die Verbindung zur Veteranenorganisation reicht laut eigenen Angaben bis 2002 zurück. Das Unternehmen erklärt außerdem, Sicherheits- und Bewachungsaufträge im Rahmen der Tätigkeit dieser Regionalabteilung auszuführen.

    Die nordwestliche Regionalabteilung der Veteranenorganisation ist in St. Petersburg tätig. Sie unterstützt Veteranen bei der sozialen und beruflichen Wiedereingliederung und engagiert sich in der militärpatriotischen Erziehung sowie im Sport. Öffentlich gibt die Organisation auch an, die Abteilung A des Zentrums für Spezialoperationen des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB zu unterstützen. Die Führung von Alfa-Region wird als Gruppe ehemaliger Mitarbeiter des FSB, des russischen Innenministeriums und des Verteidigungsministeriums vorgestellt.

    Auf einer englischsprachigen Website bezeichnete Alfa-Region das bulgarische Ausbildungszentrum Alfa-Metal als internationales Projekt, das 2006 von Veteranen bulgarischer und russischer Spezialeinheiten gegründet worden sei. Das russische Unternehmen stellte Alfa-Metal zudem als Teil seiner internationalen Geschäftstätigkeit dar.

    Beschreibung der internationalen Geschäftstätigkeit von Alfa-Region und Alfa-Metal

    Beschreibung der internationalen Geschäftstätigkeit von Alfa-Region.

    In der Bildergalerie von Alfa-Region fanden sich Aufnahmen von Alfa-Metals Übungsgelände in Bulgarien. Den verfügbaren Unterlagen zufolge wurden sie im April 2018 veröffentlicht. Zu dieser Zeit arbeiteten die russischen und bulgarischen Unternehmen aktiv zusammen.

    Übungsgelände von Alfa-Metal in Bulgarien, veröffentlicht von der russischen Firma Alfa-Region

    Übungsgelände von Alfa-Metal in Bulgarien.

    Trainingsanlage von Alfa-Metal

    Trainingsgelände von Alfa-Metal in Bulgarien.

    Russische Beteiligung an der früheren Gesellschaft Alfa-Metal

    Die ältere bulgarische Gesellschaft firmierte unter dem Namen Internationales Zentrum für Spezialausbildung im Bewachungs- und Sicherheitswesen Alfa-Metal und war unter der Nummer 107580119 registriert. Nach den verfügbaren Unternehmensprofilen reichen ihre Anfänge bis in die 2000er-Jahre zurück. Das genaue ursprüngliche Registrierungsdatum lässt sich jedoch erst anhand eines amtlichen historischen Firmenregisterauszugs feststellen. Das eingetragene Stammkapital betrug 5.000 bulgarische Lewa.

    Registerdaten der früheren bulgarischen Gesellschaft Alfa-Metal mit der Registernummer 107580119

    Registerdaten der früheren bulgarischen Gesellschaft Alfa-Metal.

    Die Anteile waren zu gleichen Teilen auf Dimitar Stefanow Drumchev und Wladimir Alexejewitsch Schewjakow verteilt. Beide hielten jeweils 50 Prozent, entsprechend einem Kapitalanteil von 2.500 Lewa.

    Eigentumsverhältnisse der früheren Gesellschaft Alfa-Metal

    Gesellschafterverzeichnis von Alfa-Metal.

    Wladimir Schewjakow ist russischer Staatsangehöriger und besaß damit die Hälfte der älteren Gesellschaft. Die russische Beteiligung bestand zu einer Zeit, als das bulgarische Ausbildungszentrum mit russischen Ausbildnern und Organisationen zusammenarbeitete. Bei einer Überprüfung im Oktober 2026 führte das öffentlich zugängliche Unternehmensportal Papagal Schewjakow weiterhin als Eigentümer von 50 Prozent der Gesellschaft mit der Registernummer 107580119.

    In einem Interview mit dem Bulgarischen Nationalfernsehen vom 11. September 2026 erklärte dagegen ein Vertreter von Alfa-Metal, die ältere Gesellschaft mit dem russischen Gesellschafter habe ihre Tätigkeit bereits 2014 eingestellt und sei längst aufgelöst worden. Die Angaben stehen somit im Widerspruch zueinander. Klären lässt sich dieser Widerspruch nur anhand eines amtlichen historischen Auszugs aus dem bulgarischen Handelsregister. Dass Schewjakow weiterhin in einem öffentlichen Register aufscheint, beweist jedenfalls nicht, dass er die heutige Trainingsanlage kontrolliert.

    Auch ein Bericht des bulgarischen Nachrichtenportals DarikNews vom 9. Juli 2010 belegt Schewjakows frühere Verbindung zum Ausbildungszentrum. Darin wurde ein Lehrgang auf dem Übungsgelände von Alfa-Metal nahe Gabrowo angekündigt. Wladimir Schewjakow und Sergej Welmesew wurden als eingeladene Ausbildner des russischen Unternehmens Alfa-Prestige vorgestellt. Der Bericht bestätigt, dass eine solche Zusammenarbeit geplant war. Ob sie nach 2020 fortgesetzt wurde, lässt sich daraus nicht ableiten.

    Dimitar Drumchev spielt im bulgarischen Unternehmensnetzwerk eine zentrale Rolle. Öffentlichen Registern zufolge ist er als Eigentümer, Gesellschafter, Geschäftsführer oder wirtschaftlicher Eigentümer mit mindestens neun Unternehmen verbunden.

    Die derzeit tätige Ausbildungsgesellschaft

    2014 wurde eine neue Gesellschaft mit dem bulgarischen Namen „Международни центрове за специална подготовка по охрана и сигурност Алфа-Метал“ ЕООД und der Registernummer 203174104 gegründet. Nach öffentlich zugänglichen Wirtschaftsdaten beschäftigte sie 2021 fünf Personen und erzielte einen Umsatz von 79.000 Lewa.

    Diese Gesellschaft wird auch in bulgarischen Gerichtsunterlagen als tatsächlicher Anbieter von Berufsausbildungen genannt. In einem Verwaltungsverfahren ist von der vertraglich vereinbarten Ausbildung von 28 Personen und der anschließenden Rechnungslegung die Rede. Damit lässt sich jene juristische Person identifizieren, die die untersuchte Ausbildungstätigkeit ausübt und im Zusammenhang mit den Vorwürfen über die Ausbildung russischer Staatsangehöriger genannt wird. Die Nationalität der 28 Teilnehmer geht aus den Unterlagen allerdings nicht hervor.

    Das internationale Unternehmensnetzwerk von Alfa-Metal

    Zum internationalen Netzwerk von Alfa-Metal gehören auch mehrere britische Gesellschaften. ALFA METAL (UK) LIMITED mit der Registernummer 06671978 wurde am 13. August 2008 gegründet. Der eingetragene Firmensitz befand sich in der 41 Mills Terrace in Chatham, Kent. Am 23. März 2010 wurde die Gesellschaft aufgelöst. Ein weiteres früheres Unternehmen war ALPHA-PRESTIGE INTERNATIONAL GROUP LTD mit der Registernummer 06674008. Auch diese Gesellschaft stand mit den internationalen Projekten von Dimitar Drumchev in Verbindung.

    Britische Gesellschaften und Eigentumsverhältnisse

    Die heutige britische Geschäftstätigkeit läuft über ICSTPS ALFA-METAL LTD mit der Registernummer 09060428. Die Gesellschaft wurde am 28. Mai 2014 in Woking registriert. Als Tätigkeitsbereiche sind die Wartung von Sicherheitssystemen und sonstige Bildungsangebote eingetragen. Dimitar Drumchev ist als Director registriert und wird zugleich als einzige aktive Person mit maßgeblicher Kontrolle geführt. Die Funktion des Company Secretary übernimmt laut Register die ältere bulgarische Alfa-Metal-Gesellschaft mit der Registernummer 107580119.

    Das Netzwerk umfasst somit das russische Unternehmen Alfa-Region und dessen frühere Zusammenarbeit mit Alfa-Metal, die ältere bulgarische Gesellschaft mit Drumchev und Schewjakow als Gesellschaftern, die britische ICSTPS ALFA-METAL LTD sowie die derzeit tätige Gesellschaft mit der Registernummer 203174104.

    Verbundene Unternehmen in Bulgarien

    Über Dimitar Drumchev ist Alfa-Metal Teil eines größeren Unternehmensnetzwerks, das in den Bereichen Sicherheit, Tourismus, Sport, Luftfahrt und Beratung tätig ist. Auf der Website von Alfa-Metal werden unter anderem Metal SOD, Metal Tour Agency, Sport Club Alfa-Metal, Mountain Sky View Hotel und Sky Solution Pilot School genannt.

    Die Metal Security Group mit der Registernummer 107580101 ist im Sicherheitsgewerbe tätig und mit Dimitar Drumchev sowie Stelyana Drumcheva verbunden. Sie deckt den gewerblichen Bewachungsbereich der Unternehmen rund um das Ausbildungszentrum ab. Metal Tour mit der Registernummer 107596162 ist im Tourismus- und Immobilienbereich tätig. Über diese Gesellschaft können Unterkünfte, Transporte und weitere Dienstleistungen für internationale Kursteilnehmer organisiert werden.

    Der Sport Club Alfa-Metal mit der Registernummer 107579191 ist mit Dimitar Drumchev und Denislav Radoslavov verbunden. Seine Tätigkeit ergänzt das körperliche Training und die Sportausbildungen des Zentrums. Sky Solution mit der Registernummer 205806061 ist wiederum mit der Flugausbildung und der Nutzung des Flugplatzes verbunden. Alfa-Metal bewirbt einen eigenen Privatflugplatz, den Zugang zu Flugzeugen sowie Ausbildungsprogramme für den Flugbetrieb und unbemannte Luftfahrzeuge.

    Global Ex-Forces mit der Registernummer 202978740 war unter anderem mit Dimitar Drumchev, Rostislav Kostik, Wladimir Teslja und Jurij Dedovets verbunden. Die Gesellschaft war im Sicherheitsbereich und im Umfeld privater militärischer Aufträge tätig. Innerhalb des Netzwerks bewegte sich Global Ex-Forces damit an der Schnittstelle zwischen Ausbildung, Bewachung und internationalen Sicherheitsdienstleistungen.

    InformNapalm hat außerdem das amtliche Register des bulgarischen Innenministeriums über ungültige Lizenzen in der Fassung vom 26. Mai 2026 geprüft. Darin ist Global Ex-Forces mit der Lizenznummer 2736, ausgestellt am 1. September 2014, und dem Status „Отнет“ verzeichnet. Das bedeutet „entzogen“. Der Registereintrag bestätigt somit, dass dem Unternehmen die Genehmigung für private Sicherheitsdienstleistungen entzogen wurde. Wann und aus welchem Grund das geschah, geht daraus nicht hervor.

    Diese Unternehmen gehören nicht zur Eigentümerstruktur des russischen Unternehmens Alfa-Region. Die Verbindungen bestehen vielmehr über Dimitar Drumchev, Alfa-Metal, die gemeinsam genutzte Ausbildungsinfrastruktur und die russisch-bulgarische Zusammenarbeit, die vor 2020 entstanden war.

    Internationale Kunden und russische Auftraggeber

    ICSTPS ALFA-METAL beschreibt ein internationales Partnernetzwerk mit Aktivitäten in Europa, auf dem Balkan, in der Türkei, der Ukraine, Russland, Israel, Afrika, den USA und im Fernen Osten. Das Unternehmen bot externen Organisationen Ausbildungen, Personenschutz sowie die Vermietung von Übungsflächen und Ausrüstung an. Zu den Kunden zählen laut eigenen Angaben Coca-Cola, G4S und Gazprom.

    Auf der Website von Alfa-Metal wurden auch das russische Unternehmen Gazprom Zarubezhneftegaz, Orienbank OJSC und weitere Firmenkunden genannt. Diese Angaben ergänzen die bereits dokumentierten Verbindungen über Schewjakow, Alfa-Region und den russischsprachigen Markt für Sicherheitsausbildungen.

    Offen bleibt, welcher Gesellschaft das Trainingsgelände gehört, welche Unternehmen die Ausbildungsverträge abschließen und wie die Einnahmen innerhalb des Netzwerks aufgeteilt werden. Dass mehrere verbundene Gesellschaften beteiligt sind, ist für sich genommen kein Hinweis darauf, dass die Unternehmensstruktur zur Verschleierung rechtswidriger Aktivitäten oder zur Umgehung von Sanktionen dient.

    Dokumentierte Verbindungen, aber weiterhin offene Fragen

    Alfa-Metal und verbundene Unternehmen waren über Jahre auf dem russischsprachigen Markt für Sicherheitsausbildungen tätig. Der russische Staatsangehörige Wladimir Schewjakow gehörte zu den ursprünglichen Gesellschaftern des bulgarischen Unternehmens. Öffentlich zugängliche Unterlagen belegen zudem frühere Kontakte zu Alfa-Region. Auf der englischsprachigen Website des russischen Unternehmens wurde Alfa-Metal als internationales Projekt bezeichnet, das 2006 von Veteranen bulgarischer und russischer Spezialeinheiten gegründet worden sei.

    Alfa-Region gibt an, aus dem Umfeld der Veteranenorganisation der Antiterroreinheit Alfa hervorgegangen zu sein. Diese Organisation unterstützt nach eigenen Angaben auch die aktive FSB-Spezialeinheit A. Die Führung des Unternehmens wird als Gruppe ehemaliger Angehöriger russischer Sicherheitsbehörden und Verteidigungsorganisationen vorgestellt. Sowohl Alfa-Metal als auch die britische ICSTPS ALFA-METAL LTD haben zudem russische Unternehmen als Kunden genannt, darunter Gesellschaften des Gazprom-Konzerns.

    Offene Fragen zur Finanzierung

    Mehrere Punkte sind weiterhin ungeklärt. Die Zahl der offiziell gemeldeten Beschäftigten war im Verhältnis zur umfangreichen Infrastruktur des Ausbildungszentrums gering. Für 2020 und 2021 wurden lediglich 41.000 beziehungsweise 79.000 Lewa Umsatz ausgewiesen. Außerdem wurde 2014 eine neue Gesellschaft gegründet, während rund um Dimitar Drumchev ein weitverzweigtes Netzwerk verbundener Unternehmen besteht. In Gerichtsunterlagen ist darüber hinaus von der Ausbildung von 28 Personen die Rede, deren Staatsangehörigkeit nicht genannt wird.

    Offen bleibt, wie die Tätigkeit finanziert wird, wie das Unternehmen organisiert ist und wer tatsächlich zu seinen Kunden zählt. Ein Nachweis dafür, dass auf dem Gelände russische Saboteure ausgebildet wurden, ergibt sich aus den vorliegenden Angaben nicht.

    Kontakte nach 2020 und die Rolle der Behörden

    Alfa-Metal erklärt, die Zusammenarbeit mit russischen Akteuren nach 2020 eingestellt zu haben. Ob die Unternehmen oder ihnen nahestehende Personen danach weiterhin geschäftliche oder berufliche Kontakte unterhielten, ist bislang unklar. Aufschluss darüber könnten datierte Unterlagen, Ausbildungsverträge und Angaben zu den Kursteilnehmern geben. Die bisher vorliegenden Informationen belegen die früheren Verbindungen, nicht aber eine Fortsetzung der Zusammenarbeit in den Jahren 2025 oder 2026.

    Nach den Berichten über eine mögliche Ausbildung russischer Militärangehöriger stellt sich die Frage, ob bulgarische Behörden die Tätigkeit des Ausbildungszentrums bereits überprüft haben und zu welchen Ergebnissen sie dabei gekommen sind. Dabei wären auch die Kontakte zu russischen Ausbildnern und verbundenen Unternehmen von Bedeutung.

    Die Recherchen fallen in eine Zeit, in der Berichte auf verstärkte russische Agententätigkeit in Europa hinweisen. In Bulgarien kam es außerdem im August und September zu Explosionen in Anlagen des privaten Rüstungsunternehmens EMCO, das dem Geschäftsmann Emilian Gebrev gehört. EMCO ist ein bedeutender Hersteller und Lieferant von Munition für die Ukraine.

    InformNapalm untersucht die russischen Verbindungen von Alfa-Metal weiter. Vor allem gilt es zu klären, wann die dokumentierte Zusammenarbeit endete und ob die Kontakte nach 2020 fortbestanden. Diese Informationen könnten auch für die bulgarischen Sicherheitsbehörden und die internationalen Partner des Landes von Interesse sein.

    Der Beitrag wurde von Todor Angelov für InformNapalm zusammengestellt.


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