
von Sevil Musaeva-Borovik, Pavel Sheremet, Ukrajinska Prawda vom 01. Juli 2015
Kiew ist um noch einen berühmten russischen Journalisten reicher geworden. Ayder Muschdabajew – ein Russe mütterlicherseits, väterlicherseits ein Krimtatare, geboren in Tambow, die letzten 20 Jahre verbrachte er in Moskau. Er war bei der beliebten Zeitung „Moskowski Komsomolez“ tätig, verantwortlich für die Meinungs- und Kommentarspalte.
Vor Kurzem schmiss Ayder alles in der russischen Hauptstadt hin und gewöhnt sich nun in Kiew ein. In Moskau wurde seine Ausreise von vielen als Zeichen des Unheils und als eine weitere gefallene Festung der Meinungsfreiheit in Russland gesehen. Seine kreativen Pläne offenbart Ayder vorerst nicht, das ist jedoch eine anspruchsvolle Mission – er wird sich mit dem Ausbau der krimtatarischen Medien in der Ukraine beschäftigen.
– Ayder, was hat Sie nach Kiew verschlagen?
– Ich habe meinen Job beim „Moskowski Komsomolez“ aufgegeben. Ich entschied mich, bei der Zeitung, bei der ich seit zwanzig Jahren gearbeitet habe, zu kündigen. Wenn ein Mensch etwas Wichtiges verliert, sollte er dorthin fahren, wo es für ihn leichter sein wird. Dabei spreche ich gar nicht von der Arbeit. Ich bin einfach etwas ausgelaugt von der russischen Atmosphäre und habe beschlossen, ein wenig Luft am Meer zu schöpfen. Ich meine nicht das physische Meer, sondern die Luft einer freieren Atmosphäre.
– Und was hat Sie am meisten in Ihrem Leben und bei Ihrer Arbeit in Moskau belastet?
– Am meisten drückten mich die Menschen nieder. Nicht wie Bauern von Adligen unterdrückt wurden, sondern unterdrückt in dem Sinne, dass sie mich enttäuschen. Ich bin hierher gekommen, um mich von einigen Menschen zu erholen, die mich in diesen Jahren umgaben..
– Aber hier gibt es doch die Zhido-Banderowzy, ukrainische Nationalisten…
– Aber sogar so seid ihr für mich weniger furchterregend, da es schrecklich zu beobachten ist, wie sich die Menschen plötzlich ändern. Ich denke, Sie kennen Filme über Werwölfe: der Augenblick, in dem dem Menschen die Zähne wachsen, die Augen blutig unterlaufen… Später gewöhnt man sich wahrscheinlich daran.
Dies war jedoch gerade in Hinsicht auf die zwischenmenschlichen Beziehungen ein Wendejahr für Russland, denn alles andere ist zweitrangig. Das zu beobachten war sehr schmerzhaft. Es war sehr schwer, die Kollegen und das, was mit ihnen mit der plötzlichen Erlangung der Krim und der Russischen Welt geschieht, mitanzusehen. Meine Kollegen schrieben in den sozialen Netzwerken pathetische Dinge darüber, dass ich offenbar im Mittelpunkt stehe, dass ich ein Nationalverräter sei, mit dem sie all die Jahre gelebt haben…
– Und gearbeitet…
– Ja, und gearbeitet mit diesem Drecksschwein.
– Wann fingen diese Veränderungen an?
– Während des Maidan. Apropos, die Krim – das war schon die Explosion. Die Lunte brannte schon eher. Ich verspürte diese negative Haltung von vielen Menschen, die mich umgaben bereits im Bezug auf den Maidan. Offenbar verärgerte es sie nämlich, dass bei den Ukrainern etwas zu klappen schien.
– Aber der russischen Propaganda nach ist doch den Ukrainern nichts Gutes gelungen, angeblich nichts, um was man sie beneiden sollte? Den russischen Medien nach klappt hier überhaupt nichts, außer der Zerfall.
– Den Ukrainern gelingt es, keine Masse zu werden, ungehorsame Menschen zu sein. Ich glaube, jeder ruhige Junge beneidet die Rowdys, die sich mehr erlauben können, als einfach nur in Reih und Glied in die Kantine zu laufen. Ich möchte nicht im Entferntesten die Ehre und die Würde der Russen verletzen, mir scheint aber, dass bei vielem hier der Inbegriff der eigenen Machtlosigkeit im Spiel ist. Ich will keine Beispiele aus dem routinemäßigen Sexualleben anführen, eine Art Impotenz ist jedoch sicherlich in all dem zu erkennen.
– Ayder, aber Sie haben nicht bei der „Novaya Gaseta“ sondern beim „Moskowski Komsomolez“ gearbeitet. Das ist eine ziemlich konservative Zeitung, die häufig der Regierung zuspielt und sicher nicht auf den Westen und die USA orientiert ist. Eine recht nationalistische, wenn auch gemäßigte. Warum ist es Ihnen in dieser Zeitung auf einmal eng und unerträglich geworden?
– Mir fällt es schwer, derartige Charakteristika aufzustellen, da man es aus der Nähe anders sieht. Ich vertraue auf Ihren Eindruck. Ich hab es anders wahrgenommen. Es schien mir ganz im Gegenteil, dass es eine liberale Zeitung hinsichtlich allem anderen war, was wir all diese Jahre beobachtet haben. Dort tauchten allerhand Meinungen auf. „MK“ – das ist so eine Art Vinegret (osteuropäischer Salat aus gekochtem Gemüse), wo alles hineingemischt ist. Dort gab es allerdings Menschen, die direkt frontal zueinander entgegengesetzte Meinungen publizierten.
Doch im letzten Jahr, und das ist nicht einmal die Schuld der Gründer, das ist in meinen Augen nicht einmal die Schuld der Regierenden, da sie in dieser gesamten Atmosphäre präsent ist, aber im konkreten vorliegenden Fall denke ich, dass sich die Menschen freiwillig auf die Schienen des Patriotismus und der Geistigkeit gestellt haben. Und ich glaube, dass viele von ihnen mit einer Flagge in der Hand der Dampflok weit voraus rennen und versuchen, größere Patrioten zu sein, als sogar die Personen an der Macht.
– Hast du eine Erklärung dafür, warum das geschieht?
– Weiß Gott! Ich habe, um ehrlich zu sein, darüber bereits nachgedacht. Ich sehe nämlich sogar Menschen um mich herum, die scheinbar keinerlei Boni von dieser Regierung haben. Es wäre nicht schwer, sich Menschen vorzustellen, die irgendwelche Geldmittel erhalten und grob gesprochen, den Kreml bedienen und als Trolle, als sonst jemand, als Meinungsbildner arbeiten. Ja, das ist zynisch, niederträchtig, aber das ist verständlich.
Mich überraschten und schockierten jedoch mehr die anderen Menschen, die offensichtlich nichts dafür erhalten. Und bei denen angenommen die Gehälter sinken, die unter den Abbau von Arbeitsplätzen fallen, und trotz allem „KrimUnser“ schreien. Hier endet die Logik und es beginnen die flammenden Augen. Die flammenden Augen machten mir immer Angst. Ehrlich gesagt, ist es etwas unheimlich. Und zumal das alles, ich sage es noch einmal, wie in den Filmen war, sehr rapide: wenn du einen normalen Menschen vor dir hast und dann wird er ungewöhnlich.
– Was ist der Auslöser für die Menschen, die normal waren und auf einmal ungewöhnlich werden?
– Vielleicht ist es eine rein menschliche Eigenschaft, wie eine Art persönlichen Komfort zu empfinden. Wir sitzen hier und auf einmal fangen alle um uns herum an zu hüpfen, schreien und auf den Straßen Lieder zu singen, und wir werden still dasitzen und schweigen. Vielleicht werden wir uns plötzlich auch unwohl in unserer Haut fühlen und fangen nach einer Weile an zu hüpfen und zu schreien, um uns nicht von der Mehrheit abzuheben.
Dennoch, um anders zu sein, muss man die Kraft haben sich aufzulehnen. Die Mehrheit, glaube ich, besitzt diese Kraft nicht. Und überhaupt herrscht in Russland dieses fatale Denken „Es mag gehen wie es wolle!“, eine Art ausgedehntes „auf gut Glück“. Und die Menschen sind im Grunde genommen nicht bereit, dagegen anzukämpfen.
Und wenn man das nicht bekämpft, dann ist das Einfachste, sich damit abzufinden, sich in die Masse zu integrieren und mehr oder weniger ruhig zu leben. Obwohl sie alle keine fröhlichen Patrioten sind. Das sind betrübte Patrioten. Weil alle meine Bekannten begreifen, was geschieht, das sind keine von der Propaganda betäubte Menschen.
– Haben Sie viele Freunde verloren?
– Ja, viele Kollegen, Freunde. Es gibt einen Menschen, mit dem ich 20 Jahre in Kontakt stand. Dann begann er Film-Sujets über den Maidan zu drehen. Ich sah zufällig einen, sah mir fünf Minuten an, schaltete es aus und wir setzten uns telefonisch nie wieder in Verbindung.
– Wenn Russlands Aggression nicht von der Krim aus begonnen hätte, sondern beispielsweise vom Donbass aus, hätte es Sie denn genauso beeinflusst, wäre Ihre Kariere genauso zu Ende gegangen wie jetzt?
– Meine Karriere ist nicht direkt mit den Staatsorganen verbunden, sondern mit meiner persönlichen Empfindung. Ich hatte keine Lust, mich weiter im Kreis solch eines erhitzten Patriotismus aufzuhalten. Ich will einfach nicht und fertig. Für sie ist es komfortabel und für mich nicht.
Und was die Krim und den Donbass angeht, ist die Krim mir natürlich durch meine Abstammung näher. Die Situation im Donbass ist jedoch nicht weniger ekelerregend, und mir scheint sogar, dass sie noch ekelhafter ist. Wenn man das Schicksal der Krimtataren außen vor lässt, was mir selbstverständlich schwer fällt, dann bringen im Donbass genau genommen die Russen Russen um.
Im Großen und Ganzen, gleich werden mich alle in der Ukraine beschuldigen, dass ich Putins Worte über „ein Volk“ wiederhole, aber entschuldigen Sie mich, in den Funksprüchen ertönt ein und die selbe Sprache, beiderseits der Front. Im Grunde genommen, wenn auch nicht ein Volk, jedoch ein stark verflochtenes: dort Halbukrainer, hier Halbrussen, Mütter, Väter, Schwestern, Brüder. Es hat doch keinen ethnischen Bruch gegeben. Die Menschen wurden aufgehetzt, wie Hunde auf irgendein Ziel scharf gemacht werden. Ein Hund hat doch nichts gegen irgendeinen Hund, und aus den Menschen hat man Hunde gemacht.
Aber in Russland hat das nicht erst jetzt begonnen. Ich befürchte, dass die Ukrainer auch nicht das letzte Ziel bleiben werden, jedoch aber das zynischste. Vorher wurden ebenso berauschend Tschetschenen gehasst, wie danach die Georgier, und diese gesamte Zeit über hasste man die Usbeken und die Tadschiken, welche allgemein völlig unschuldig sind, doch an ihnen wurde der Hass ausgelassen.
Haben sie mal gesehen, wie Hunde auf Bären gedrillt werden? Es wird ein Bärenjunges freigelassen und der Hund muss sich daran gewöhnen, dass es eine Beute, ein Feind usw. ist und sich dementsprechend verhalten. Denn im friedlichen Leben verhält sich kein Hund so, nichtmal ein Jagdhund, er muss gedrillt werden.
So wurden die Menschen in Russland gedrillt. Dieses Hass-Training dauerte recht lang, etwa zehn Jahre. Die Gesellschaft war bereits für ein größeres Ziel bereit. Es liegt mir fern zu denken, dass im Kreml irgendwelche Hellseher und Strategen sitzen, es hat sich einfach so ergeben, dass die Ukraine zur Zielscheibe wurde, aber die Gesellschaft war ganz sicher bereit für den nächsten Feind.
Momentan, denke ich, wird die Kraft des Hasses von den Ukrainern nach innen umgelenkt. Sprich, nachdem diese Welle des Hasses auf eine relativ starke Widerstandsmauer des Westens und der Ukraine stieß, wird sie nach Russland zurückkehren.
Und dort wird man sich nicht weniger berauscht auf die Suche nach Feinden machen, dann wahrscheinlich schon unabhängig von der Nationalität. Ich denke, zunächst werden es die Juden abbekommen, und die Krimtataren aus naheliegenden Gründen. Und dann wird auch die Nationalität keine Rolle mehr spielen, sondern einfach das „du bist nicht unser, nicht mit uns, folglich bist du ein Feind“.
So wie es mit der Verbraucherzentrale geschehen ist – auf diese Weise wurde ein Feind erschaffen. Einfach ein vernünftiger Gedanke: „Entschuldigen Sie, seien sich vorsichtig beim Überqueren der Fahrbahn“. Der Ratschlag handelt davon, dass Sie vorsichtig beim Reisen auf die Krim sein sollen und dort keine Immobilien kaufen. Das ist eine normale Benachrichtigung. Der Ratschlag wurde als Feigheit aufgefasst, wie ein Aufruf zur Fahnenflucht. So hoch ist bereits der Grad der Idiotie.
– Ihre Mutter ist eine Russin aus Tambow, Ihr Vater ein in Usbekistan im Exil geborener Krimtatare. Wie kommt es, dass ausgerechnet der krimtatarische Teil ihrer Seele aufbegehrte und sie sich nicht beispielsweise auf die Seite der Russischen Welt gestellt und die Krim-Annexion begrüßt haben?
– Ich glaube, dass die „Russische Welt“ das ist, was für mich so oder so in Anführungszeichen gehört. Weil ich mir meinen russischen Großvater oder Urgroßvater nicht in dieser „Russischen Welt“ vorstellen kann. Ich kann es einfach nicht. Offenbar ist es doch keine „Russische Welt“, das ist irgendeine sowjetische Welt. Aus meiner Sicht ist es natürlich ihre Bezeichnung, aber ich habe einen weniger romantischeren Namen dafür – „Sowjet„. Und hier ist alles ziemlich simpel.
Die „Russische Welt“ handelt nicht von der ethnischen Herkunft, unter ihnen sind Menschen verschiedener Nationalitäten, sie sind zu einer schreienden, missgünstigen, unproduktiven, ziemlich boshaften und prinzipienlosen Gesellschaft herangewachsen.
Meiner Ansicht nach einzigartig auf der Welt, da man sich schwer eine Gesellschaft vorstellen könnte, die freier von Prinzipien ist, als die russische und keine hemmungslosere und unmoralischere Welt, als diese von allen vernünftigen Menschen in Anführungszeichen gesetzte „Russische Welt“.
Wir sehen, dass keinerlei Prinzipien gelten, das Wort nichts gilt, „wir handeln zu unserem in unserem Verständnis Vorteil, wir pfeifen auf Gesetze, wir pfeifen auf alles, so wie wir es brauchen, so werden wir es auch machen“. Solch ein primitives Niveau.
– Als es zur Krim-Annexion kam, haben Sie sich aktiv auf die Seite der Krimtataren gestellt und viele Ihrer Publikationen waren einschneidend. Haben Sie denn häufig skeptische Kommentare von Ihren Moskauer Freunden zu hören bekommen: „Es ist doch egal, Ayder, du bist ein Krimtatar, hier hat sich der krimtatarische Teil in dir durchgesetzt. Gut, die Krim war ein Teil der Ukraine, aber die Ukrainer bejubelten die Krimtataren nicht besonders, öffneten ihnen keine Türen. Jetzt wird die Krim ein Teil Russlands sein. Dahingegen hat doch Putin versprochen, dass für die Krimtataren Zugeständnisse gemacht werden“. Warum haben Sie nicht auf ihre russischen Freunde gehört, was echauffiert Sie bei diesen Aussagen?
– Man kann sie nicht als russische Freunde bezeichnen, lassen Sie uns das doch in Anführungszeichen setzen… Ich habe Freunde unterschiedlicher Nationalitäten und es ist sinnlos ihre Volkszugehörigkeit zu erörtern.
– Einverstanden. Russen.
– Ja, die Russen, der Großteil derer Putin-Anhänger sind, sagen, dass er bald den nächsten Rekord brechen wird – bald wird sein Rating 100 % erreichen und womöglich wird er diese Marke knacken. Wem man auch nicht trauen darf, doch die Unterstützung ist groß und sie existiert. Ich sehe einfach, dass alles, was sie erzählen Lügen sind, so fadenscheinig ist es für mich.
Hierfür gibt es sogar keinen nationalen Hintergrund. Sie lügen einfach ständig. Sie betrügen die Russen doch genauso. Im Donbass haben sie doch auch alle betrogen. Was sehen jetzt die symbolischen russischen Donezk-Bewohner, die diesen nationalistischen Parolen über den Wiederaufbau der sogenannten Russischen Welt geglaubt haben?
Was haben sie den Krimtataren versprochen? Man muss zugeben, dass die Krimtataren ihnen doch von Anfang an nicht geglaubt haben. Worin besteht das Phänomen des Krimtatarischen, und nicht nur in mir, sondern in allen Menschen, die einen beliebigen Bezug zu diesem Volk haben: die Krimtataren sind recht ernsthaft gegen diese staatliche Lügen geimpft. Wir haben diese Lügen die letzten 50 Jahre dauernd von den Regierenden gehört.
Die Krimtataren sind Skeptiker in Bezug auf die Behörden. Das Volk ist sehr selbständig. Denn wenn man einen Nutzen aus Schlechtem ziehen kann, dann gab es einen Vorteil bei der Deportation – die Krimtataren fühlten sich erst mal als ein Volk. Zuvor waren sie ebenfalls getrennt, nach dem Wohnort auf der Krim. Die Deportation hat diese Dinge weitgehend geglättet. Und zusätzlich dazu, ist eine, es gibt momentan so ein Modeausdruck dafür, „politische Nation“ entstanden. Eine Nation wie eine Gemeinschaft von Menschen, die durch gemeinsame Werte miteinander verbunden sind.
Weshalb ist es so problematisch für die Krimtataren mit Russland und warum ist es problematisch für Russland mit den Krimtataren? Ich denke, dass in Wahrheit die Mentalität der Krimtataren im Kreml nicht verstanden wird. Sie beschäftigen sich mit ihnen, wie mit allen anderen, die bereits seit langem in der Atmosphäre dieser „Russischen Welt“ leben.
Die Krimtataren verachten den „Sowjet“. Intuitiv. Das hängt nicht einmal von dem Bildungsstand ab. Dieser „Sowjet“ ist ihnen trotz allem unsympathisch. Sie erinnern sich an alles, sie haben unter diesem „Sowjet“ gelebt, für sie ist er durch und durch verrostet, verfault und kann mit keinem Mittel angestrichen werden. Man kann wohl kaum einem Krimtataren erzählen, wie cool es in der Sowjetunion war. Die Menschen werden es nicht glauben, weil sie unter anderen, unter ganz anderen Bedingungen als jeder andere gelebt haben.
Das ist möglicherweise das einzige Volk dieser Art… Dazu noch: es sind doch alle aus der Verbannung zurückgekehrt und nur zwei Völker durften es nicht – die Krimtataren und die Wolgadeutschen. Doch die Deutschen wurden von Deutschland aufgenommen und die Krimtataren sind noch mit einem warmen Empfang auf der Krim in Berührung gekommen, wo ebenfalls Propaganda gemacht wurde… Ebenfalls nichts Neues: Propaganda. Auf der Krim wurde auch die einheimische Bevölkerung mit Propaganda auf das Treffen mit den Krimtataren vorbereitet. Alle hatten Angst, dass alle abgeschlachtet und umgebracht werden – das war die Propaganda.
Die Krimtataren tragen einen Virus in sich – sie erlangten ihre Freiheit und kehrten zurück in die Heimat, das spielte ihnen einen historischen Streich, dass sich die Krimtataren ganz gleich niemals an das Leben in der Russischen Föderation gewöhnen werden.
Die Ukraine war den Krimtataren dadurch nahe, dass auch wenn sie sich im Antlitz örtlicher Beamter ihnen entgegenstellte, sie dennoch nicht die Mentalität der Krimtataren zu brechen versuchte. Und ihre Mentalität besteht in erster Linie in solch einem banalen Ausdruck, wie dem Streben nach Freiheit. Das klingt vielleicht nach großen Worten, aber mir scheint, als läge die Freiheit bei den Krimtataren irgendwo im Blut.
– Momentan sieht es so aus, als wird das alles jahrelang halten und Chancen die Krim zu befreien, gibt es praktisch keine. In dieser Situation wäre es möglicherweise sinnvoller still zu werden, sich zu verstecken und die Lage nicht zu verschärfen und in den Frontalangriff zu gehen? Speziell für sie und nicht für das Volk.
– Das ist unmöglich, das wird mir nicht gelingen. Das ist mir nie gelungen. Ich habe mich immer irgendwo eingemischt, schon in der Schule. Ich kann nichts mit mir machen.
– Wann verspürten Sie den Wendepunkt? Als sie verstanden haben, dass Sie sich nicht beim „Moskowski Komsomolez“ zurückhalten werden? Dass Sie ausrasten könnten?
– Ich hatte keinen Ausbruch, es kam die Erkenntnis der Übersättigung von dem Ganzen. Ich kann keinen konkreten Augenblick nennen. Das begann mit der Annektion der Krim. Ich begriff, dass ich diese Menschen überhaupt nicht kenne, als Putin mit seiner berühmten Rede zur Anschluss der Krim auftrat. Als ich in die Kantine unserer Redaktion ging, wollte ich mir einen Salat holen und kam nicht gleich an die Theke durch, ich hob meine Augen und sah eine Menschenmenge, die vor dem Fernseher stand und stehend applaudierte.
Ich konnte mir so etwas in keiner Form vorstellen, das schockierte mich. Und dann ging alles bergab, ich wurde von vielen Menschen enttäuscht. Die Gespräche mit ihnen hörten für mich auf, interessant zu sein.
– Wie hat es sich in dieser Zeit gearbeitet?
– Schwer… Nein, im Grunde genommen war es für mich ja einfach, ich habe meine Arbeit gemacht, ich hatte mein eigenes Grundstück und ein recht gutes. Man darf sich einfach nicht ständig unter Menschen aufhalten, die sich von dir abwenden und zähneknirschend herumlaufen.
In letzter Zeit stand ich mit sage und schreibe fünf Personen aus dem gesamten riesigen Team in Kontakt. Und das, ich betone es, obwohl ich ein sehr konfliktscheuer Mensch bin. Ich persönlich habe mich mit niemanden gestritten und niemals jemanden persönlich beleidigt.
– Sie hatten recht schroffe Publikationen über die Krim.
– Auch über die Krim.
– Und was haben Ihre Eltern gesagt? Haben sie Ihnen geraten, nicht mit dem Kopf durch die Wand zu rennen?
– Natürlich. Mein Vater und meine Mutter haben mir selbstverständlich gesagt, dass es besser wäre etwas leiser zu sein, diese Zeit vielleicht auszusitzen, zu schweigen. Ich kann sie vollkommen verstehen, ihnen aber nicht helfen. Ich bin doch nicht irgendein Radikaler. Ich glaube, ich sage nichts radikales und habe es auch niemals getan. Das wird nur dann als Radikalismus aufgefasst, wenn dein Gehirn in vollem Umfang in eine seltsame Richtung gebogen ist. Weil alles was ich sagte Banalitäten sind, welche generell an jedem Zaun stehen sollten. Nimm nichts was nicht dein Eigen ist, führe deinen Nachbarn nicht hinters Licht, schlage keine Frau, wenn sie sich nicht wehren kann und auch wenn sie es kann, schlage sie nicht.
In Russland ist das alles einfach zurechtgebogen! Ihr versteht das hier sowieso nicht. Auch wenn ich mich erst seit kurzem in Kiew befinde, merke ich, wenn ich die russische Nachrichtenspalte lese, dass meine Kräfte nicht ausreichen, weiter als die Schlagzeile zu lesen.
– Zum Beispiel?
– Ich fange an die Schlagzeile zu lesen, dass Wladimir Putin mitteilte, dass den Kindern ausländische Zuschüsse gegeben werden und etwas… Ich konnte nicht weiterlesen!
– Oder die Kämpfer des „Rechten Sektor“ erneut etwas angerichtet haben…
– Sie haben schon wieder jemanden aufgefressen und gekreuzigt. Das lese ich schon seit langem nicht mehr. Mir scheint, als mache die russische Regierung einen Fehler. Sie treten in Widerspruch mit dem gesunden Menschenverstand, sie übertreiben. Dennoch verstehen die meisten Eltern, dessen Kinder die Schule besuchen, dass es im Idealfall gut wäre, wenn ihre Kinder im Ausland studieren würden, da jedem der Preis der russischen Bildung gut bekannt ist. Deshalb tragen keine Forschungs- oder Ausbildungsstipendien in den Augen der Eltern zur Zerstörung Russlands bei. Und hier wird sozusagen ein, aus der Sicht der meisten Menschen vollkommen nützliche Akt wie die Ausbildung eines Kindes, als feindlich erklärt.
Ich würde die Abstimmung auf „Echo Moskwy“ zeigen. Natürlich ist das Publikum dort etwas liberaler, aber so oder so sagten 94 %, dass sie nichts Schlechtes in Ausbildungsstipendien sehen. Und was der Präsident darin entdeckt hat und womit er hier erschrecken möchte, ist unklar.
Und ich glaube, es gibt viele Dinge, welche die Grenze des gesunden Menschenverstands überschreiten. Überhaupt denke ich, dass wir uns von den Europäern dadurch unterscheiden, dass wir bei allem das Maß überschreiten. Und hier ist das Maß schon lange voll und dadurch beschleunigen sie nur ihr Ende.
– Um nochmal auf die Krimtataren zurückzukommen… Also die Ukrainer sind auf der Krim in Gefahr. Senzow sitzt zu Unrecht im Gefängnis, jeder Ukrainer in Russland steht unter Verdacht ein Agent Kiews zu sein, des SBU (ukrainischer Sicherheitsdienst), ein Terrorist, aber trotz allem kann jeder Ukrainer dennoch nach Kiew, Lemberg oder Charkiw wegfahren. Doch für die Krimtataren ist die Krim ihre ureigene Erde, sie können nirgendwo hin. Dennoch warten unterbewusst viele Menschen in der Ukraine eine Art Widerstand gegen die russische Okkupation seitens der Krimtataren. Glauben Sie, die Krimtataren sollten mit dem Kopf durch die Wand rennen und ihren Kopf hinhalten oder sollte man sich gedulden und untertauchen?
– Das ist solch ein Fall, in dem ich keinerlei Ratschläge geben kann. Ich denke, dass jeder diese Entscheidung für sich selbst treffen wird. Ich weiß nur eins, dass wenn sich die Krimtataren sogar still verhalten, bedeutet es ganz und gar nicht, dass sie mit all dem einverstanden sind. Sie werden sich niemals damit abfinden. Hier sollte man keine Illusionen hegen.
– Warum?
– Weil sich ein Mensch niemals mit dem Status eines Menschen zweiter Klasse abfinden kann. Niemals. Und die Krimtataren spüren das sowieso. Sie spüren trotzdem, dass in dieser „Russischen Welt“ andere als Menschen zweiter Klasse gelten – die Ukrainer und auch die Krimtataren. In der Regel nehmen alle Länder, die anfangen sich mit diesem Müll – ethnische Klassifizierung nach der Beliebtheitsskala – zu beschäftigen, ein böses Ende. Diesen Weg hätte Russland besser nicht beschreiten sollen. Überhaupt ist die Krim eine ernsthafte Droge, die die Funktion des gesamten Organismus gestört hat.
– Wessen Landes?
– Ich bin der Meinung, dass er in erster Linie die Moral der Menschen zerstört hat, mit welchen ich das Glück oder das Pech hatte in Kontakt zu sein. Die Menschen sind amoralisch geworden, die Grenzen zwischen Gut und Böse sind bei ihnen verschwunden. Ukrainer im Donbass zu töten ist absolut normal, alle Krimtataren ins Gefängnis zu stecken ist normal, im Interesse des Staates – cool, in Ordnung!
Aber der wichtigste Wendepunkt für mich, als ich aufgehört habe viele Menschen als Menschen zu sehen, war das Verhalten im Fall der Boeing-Katastrophe. Also das war ein Wendepunkt. Ich verstand einfach, dass diese Menschen ganz genau wissen, wer diese Boeing abgeschossen hat. Sie verstehen alles sehr gut. Die meisten meiner Bekannten, Journalisten, sie haben dieses freudige Gezeter um das abgeschossene Flugzeug mitbekommen, gesehen, wie Informationen gelöscht werden, wie versucht wird ihre Begeisterung aus dem Internet zu entfernen.
Jeder hat genau gewusst, wer dahinter steckte. Doch mit welch einer Wut die Leute anfingen das zu rechtfertigen! Ich habe ihnen gesagt: „Hört zu, ihr solltet euch glücklich schätzen, dass nicht eure Verwandten dort geflogen sind“. Sie einigten sich darauf, dass die Crew schuld sei, weil sie über dieses Territorium flog und die Ukraine, da sie es zuließ. Man kann alles auf der zellulären Ebene erklären. Ich sagte: „Ok, wenn eure Tochter in einem Minirock in ein dunkles Viertel geht und dort vergewaltigt und getötet wird, dann geschieht es ihr ganz recht?“
Und wieder – es werden keine Argumente zugelassen, deshalb habe ich schon aufgehört mit ihnen zu diskutieren. Man redet aneinander vorbei, in unterschiedlichen Sphären. Für sie ist das einfach Standard – ein derartiges Verhalten gegenüber Ukrainern, Krimtataren, egal zu wem.
In Wahrheit ist das Nationalchauvinismus. Die Mehrheit der Russen betrachten sich als auserwählt im Vergleich zu allen anderen um sie herum. Schauen Sie, welch eine Rhetorik: „Die hier sind dumm, die sind so, diese sind so, die sind so und so, und wir sind erhaben, und wir sind alle in weiß“.
– Du bist ein Krimtatare aus Tambow, 18 Jahre hast du in Moskau gelebt. Und zur Ukraine hast du keinerlei Verbindung. Jetzt bist du in Kiew. Welchen Eindruck hast du? Wirst du nicht für deine russische Sprache schief angesehen?
– Ich spreche gut russisch.
– Und das macht es auch verdächtig.
– Solch wachsame Menschen sind mir bisher nicht begegnet. Man hat mich noch nicht gekreuzigt. Aber ich bin erst seit zwei Tagen hier.

Vor Kurzem schmiss Ayder alles in der russischen Hauptstadt hin und gewöhnt sich nun in Kiew ein. Foto: mobile.aboutru.com
– Sie können sagen, dass sie ein Krimtatare sind.
– Ich denke, das schaff ich nicht. Hier treiben solche Tiere ihr Unwesen, sie kreuzigen und essen Säuglinge, sie versklaven. (Lacht) Deshalb denke ich, dass ich es nicht schaffen werde, etwas zu sagen. Aber im Ernst, ich habe eigentlich eine Verbindung zur Ukraine.
Zum einen, weil ich ein Krimtatare bin, ich habe die Krim jedes Jahr besucht, es war doch die Ukraine für Menschen, die dort lebten. Das Gefühl, dass sie „unser“ ist, kam nach fünf Minuten auf, man realisierte es gewissermaßen schlagartig. Das sind auch interessante Veränderungen in den Menschen. Da sich vor langem alle damit abgefunden haben, dass es die Ukraine ist und auf einmal solch ein Schnäppchen: „Was denn? Die Mütze ist „unsere“. Ja, ich hab sie gefunden. Hier aufgelesen. Sie steht mir. Der Opa hatte auch so eine.
Ich war hier auf dem ersten Maidan. Um den zweiten Maidan habe ich mir große Sorgen gemacht, bin ständig angereist. Nicht als Journalist, mir war es selbst wichtig hier zu sein und es mit eigenen Augen mitzuerleben. Das war absolut wie… wieder gehobener Stil… da, die russische Sprache ist reich an gehobenen Stil… ein „Gebot der Seele“, der Stoß war so emotional. Ich bin kein richtig emotionaler Mensch, aber mir schien, dass alles, was hier geschieht richtig ist.
Für mich ist die heutige Ukraine das Russland, in dem ich gerne leben möchte.
– Und wie sehen sie die heutige Ukraine, in was für einem Land würden Sie gerne leben wollen?
– Ich meine damit, dass es ein lebendiges Land ist. Hier könnte man eine Million Probleme in der Politik finden, in der Gesellschaft, doch diese ganze Sache kann man bis zur Bewusstlosigkeit ausschlachten und ausdiskutieren. Dieses Land ist lebendig, es ist vorbei, es hat diesen „Sowjet“ ausgespuckt und der Rest ist nur eine Frage der Zeit.
– Und warum sind Sie solch ein Feind des „Sowjets“?
– Weil ich der Meinung bin, dass er die Menschen in Vampire verwandelt, in Werwölfe. Kann sich denn ein Mensch in einer normalen Gesellschaft innerhalb eines Tages in einen Werwolf verwandeln, auf einmal seine moralischen Orientierungspunkte verlieren und zu einer Marionette oder zum Teil einer Masse werden?
Die Ukrainer dagegen sich als Masse vorzustellen ist unmöglich. Sie verzanken sich eher miteinander in dieser Masse, bevor sie sich als Masse irgendwo hin bewegen.
Kiew ist so eine ruhige und friedliche Stadt. Ich habe nicht einmal ein lautes Wort von jemanden gehört. Irgendwie absolut friedliche Menschen. Doch als die Studenten auf dem Platz zusammengeschlagen wurden, sind diese friedlichen Menschen herausgekommen. Und als hier die fürchterlichste Hölle ausbrach, haben sich diese friedlichen Menschen nicht vom Fleck bewegt. Sie haben gesiegt, diese friedlichen Menschen, die ich jetzt auf den Straßen sehe. Das ist ein sehr wichtiges Phänomen, das in Russland fehlt.
Was dieses Phänomen ist? Ich versuche, es zu verstehen. Ich kommuniziere öfter mit den Menschen in Kiew, ich will das für mich herausfinden, weil ich das Resultat sehen kann.
– Wussten Ihre Freunde und Ihre Bekannten wohin und weshalb sie verreisen, als Sie Moskau verließen?
– Ich habe es überhaupt niemanden erzählt. Ich mag keine überflüssigen Diskussionen. „Sieh da, er hat gekündigt und ist nach Kiew gefahren, also hat er alles geplant“. Ich selbst weiß doch, dass ich nichts geplant habe.
– Haben Ihre Freunde mehr Mitleid empfunden?
– Nein, sie beneiden mich alle, da meine Freunde ja normal geblieben sind, sie lieben doch Kiew. Meine Freunde sind eine Clique feindlicher Hooligans, die in Russland zur fünften Kolonne zugeordnet werden, die sogenannten Nationalverräter. Journalisten, die unter anderem über die Ukraine berichten, sind vernünftige Menschen. Die gibt es in Russland auch, in großer Zahl, nur werden sie nicht gehört.
Ich hing das nicht deshalb an die Große Glocke, weil ich mich abgesetzt habe. Was soll man über sich erzählen? Das ist was manche in Facebook schreiben: „Ich ging in ein Café, habe den Salat fotografiert, danach bin ich auf die Toilette gegangen“. Ich bin keine so bedeutende Figur, um von meinen Bewegungen zu berichten. Wenn etwas von signifikanter Bedeutung geschieht, ist es eine andere Frage.
– Da wir im Moment im Zentrum von Kiew sitzen, de facto 50 Meter vom Maidan entfernt, ist es wahrscheinlich sinnlos Ihnen die Frage zu stellen, an wessen Sieg Sie letzten Endes glauben?
– Den Sieg hat es bereits gegeben. Jetzt läuft Putins Rache-Versuch, was absolut sinnlos ist. Es wird ihnen nichts gelingen. Und möglicherweise ist es der Untergang… Wobei nein, mir scheint, als würden sie dennoch daran glauben, dass es ihnen gelingen wird.
Doch von Außen betrachtet, denke ich, dass dem Ganzen ein Ablauftermin zuteil ist. Bedauerlicherweise kennen wir diesen Zeitpunkt nicht. Deshalb ist es für alle schwierig, wie für die Ukrainer so auch für die Krimtataren.
– Können Sie diesen Zeitpunkt abschätzen?
– Nein, ich weiß es nicht… Nach all diesen arabischen Frühlingen ist es sinnlos etwas zu planen. Ich weiß nur eins sicher, dass alles aus einem völlig unvorhersehbaren Grund geschehen wird, über den momentan vielleicht niemand nachdenkt. Das könnte durch einer völlig unerwarteten Ursache ausgelöst werden.
– Wärst du in Moskau Journalist bei der „Moskowski Komsomolez“ geblieben, könntest du auf die Krim reisen. Und nun wirst du nicht auf die Krim reisen können.
– Warum nicht? Ich habe einen russischen Pass. Ich bin ein russischer Staatsbürger.
– Du bist ein Volksverräter.
– Wessen Volkes? Für das Volk der Krimtataren bin ich ein Freund.
Quelle: pravda.com.ua; übersetzt von Kateryna Matey








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One Response to “Ayder Muzhdabaev: In Wahrheit wird die Mentalität der Krimtataren im Kreml nicht verstanden”
31/05/2018
Ein genialer Coup: Wie der Russe Babtschenko und der ukrainische SBU Kreml hinters Licht führten - InformNapalm (Deutsch)[…] Operation war dermaßen geheim, dass selbst enge Freunde von Babtschenko wie Ayder Muschdabajew, ein Krimtatare russischer Staatsbürgerschaft, der schon 2015 nach Kyjiw geflohen war und nun […]