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Iwan und Wanja. Symbole der Versöhnung und des Sieges

on 16/05/2015 | Ein Kommentar | Aktuell | Interviews/Meinungen Print This Post Print This Post

von Marjana Pjezuch für „Ukrainska Prawda“

Der 97-jährige Kriegsveteran aus Saporischschja Iwan Saluschnyj wurde zum Symbol der diesjährigen Feierlichkeiten zum Tag des Sieges und des neu eingeführten Tages des Gedenkens und der Versöhnung. Der Videoclip, in dem der ehemalige Marineinfanterist, der im Zweiten Weltkrieg gekämpft hatte, von seinem Enkel erzählt, der in der ATO gefallen ist, ist auf große Resonanz gestoßen.

1Und es war die Geschichte der Familie Saluschnyj, mit der der ukrainische Präsident seine Rede im Parlament anlässlich des Tages des Gedenkens und der Versöhnung eröffnet hat.

„Der 23-jährige Unterleutnant Iwan Saluschnyj fiel am 10. August letzten Jahres bei Amwrosijiwka im Gebiet Donezk, während er versuchte, seine Kameraden zu retten. Dieser junge Mann, der mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde, ist von seinem heldenhaften Großvater so erzogen worden. Der 96-jährige Iwan Saluschnyj Senior kämpfte im Zweiten Weltkrieg, nahm an der Schlacht von Stalingrad teil und beendete seinen Weg als Soldat im Fernen Osten, dort, wo die letzten Schüsse des Zweiten Weltkrieges erschallten. Iwan Saluschnyj zeigte dem Generalsekretär seine Medaille für die Befreiung Koreas,“ – sagte Petro Poroschenko.

Nach diesen Worten stieg der Präsident vom Podium, kam zum Veteranen und umarmte ihn persönlich.

„Wir sind wirklich überwältigt, dass man uns so viel Aufmerksamkeit schenkt. Das haben wir nicht erwartet,“ – erzählt der „Ukrainska Prawda“ Halyna Saluschna, Tochter des Veteranen der sowjetischen Armee und Mutter des gefallenen Soldaten der ukrainischen Armee.

Wanja.

„Am Tag von Wanjas Beerdigung ging es mir so schlecht, man musste mir Beruhigungsmittel geben. Aber mein Vatter hatte sich im Griff, er kam zu mir an dem Morgen und sagte: -Gib‘ mir ein Glas Cognac, ich werde als Erster die Rede halten,“ – erinnert sich Halyna Iwaniwna.

Die Rede des Großvaters bei der Beerdigung seines in der ATO gefallenen Enkels, Unterleutnants und Zugführers der Saporischschja Einheit der Nationalgarde Iwan Hutnyk-Saluschnyj, wurde zu einem Appel an die Veteranen des Zweiten Weltkrieges, die in Russland leben.

Seine ersten Worte hat der Großvater des Gefallenen an Putin gerichtet: „Was machst du denn, mein Lieber? Reicht es dir denn nicht? Ihr habt uns die Krim genommen. Ist es nicht genug? Willst du noch Donezk? Luhansk? Willst du die ganze Ukraine?  Ich wünsche mir, dass die russischen Veteranen mich hören und an Putin appellieren, denn, meine lieben Freunde, wir teilten das Brot unter uns, wir rauchten eine Zigarette zusammen – eine für 20 Männer, wir beschützten uns gegeseitig und wir lagen zusammen in den Schützengräbern – und nun, dank Putin, werden eure Enkel losgeschickt, um unsere Enkel zu töten“.

Trotz seiner hohen Dienststellung bei der Nationalgarde ging Wanja, wie er in seiner Familie genannt wurde, eher zufällig in den Krieg. Der 23-jährige war ein Bauingenieur, an der Hochschule hat er auch eine Ausbildung als Reserveoffizier absolviert. Am letzten Tag der ersten Welle der Mobilisierung hat er einen Anruf vom Kreiswehrersatzamt bekommen.

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„Wie man mir später erklärt hat, gab es einen Mangel an Offizieren. Und man suchte solche Jungs, die gleich ohne Vorbereitung eine Einheit führen könnten. Wahrscheinlich hat man Wanja wegen unseres Familienhintergrunds ausgewählt: der Großvater ist ein Kriegsveteran, ich bin ehemalige Soldatin, war in Afghanistan,“ – erzählt Halyna Iwaniwna.

Dem jungen Mann hat man gleich das Kommando über einen Zug der Nationalgarde übergeben. „Er hat mich gefragt: „Wie soll ich die denn befehligen? Mama, die sind alle so erwachsen, ich bin ein Bengel dagegen“. Ich habe ihm versichert, er würde es schon schaffen,“- erinnert sich die Mutter.

Und tatsächlich hat er es gleich geschafft. Denn er war, wie seine Mutter sagt, immer sehr penibel, diszipliniert, gewissenhaft gewesen. „Bei ihm war immer alles picobello. Als er noch klein war, hat er seine Schuhe immer blank geputzt, bevor er aus dem Haus ging. Selbst wenn er sich beeilen musste, rechtzeitig zum Unterricht zu kommen. Als ich seine Taschen aus der ATO ausgepackt habe, hab ich in den Jackentaschen Kleider- und Schuhbürsten gefunden,“- sagt Halyna Iwaniwna.

Obwohl ihr Sohn sonst immer russischsprachig war, hat er bei der Nationalgarde plötzlich zu Ukrainisch gewechselt. In seiner Einheit waren überwiegend Burschen vom Lande, und ihnen zuliebe ist Wanja auf ihre Kommunikationssprache umgestiegen. Später hat er sich auch mit seiner Mutter nur in der Landessprache unterhalten, womit er sie sehr überrascht hat. Nun versucht auch sie so oft wie möglich Ukrainisch zu sprechen.

Nach ein paar Monaten des Militärdienstes hat Wanja zu seiner eigenen Überraschung festgestellt, dass die Armee seine Berufung ist, und beschlossen, höhere militärische Ausbildung zu absolvieren. Dazu kam es aber nicht, denn der Donbass wurde zu einem Kriegsschauplatz. Der junge Mann hat sich als Freiwilliger gemeldet, ohne darauf zu warten, dass man ihn mit seiner Einheit in die ATO schickt.

In den eigentlichen Krieg kam er Ende Juli im Zuge der Truppenrotation. Und schon in der Nacht des 10. August wurde Wanja tödlich verwundet. Der junge Mann hat als erster das Feuer eröffnet, als er gesehen hat, dass die Separatisten sich an seine Einheit heranschleichen. So hat er seinen Soldaten das Leben gerettet und ist selber dabei gestorben.

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„Seine Kameraden besuchen uns öfters. Sie sagen, dass man einen solchen Kommandeur lange suchen muss. Vor allem schätzten sie an ihm, dass er, obwohl wohlhabend, mit eigener Wohnung und eigenem Wagen, sich nicht wie ein reicher Bengel aufführte,“ – sagt Wanjas Mutter.

„Das ist ein Krieg, hier geht es um Leben oder Tod, den einen erwischt es, der andere hat mehr Glück,“ – so ist der eher zurückhaltende Kommentar des Großvaters des Gefallenen, Iwan Saluschnyj. Der Veteran des Zweiten Weltkrieges war selber einige Male einen Schritt vom Tod entfernt, sah seine Kameraden neben ihm sterben, wurde bei Stalingrad verwundet, kam aber nach Hause.

„Was ist der Unterschied zwischen dem Krieg heute und damals? Das sind zwei verschiedene Dinge. Damals hat ein anderes Land uns angegriffen. Und jetzt verstehen wir überhaupt nicht, wie das passieren konnte – unsere Freunde haben uns überfallen. Das hätte ich von Russland niemals erwartet. Als die Ukraine ihre Atomwaffen aufgab, sagte ich noch: wer würde uns schützen, falls es nötig wäre? Nur Russland. Und als die russische Flotte auf der Krim stationiert blieb, war ich sogar froh, dass wir dadurch zusätzlichen Schutz hatten,“ – sagt Saluschnyj.

Er selbst ist eng mit Russland verbunden, wo er nach dem Krieg seinen Militärdienst fortsetzte. Erst 1965 kam er mit seiner Frau und zwei Kindern nach Saporischschja.

„Ich bin in Russland geboren, bin dort zu Schule gegangen. Deshalb hatten mein Vater und ich eine andere Sicht auf die Vergangenheit, als Wanja. Er ist in der unabhängigen Ukraine zu Schule gegangen, machmal war sein Unterrichtsstoff für mich schon ein Schock,“ – erzählt Halyna Iwaniwna.

Sie erzählt, wie die Schuldirektorin dem Jungen angeboten hatte, drei Themen für seine Abschlussprüfung in der Geschichte der Ukraine auszusuchen. Eins der Themen, die er ausgewählt hat, war „Holodomor als eine von Kommunisten vorsätzlich geplante Sonderoperation“.

Der Großvater, zu dem Wanja immer aufsah, konnte den Enkel von seiner etwas anderen Sicht der Geschichte nicht überzeugen. Iwan Saluschnyj ist sich bis heute sicher, dass es einfach an der Missernte lag. Obwohl er mit eigenen Augen gesehen hatte, wie die Bolschewiken seiner Mutter die Lebensmittel wegnahmen.

„Sie waren zu dritt, kamen zu unserem Haus mit einem Karren. Mutter sagt ihnen, dass wir kein Brot haben, aber sie fingen an, in den Töpfen herumzustochern. Sie sagt zu ihnen: was sollen wir denn essen? Wovon sollen wir jetzt leben? Und sie erklärten ihr, verstehen Sie, die Arbeiterklasse verhungert, sie haben nichts zu essen. Und ihr habt ein Stück Land, könnt hier was anpflanzen, und da habt ihr ein Huhn, könnt Eier essen, ihr werdet schon irgendwie durchkommen. Man musste also die Arbeiterklasse retten,“ – erzählt seine Sicht der Ereignisse der Jahre 1932 -33 Iwan Saluschnyj.

Iwan.

„Wegen dieser Geschichte mit Holodomor war ich sehr böse auf Juschtschenko, er hat dieses Thema hartnäckig verfolgt (Anm. d. Übersetzers: der ehemalige Präsident Wiktor Juschtschenko hat sich sehr um eine internationale Anerkennung des Holodomors als Völkermord bemüht). Aber als ich ihn letztens im Parlament traf, küsste ich ihn, denn wir müssen zusammenhalten,“ – gibt der Veteran mit sichtlich freudigen Gefühlen zu.

Iwan Saluschnyj wurde nicht nur zu einem Symbol der Familientragik des russisch-ukrainischen Krieges, sondern auch zum Hauptsymbol der Versöhnung zwischen den Soldaten der verschiedenen militärischen Formationen. Er war der einzige von den sowjetischen Veteranen, der am 6. Mai bei der Veranstaltung „Versöhnung für unsere Zukunft“, an der auch die Veteranen der UPA (Ukrainische Aufständische Armee) teilgenommen haben, anwesend war.

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Die gemeinsamen Aufnahmen von den UPA-Kämpfern und dem „Rotarmisten“ wurden schon als historisch bezeichnet; sie werden als Beweis für die Versöhnung angeführt, die man jahrzehntelang nicht erreichen konnte.

„Ich habe bewusst als erster allen die Hand gegeben, sie umarmt, ich wollte, dass man das fotografiert, damit alle sehen können, dass wir vereint sind. Sicher, man kann nicht alles so einfach vergessen, es gab damals Zeiten, da konnten wir nicht einzeln losziehen, sonst hätten sie (die UPA-Kämpfer, Anm. d. Autorin) uns töten und in den Brunnenschacht werfen können. Aber jetzt müssen wir uns vereinen, um das Land zu retten, den Rest kann man später klären. Nur Freundschaft, eine Familie, Osten und Westen zusammen kann uns retten. Wir müssen allen zeigen, dass wir vereint sind,“ – erklärt Saluschnyj seine Einstellung.

Wie die Autorin später von den UPA-Kämpfern, den Teilnehmern des Treffens, erfahren hat, waren sie von Saluschnyj positiv überrascht. „Er ist wirklich ein ukrainischer Patriot,“ – sagte einer von ihnen.

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Nach der Parlamentssitzung hat der glückliche Veteran fast alle Politiker umarmt. Er wollte auch sie versöhnen. „Sie kamen alle zu mir und küssten mich. Julia (Timoschenko) küsste mich, Jazenjuk umarmte mich, Klitschko auch. Ich sagte ihnen, ich sehe keine Einigkeit im Parlament. Und es gibt keine Disziplin, wie kann es bloß sein: der eine Abgeordnete hält die Rede, und andere Abgeordneten rennen im Saal umher? Diese Schwänzer würde ich genau im Auge behalten, die muss man loswerden. Wie wir Seeleute sagen: wir sind nicht viele, aber wir sind patent. Die Faulen soll man lieber entlassen, damit die Arbeit vorangehen kann,“ – sinniert Saluschnyj.

Am gleichen Tag sollte Saluschnyj mit seiner Tochter von Kiew zurück nach Saporischschja fahren, die Tickets waren gebucht. Doch plötzlich bekam Halyna einen Anruf vom Gouverneur. Er informierte sie, dass sie und ihr Vater vom Präsidenten zu den Feierlichkeiten am 8. Mai im Parlament zum Tag des Gedenkens und der Versöhnung eingeladen sind.

Dennoch hat Saluschnyj keinem der Politiker seine Meinung zu den antikommunistischen Gesetzen dargelegt. „Die haben mich gerufen, um zu versöhnen, deshalb sag ich lieber nichts dazu. Ich habe dieses Thema bewusst gemieden. Wenn die Regierung es so entschieden hat, dann soll es so sein,“ – sagt Saluschnyj, an dessen Mütze eine Anstecknadel mit Hammer und Sichel befestigt ist. „Wen stören denn diese Hammer und Sichel? Das ist doch ein Symbol der Arbeiterklasse,“ – konnte der Veteran sich nicht verkneifen.

„Und wo ist Ihre Mohnblume? Haben Sie keine bekommen?“ – „Welche Mohnblume? Das hier? Doch, irgendwas hab ich bekommen,“ – Saluschnyj holt aus der Tasche das neue Symbol für den Tag des Sieges. Er erklärt, dass er sie sich nicht angesteckt hat, weil „es sieht nicht wie ein richtiges Abzeichen aus“. „Ist das Papier, oder was? Ich verstehe schon, für eine gute Qualität hätte man viel Geld ausgeben müssen,“ – bewertet der Veteran die neue „Medaille“, nachdem er sie zurück in die Tasche gesteckt hat.

„Haben Sie denn früher den Georgsband getragen?“,

-„Ja, aber ich hab ihm keine besondere Bedeutung beigemessen, einfach irgendwo angesteckt. Später hab ich ihn vom Auto meiner Tochter und des Enkels abgenommen, um Ärger zu vermeiden,“ – erzählt Saluschnyj.

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Für den 97-jährigen Veteranen ist das neue Format der Feierlichkeiten zum 8. und 9. Mai nicht ganz verständlich. „Ich verstehe nicht, warum steht überall nicht 1941 – 1945, sondern 1939 – 1945 geschrieben? Ich dachte, vielleicht weil 1939 unsere Truppen schon in Finnland gekämpft haben?“ – wundert sich Saluschnyj, der, wie es sich herausstellt, noch nicht weiß, dass der 9. Mai jetzt offiziell nicht der Tag des Sieges im Großen Vaterlandskrieg, sondern der Tag des Sieges über Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg heißt.

Saluschnyj macht kein Hehl daraus, dass die neuen antikommunistischen Gesetze ihm fremd sind, Stalin und Lenin sind in seinem Verständnis keine Verbrecher und er kann den Kommunismus nicht mit Nationalsozialismus gleichsetzen. Seine Meinung öffentlich verteidigen möchte er aber nicht. Er sagt, er wäre nicht dafür nach Kiew gekommen, und es wäre nicht die richtige Zeit.

Er möchte auch nicht, dass das Lenin-Denkmal in Saporischschja zerstört wird, oder dass der Lenin-Prospekt, über den er jedes Jahr am Tag des Sieges marschiert ist, umbenannt wird. „Es schmerzt mich zu sehen, wie man Lenin eine Schlinge um den Hals wirft“. – „Und wenn das Denkmal in Ihrer Stadt doch zerstört wird?“ – „Nun, wenn sie ihn zerstören, dann ist es so, was kann man machen, wenn die Regierung oder wer auch immer das beschlossen hat,“ – fügt der Veteran resigniert hinzu.

Worauf er definitiv nicht bereit wäre zu verzichten, ist der Tag des Sieges. „Jemand wollte einen Tag der Trauer daraus machen. Aber für uns war das ein Sieg. Auf diesen Sieg haben wir vier Jahre lang gewartet, Tage gezählt, 1418 Tage und Nächte hat der Krieg gedauert, der pausenlose Krieg ohne einen Waffenstillstand. Jetzt sind nur noch wenige von uns geblieben. Alle Veteranen sind inzwischen über 90. In fünf Jahren gibt es vielleicht keinen mehr zum Feiern,“ – fügt Saluschnyj hinzu.

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Dieses Jahr muss er den Tag des Sieges zum ersten Mal ohne seinen Enkel feiern. Und ohne die traditionelle Prozession über den Lenin-Prospekt in Saporischschja – sie wurde aufgrund der Gefahr eines Terroranschlags abgesagt. Die Veteranen versammeln sich auf dem hiesigen „Hügel der Ehre“.

Später, wie jedes Jahr, fährt Iwan Saluschnyj mit seiner Familie zu ihrer Datscha. Dorthin kommen viele Gäste, unter ihnen Freunde und Kameraden seines Enkels Wanja. Einige Gäste werden zwei Tage bleiben, denn am 10. Mai hat Iwan Saluschnyj Geburtstag, er wird 97.

Er hat vor, 100 Jahre alt zu werden. Sagt, dass die tägliche Morgengymnastik und die richtige Ernährung das Leben verlängern. Seine Tochter Halyna fügt hinzu, dass das Gefühl, gebraucht zu werden, auch den Lebenswillen stärkt. Und heute hat sie so deutlich wie noch nie empfunden, dass die Ukraine ihren Vater braucht. „Ich glaube, jetzt werden wir häufig nach Kiew kommen, obwohl wir zuerst gar nicht hinfahren wollten,“ – sagt Halyna Saluschna zum Abschied.

 

Quelle: Marjana Pjezuch, exklusiv für „Ukrainska Prawda“; übersetzt von Olena Köpnick.

Tags: DonbassHolodomorKriegRusslandUkraineVeteranenZweiterWeltkrieg

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One Response to “Iwan und Wanja. Symbole der Versöhnung und des Sieges”

  1. 09/05/2016

    9 Angriffe am 9. Mai: Ukrainische Hacker führten erfolgreich die Operation #OpMay9 durch - InformNapalm.org (Deutsch)

    […] des II. Weltkrieges Iwan Saluschnij verlor seinen Enkel im neuen Krieg gegen die Ukraine”. Unter diesem Link haben wir einen Artikel zu diesem Thema) 7 мільйонів українців боролися […]

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