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    Chronik der Ereignisse in der Ostukraine. Stand: 30. April 2015.

    on 02/05/2015 | 0 Comment | Aktuell | InformNapalm | Lageberichte
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    Die Chronik wurde vom InformNapalmTeam auf der Basis der Informationen unserer Insider aus den okkupierten Territorien in der Ostukraine wie auch Berichte in den offenen Quellen vorbereitet.

    Sektor C

    Donezk

    Im Laufe der Nacht beschossen die Söldner Awdijiwka, Peski und Opytne.

    Am frühen Morgen, um ca 5:30, führten die Söldner Kampfhandlungen gegen Kosaken, die sich im Gebäude gegenüber von der Servicestation „Bumer“ (auf der Majskaja-Strasse, Budenowski Bezirk) befanden: man hörte Feuerabgabe, Explosionen, die Feuerwehr kam (im Laufe der Kampfhandlungen wurde ein Gasrohr beschädigt). Die Majskaja-Strasse wurde mithilfe von 10 Autos gesperrt, es wurde Wache ausgestellt, die vorbeifahrenden Autos und Passanten wurden wahlweise durchsucht. Als Resultat: das Lager der Kosaken wurde durch die Söldner eingenommen, die Kosaken-Flagge wurde hinuntergerissen, das Gebäude ist stark beschädigt, die Söldner sitzen mit Maschinengewehren im Hinterhalt. Lokale Einwohner berichten, dass es nach diesem Kampf Verwundete und Getötete auf beiden Seiten gibt.

    Um 10:30 wurde ein SPW gesichtet, der vom Svoboda-Platz über die Kirow-Strasse in Richtung Zentrum durchgefahren ist, beladen mit Söldnern in Masken und mit weissen Armbändern.

    Um 11:07 wurden im Norden der Stadt Explosionen und Feuerabgabe gehört, im Raum des Donezker Flughafens steigt Rauch auf.

    Um 13:00 traf von lokalen Einwohnern die Information ein, dass die Söldner das Kosaken-Lager in Oleksijiwka einzunehmen versuchen, da finden Kampfhandlungen unter Einsatz von SPWs seitens der Söldner statt.

    13:15 Im Raum des Donezker Flughafens hört man einen Mörser-Beschuss.

    13:50 Im Raum von Peski sieht man Vernebelung.

    14:14 Entlang der Strassen von Swesdny, Mirny und Schiroke sitzen Söldner im Hinterhalt.

    14:20 Die Söldner nahmen um die Kirowski Bezirksbehörde der Polizei eine Rundumverteidigung ein.

    Um 14:37 erscholl im Raum des Bergwerks 12/18 eine Explosion, es stieg eine grosse schwarze Rauchwolke hoch, verwehte aber schnell.

    14:50 Das Gebäude der Leninski-Polizeibehörde wurde durch die Söldner auch eingekesselt.

    15:11 Vom Schachterskaja-Platz hört man ab und zu einzelne Explosionen und Salven von der Seite des Donezker Flughafens.

    15:14 Vom Gebäude der Kriminalitätsbekämpfungsverwaltung fuhren 2 SPWs mit Söldnern ab, die weisse Bänder am rechten Arm trugen. Bogen in Richtung des Mirny-Stadtteils ab.

    15:45 Donezker Flughafen, Totschmasch, Oktjabrskoje-Chaussee: man hörte während einer ganzen Stunde Panzer-, Selbstfahrlafetten- und SPW-Schüsse.

    17:08 Majak: man hört starke Salven der schweren Artillerie.

    17:10 Kiewski-Bezirk: die Söldner führen einen Artilleriebeschuss der ukrainischen Stellungen.

    17:20 Lokale Einwohner vermerken, dass in Oleksijiwka die Söldner das Lager der Kosaken einnahmen, die Flagge wurde ausgetauscht, zahlreiche Wache wurde ausgestellt. Über Opfer und Zerstörungen gibt es keine Infos.

    17:22 Kalininski-Bezirk: schwere einzeln abgehende Schüsse.

    17:25 Am Spartak arbeitet periodisch ein Panzer. Auch hört man schwere Artillerie aus den Wischnewski- und Bakinski Kommissare-Bezirken.

    17:27 Aus dem Raum der Donbass-Arena hört man Kampflaute von der Seite des Donezker Flughafens, es arbeitet eine Haubitze D-30.

    18:05 Über Dserschinsky-Prospekt fuhr in Richtung Makijiwka ein OSZE-Auto, dann ein SPW in Begleitung eines Polizei-Minivans durch.

    18:15 Über Kiewski-Prospekt in Richtung des Donezker Flughafens fuhr ein Panzer T-64 durch.

    18:30 In Richtung Awdijiwka stehen dicht bei einander über 10 Panzer, sie stehen hinter der Gabelungsbrücke, wenn man vom Rücklaufgleis kommt.

    19:06 Kiewski-Prospekt. Haubitzensalven D-30. Laute eines Schützenkampfes aus dem Raum des Donezker Flughafens.

    21:30 Feuerabgabe des schweren Maschinengewehrs, Maschinenpistolen und einzelne Explosionen im Raum des Donezker Flughafens.

    Makijiwka

    12:47 Im Zentrum von Makijiwka hört man Kampflaute: hört sich stark nach Kanonenfeuer von SPW oder Fla-Raketenkomplexen an.

    17:10 Im Zentrum hört man wieder einzelne Panzerschüsse.

    17:20 Tscherwonogwardejskij-Bezirk: man hört Schüsse der schweren Artillerie.

    Schachtarsk.

    In Schachtarsk geschah ein Autounfall gegenüber vom Geschäft „Foxtrott“ unter Teilnahme von Söldnern: ein militärischer URAL prallte gegen einen Passagierbus, der auf dem Weg nach Russland war. Über Opfer gibt es keine Angaben.

    13:40 Ein BM-21 fuhr in Richtung Jenakijewe-Horliwka durch.

    14:47 In der Stadt sind URALe mit einem neuen taktischen Zeichen aufgetaucht: ein Rhombus mit der Zahl „11“ innendrin.

    15:34 Ein SPW fuhr in Richtung Tores durch.

    15:42 MAZ-537 mit einem leeren Panzeranhänger fuhr in Richtung Tores durch.

    20:15 Circa 10 LKWs in Begleitung von Jeeps und mit lautem Hupen fuhren aus Donezk in östlicher Richtung durch.

    21:52 Ein Bus mit Söldnern, ein Ural und 3 BM-2, wie auch ein Raketenwerfersystem „GRAD“ fuhren in Richtung Donezk durch.

    Horliwka

    Um Mitternacht ‚rum kam es in der Nähe von Sajzewo zu einem Zusammenstoss zwischen den ukrainischen Militärs und einer Diversionsgruppe der Söldner.

    12:00 2 SPWs fuhren über die Schlob-Strasse in Richtung des Autodroms durch.

    15:30 In Horliwka ist die Eisenbahn wieder funktionsfähig. Ein Zug mit Kohle passierte den Lenin-Prospekt über die Brücke in Richtung von Nikitowka und Kostjantyniwka.

    Über die Kotschegarka transportierte man Brückenspannungen zur Makuha-Strasse, man sagte, dass man zum 9. Mai die Brücke wieder herstellen wird.

    19:00 Kurganka. Man hört Salven.

    Abends gab es eine Explosion im Raum der Stadtverwaltung von Horliwka. Aus einem Auto wurde eine Granate unter einen Reparatur-LKW geworfen, im 5. Stadtteil neben dem Stadtbezirkskomitee.

    Sektor A

    Stschastje

    Dreimal wurde der Stützpunkt der ukrainischen Streitkräfte unweit der Stadt Stschastje aus 82mm-Kaliber Mörsern beschossen. Aus Fla-Lafetten, automatischen Granatwerfern und Schützenwaffen wurden die ukrainischen Stellungen auch im Raum der Stanyzja Luhanska beschossen.

    Solotoje

    Haltestelle im Raum des Dorfes vom Bergwerk „Rodina“. Ein Mann trat ein paar Meter von der Haltestelle weg und lief auf eine Granate.

    Stachanowe.

    Lokale Einwohner beobachteten circa 20 LKWs mit Munition und Söldnern, die sich aus Brjanka in Richtung Almasnaja bewegten.

    In Stachanowe sind heute Nacht drei Volkswehr-Söldner gestorben. Wurden heute beerdigt. Die Särge wurden aus „GRAD“-Kisten hergestellt.

    Die Söldner erzählen Einheimischen, dass die Offensive auf den 10.Mai geplant ist und dafür alles bereits vorbereitet wurde.

    Molodogwardejsk.

    Lokale Einwohner behaupten, dass sie einen Hubschrauber hörten, der in Richtung Luhansk durchgeflogen ist, und dass sie einige Zeit später den Lärm einer durchfahrenden Panzerwagenkolonne hörten.

    Perwomajsk

    Lokale Einwohner berichten, dass die Stadt buchstäblich voll mit Panzern und SPWs ist. Sowas hat man in der Stadt noch nicht gesehen.

    Altschewsk

    Im Laufe des Tages auf der Route Altschewsk-Perewalsk konnte man auf 8 Tankstellen keinen Benzin kaufen. Um 20:52 fuhren in Richtung Stachanowe 2 geladene Raketenwerfersysteme „GRAD“ durch.

    Luhansk

    In der Stadt wurde eine Probe der 9.Mai-Militärparade der Söldner abgehalten.

    Im Dorf Metallist wurde eine 23-jährige Frau getötet, sie ist vor 5 Tagen verschwunden. Nach vorläufigen Angaben wurde die junge Frau vergewaltigt, Todesursache waren zahlreiche Verwundungen infolge einer grausamen Verprügelung. Die Verstorbene hinterließ einen Ehemann und ein Kind.

    Um 20:50 fuhr eine Technikkolonne, beladen mit Flaggen und Söldnern durch.

    In Luhansk wurde den Söldnern ihr Lohn ausgezahlt. Auf dem Markt ist ein richtiger Andrang, die Söldner sind betrunken und werfen mit Geld um sich, kaufen alles Mögliche ein.

    Krasny Lutsch

    Von den Tankstellen verschwand Benzin.

    Die Rente wird weiterhin in Rubeln ausgezahlt und den Rentnern direkt nach hause gebracht. Sieht aus, als ob alle Renten auf dem okkupierten Territorium in 50 Rubel-Scheinen der 1997-Ausgabe ausgezahlt werden.

    Um 20:30 kam von der Seite Nowopawlowk eine grosse Kolonne schwerer Technik an, circa 30 Einheiten. Womöglich Selbstfahrlafetten.

    23:30 Noch eine grosse Kolonne- circa 30 Einheiten der Raketenwerfersysteme GRAD von der Seite Nowopawlowk.

    Antrazyt

    Nach einem Befehl der LVR-Leitung wurde eine Preiseinschränkung für Benzin festgelegt: 18 Griwna für AI-95. Als Resultat: alle Tankstellen wurden geschlossen. Lokale Einwohner berichten, dass irgendwo eine Tankstelle noch offen ist, aber welche genau ist unbekannt. Der Rest wartet auf eine Situationsveränderung, denn zu diesem Preis Benzin zu verkaufen ist ungünstig.

    Lutugino

    Um 23:16 kam von der Seite Lutugino über Roskoschny eine Technikkolonne, die Dauer der Durchfahrt betrug über 20 Minuten.

    Sektor B und M

    Granitne

    Von 6:00 bis 8:30 Uhr beschossen die Söldner das Dorf Granitne aus Mörsern. Die Geschosse schlugen in Hinterhöfen und Gärten ein. Unter lokaler Bevölkerung gibt es Verwundete.

    Schyrokyne

    14:20 Die Söldner führten einen Beschuss der Stellung des „Asow“-Bataillons aus grosskalibrigen Maschinengewehren, Gewehrgranatwerfern und Schützenwaffen.

    16:20 Aus Jelantschik (Nowoasowsk) wurde ein starker Beschuss der ukrainischen Stellungen geführt.

    22:30 Man hört Explosionen, die Beschüsse hören nicht auf.

    Im Laufe des Tages wurden infolge des Schyrokyne-Beschusses drei Kämpfer des Bataillons „Asow“ verwundet.

    Schlussfolgerung: in der ATO-Zone setzen die Söldner zusammen mit den russischen Militärs provokative Beschüsse der Stellungen der ukrainischen Streitkräfte fort, häufen Munition und Technik an, terrorisieren lokale Bevölkerung der okkupierten Territorien der Ostukraine.

    InformNapalmTeam; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unser Projekt erforderlich.

    Tags: ATODonbassDVRLageberichteLVRTerrorismus

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