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    Wer sind die Banderowzy und wofür kämpfen sie? (Teil 2)

    on 02/02/2015 | 1 Kommentar | Aktuell | Interviews/Meinungen | Zeitdokumente

    Wir möchten Ihnen hiermit den zweiten Teil  (den ersten finden Sie hier) eines historischen Dokuments präsentieren, in dem die UPA selbst Stellung zu ihrer Tätigkeit nimmt und über ihre Ziele und Absichten spricht. Bitte beachten Sie, dass diese Broschüre aus den 1940-er Jahren stammt und auch wenn uns manche Ideen vielleicht veraltet erscheinen mögen – seitdem schließlich 70 Jahre vergangen sind…


    Wie können wir angesichts der Ziele unseres Kampfes für Verfechter der „Kulaken“ oder der „Bourgeoisie“ gehalten werden?

    In gleicher Weise ist es mit der sozialen Herkunft der Teilnehmer unserer Bewegung bestellt. Keiner wird einen „Bourgeois“ unter uns finden können.

    Unter uns gibt es auch keine „Kulaken“. In ihrer Gesamtheit besitzen die westlichen ukrainischen Bauer kleinere Landflächen. Klein- und landlose Bauern, Arbeiter, Studenten, Schüler, Ingenieure, Ärzte, Rechtsanwälte, Lehrer – so sieht es mit der sozialen Herkunft der Teilnehmer unserer Bewegung aus.

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    Können wir, die Arbeitersöhne und Söhne des ausgebeuteten Volkes, etwa für die Interessen der Ausbeuterklasse kämpfen? Können wir etwa gegen unsere Väter kämpfen? Würden wir dann eine so breite Unterstützung von ukrainischen Arbeitermassen erhalten, wenn wir für Ziele kämpfen würden, die ihnen fremd sind? Jedem vernünftigen Menschen sollte klar sein: die Antwort heißt Nein.

    Ein paar Worte zu unserer Vergangenheit

    Wie die Gegenwart so ist auch die Vergangenheit der Banderowzy glorreich und heroisch. Viele von uns, vor allem ältere Revolutionäre, sind langjährige politische Häftlinge aus ehemaligen polnischen, rumänischen, Hitler- und später Bolschewiken-Gefängnissen und Konzentrationslagern, viele waren zu lebenslanger Haft verurteilt.

    An Händen von Vielen von uns sind immer noch die Narben von Fesseln zu sehen. Vielen von ihnen wurden von der polnischen Polizei, der rumänischen Siguranta, der deutschen Gestapo und dem bolschewistischen Innenministerium die Rippen gebrochen und Zähne ausgeschlagen. Viele von uns begaben sich bereits im Alter von 14-16 Jahren auf den Weg des revolutionären Untergrundkampfes gegen die Okkupanten.

    In Untergrundzellen, in der Arbeit im Untergrund verbrachten wir unsere besten, jungen Jahre. Mit dem Untergrund, mit dem revolutionären Kampf verbinden wir alle unsere leidenschaftlichsten Jugendträume, die edelsten jugendlichen Impulse.

    Von der Polizei verfolgt, immer von Gefängnis, Konzentrationslagern und Polizeikugeln bedroht, oft materiell nicht versorgt, haben ukrainische Revolutionäre ihre revolutionären Aufgaben immer tapfer, selbstlos, mit der höchsten Hingabe heldenhaft erfüllt – die Pflichten eines Spitzenkämpfers der Revolution, des Organisators und Anführers des Volkes in seinem Kampf gegen die Besatzer.

    Arbeiter-Bauern Armee. Statistik der Karteikarten der UPA-Nord

    Trotz aller Schwierigkeiten und Hindernisse gingen wir, Banderowzy, immer auf die Menschen zu, wir brachten ihnen die Wahrheit über die Revolution bei, mit unseren tapferen revolutionären Taten munterten wir sie auf, und häufig schützten wir sie vor Terror.

    Fürs ukrainische Volk war der ukrainische Revolutionär schon immer ein Vorbild des Patriotismus, Mutes, der Tapferkeit und des Heldentums, Symbol der besten zivilen und revolutionären Tugenden. Deshalb sind wir heute unter den Volksmassen so beliebt und werden so stark unterstützt.

    Warum kämpfen wir ukrainische Revolutionäre und Aufständische gegen die bolschewistischen Unterdrücker und Ausbeuter?

    Manche durch die bolschewistische Propaganda geblendete untersowjetische (gemeint sind die den Sowjets ergebenen Menschen) Menschen – die glauben, dass die Bolschewiken „am besten auf der Welt die nationale Frage gelöst“, „den Sozialismus und die wahre Demokratie“ aufgebaut hätten – können nicht verstehen, warum wir Banderowzy gegen die Bolschewiken und die Sowjetherrschaft kämpfen.

    All das, was die bolschewistische Propaganda über die Politik der  bolschewistischen Partei und die Errungenschaften der Sowjetmacht erzählt, sind ebenso heimtückische und schamlose Lügen. Die Wahrheit über die Sowjetunion ist das Gegenteil von dem, was die bolschewistische Propaganda sagt.

    Wir Banderowzy kämpfen gegen die Bolschewiken, weil sie gegenüber der Ukraine, sowie gegenüber den anderen nichtrussischen Völkern der Sowjetunion eine Politik der grausamen nationalen Unterdrückung und wirtschaftlichen Ausbeutung führen. Das ukrainische Volk sowie alle anderen der sowjetischen Macht unterstehenden nichtrussischen Völker haben in der UdSSR keine national-politischen Rechte und befinden  sich in einer vollständigen politischen Versklavung. Die sogenannte Ukrainische SSR (Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik) ist wie alle anderen sogenannten Republiken der UdSSR in Wirklichkeit gar kein „unabhängiger Staat des ukrainischen Volkes“ (wie die Bolschewiken lügen), sondern eine gewöhnliche administrative Einheit, eine gewöhnliche machtlose Provinz des bolschewistischen Reichs.

    So sah das politische Leben im Nachkriegs-Kyjiw aus (1945-1953)

    Der „Oberste Rat“ der Ukrainischen SSR, sowie ihre „Regierung“ verfügen nicht mal über einen Bruchteil der Rechte, über die diese Institutionen in unabhängigen Staaten in der Regel tatsächlich verfügen.

    Die sogenannte „Souveränität der Unionsrepubliken“ ist nur eine Fiktion, eine leere Phrase, im Dienste der Bolschewiken zur Täuschung der Arbeitermassen der Sowjetunion und der Welt, eine Phrase ohne praktische Bedeutung. Weder der „Oberste Rat“ der Ukrainischen SSR noch ihre „Regierung“ sind in der Lage, ohne Zustimmung aus Moskau etwas selbständig zu entscheiden. Das ukrainische Volk, wie alle anderen nichtrussischen untersowjetischen Völker, hat im bolschewistischen Sowjetsystem praktisch keine Möglichkeit für die Durchsetzung des eigenen freien Willens und für eine unabhängige Verwaltung ihrer eigenen Angelegenheiten. Über alles entscheidet das bolschewistische imperialistische Zentrum in Moskau nach eigenen imperialistischen Interessen und ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse und in der Regel gegen die natürlichen Rechte der einzelnen Völker.

    Die Bolschewiken beuten die Ukraine wie jede andere sogenannte Sowjetrepublik wirtschaftlich brutal aus. Die Kreml-Imperialisten nutzen Ukraine in erster Linie als Rohstoffquelle für die Industrie in Zentralrussland aus. Russland führt in seine Industrieregionen Kohle, Eisen, Stahl, Getreide, Fleisch, Gemüse aus der Ukraine aus und befördert komplexe Maschinen, Fabrik- und Betriebsausstattung, Textil-Produkte dorthin.

    In der Ukraine gibt es keinen komplexen Maschinenbau, es werden keine modernen Chemie-, Industrie-, oder Textilfabriken gebaut.

    Die Ukraine hat die am weitesten entwickelte Kohle- und Stahlindustrie in der UdSSR, trotzdem planen die Bolschewiken erst im vierten Fünfjahreszeitraum das erste Automobilwerk zu bauen. Die hauptsächlich mit Eisen und Kohle aus der Ukraine produzierten Kraftfahrzeuge werden aus den Industrieregionen Russlands in die Ukraine gebracht.

    Spricht das etwa nicht dafür, dass die Ukraine sich in der bolschewistischen Sowjetunion in derselben Position befindet, wie einst die afrikanischen Kolonien unter der westeuropäischen Kolonialherrschaft?

    Es ist eine Lüge, dass „während die Bolschewiken der Sowjetzeit in der Ukraine eine gutentwickelte Industrie aufgebaut haben.“ Die bolschewistischen Imperialisten bauen in der Ukraine nur solche Industriezweige auf, die für den Abbau von Rohstoffen für die Industrie und Agrarwirtschaft erforderlich sind (z. B. Bergbau, landwirtschaftlicher Maschinenbau; Fabriken, die Ausrüstung für die Kohle- und Eisenerz-Industrie herstellen oder Dampflokomotiven bauen).

    Sozialismus. UdSSR-Poster aus der Zeit der Industrialisierung (Bilder)

    terrorIn der Ukraine betreiben die Bolschewiken wie in jeder anderen Sowjetrepublik eine Politik der grausamen kulturellen Unterdrückung. In den Jahren der bolschewistischen Herrschaft in der Ukraine vernichtete das Innenministerium Hunderte von Wissenschaftlern, Historikern, Linguisten, Literaturwissenschaftlern, Ökonomen, Künstlern, Schriftstellern und Dichtern. Ukrainischen Künstlern ist es verboten, den nationalen Patriotismus zum Thema ihrer Werke zu machen. Somit wird jegliche Entwicklung der ukrainischen Kultur verhindert.

    Das ganze öffentliche Leben in der Ukraine wird russifiziert. In allen administrativen, kulturellen und wirtschaftlichen Institutionen, in allen Universitäten, Instituten herrscht tatsächlich die russische Sprache. Diese wird dem ukrainischen Volk auf indirektem Weg aufgezwungen. Untrennbar dominiert die russische Sprache in der Armee. Überall wird die russische chauvinistisch-imperialistische Ideologie aufgedrückt – jedes ukrainische Denken, jedes patriotische ukrainische Gefühl wird dagegen unterdrückt.

    Auf russisch-chauvinistische imperialistische Art wird die Geschichte und die Kultur der Ukraine verzerrt, es wird ein Kampf gegen das Interesse an der eigenen Geschichte geführt. Die Presse, Rundfunk, Theater, Literatur, Wissenschaft – alles dient in der Ukraine voll und ganz der russifizierenden Politik der bolschewistischen Unterdrücker. Das Ziel der bolschewistischen Kulturpolitik in der Ukraine ist die kulturelle Assimilation sowie die vollständige Beseitigung der kulturellen Identität des ukrainischen Volkes.

    Die bolschewistischen Henker vernichten das ukrainische Volk physisch. Während ihrer Herrschaft in der Ukraine provozierten sie drei Mal absichtlich Hungersnöte. Rund 8 Millionen Ukrainer fielen bisher einer absichtlich herbeigeführten Hungersnot in der Ukraine zum Opfer.

    Wie schaffte es Ihre Familie zu überleben? UP-Leser erinnern sich an den Holodomor

    Hunderttausende ukrainischer Frauen und Männern wurden nach Sibirien und Zentralasien deportiert. Dort sind sie gezwungen, unter unmenschlichen Bedingungen zu leben, massenweise sterben sie. Bolschewistische Henker töteten Hunderttausende ukrainischer Patrioten in Gefängnissen, in der Verbannung, in Konzentrationslagern, im Kampf, durch direkte Erschießungen. Zehntausend Ukrainer wurden nur in den letzten Jahren im Kampf gegen unsere revolutionäre Befreiungsbewegung getötet.

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    So sieht in der Praxis die „beste bolschewistische Lösung der nationalen Frage in der UdSSR“ aus. Können wir ukrainische Patrioten diese Sachlage etwa hinnehmen? Können wir ukrainische Patrioten nicht gegen die bolschewistischen Unterdrücker kämpfen, wenn wir sehen, dass sie für die Ukraine eine vollständige Zerstörung vorbereiten?!

    Wir, die ukrainischen Revolutionäre und Aufständischen, kämpfen gegen die Bolschewiken, weil sie in der UdSSR ein Regime der rücksichtslosen sozialen Unterdrückung und der wirtschaftlichen Ausbeutung der arbeitenden Massen geschaffen haben.

    Nicht eine klassenlose Gesellschaft oder den Kommunismus bauen die Bolschewiken in der UdSSR aus, sondern ein neues Unterdrückungs- und Ausbeutungssystem. Anstelle der ehemaligen Ausbeuter – der Gutsbesitzer und Kapitalisten – gibt es heute neue soziale Parasiten – die Führer der bolschewistischen Partei, des Innenministeriums und der Ministerien für Staatssicherheit, Verwaltung und Wirtschaft sowie der Armee.

    Diese Führer haben bereits eine neue Ausbeuterklasse herausgebildet: die Klasse der bolschewistischen Herrscher. Die Grundlage für die Bildung dieser parasitären Ausbeuterklasse sind ihre politischen Privilegien: die Monopolstellung der Kommunistischen Partei, ihre unbegrenzte Macht sowie fehlende Kontrolle über Kommunisten seitens der Volksmassen.

    Dank der unbegrenzten politischen Rechte herrschen sie uneingeschränkt über alle Reichtümer der UdSSR. Diese Klasse beansprucht alle wirtschaftlichen Vorteile der sowjetischen Gesellschaft für sich alleine. Sie haben sich ein luxuriöses Leben geschaffen und leben auf großem Fuß.

    Während Millionen arbeitender Menschen in extremer Armut leben und hungern, bezahlen sich die bolschewistischen Herrscher unglaublich hohe Gehälter, leben in Hülle und Fülle: Sie essen herzhaft, sind elegant gekleidet, genießen Kulturgüter so viel sie wollen, haben Spaß am Leben. Dieses komfortable, luxuriöse Leben haben sich die bolschewistischen Granden durch die Ausbeutung der Sowjetmacht unterworfenen Arbeitermassen gesichert – durch die Ausbeutung der Arbeiter, Bauer und der werktätigen Intelligenz.

    Die Worte von Marx, denen zufolge „die Akkumulation von Reichtum auf dem einen Pol der Gesellschaft immer durch eine Reduktion auf dem anderen Pol begleitet wird“ (Zitat aus dem Gedächtnis), sind nicht nur in Bezug auf die kapitalistische sondern auch auf die sowjetische Gesellschaft wichtig.

    Nirgendwo auf der Welt leben Arbeiter in einer solchen wirtschaftlichen Armut wie in der Sowjetunion – im Land des angeblich „siegreichen Sozialismus“. Nirgendwo auf der Welt werden einem Arbeiter die Körperkräfte in dem Ausmaß abverlangt wie in der Sowjetunion, im Staat der „Arbeiter und Bauer“. Nirgendwo auf der Welt werden Arbeiter aufgrund der unterschiedlichen Gesetze, „Regeln“, „Pläne“, „Verpflichtungen“ so sehr unterdrückt wie in der Sowjetunion.

    Lenin gegen Stalin. Die Lügen der sowjetischen Wirtschaftsstatistik

    Die Reallöhne der untersowjetischen Arbeiter und Angestellten sind unglaublich niedrig. Es reicht nicht einmal für das niedrigste Lebensniveau. Stachanowismus (Stachanow stellte mit seiner Brigade einen Leistungsrekord bei der Kohleförderung auf) und sozialistische Wettbewerbe pressen Arbeitern und Bauern alle physischen Kräfte ab. Durch die hohen Produktionsnormen nehmen die bolschewistischen Herrscher den Bauern alle Produkte ihrer Arbeit weg. Die hohen Steuern, andauernde und hohe Kredite und „freiwillige Beiträge“ ziehen den Arbeitern den letzten Pfennig aus der Tasche.

    Die sowjetische Industrie produziert hauptsächlich Kriegsgerät, dabei werden die zivilen Konsumgüter in unzureichenden Mengen produziert. Nicht „ein fröhliches und wohlhabendes“ Leben gaben die Bolschewiki den Arbeitern des zaristischen Russlands, sondern ein neues Zuchthaus, die neue Sklaverei, neue soziale Unterdrückung und wirtschaftliche Ausbeutung. Die bolschewistischen Unterdrücker brachten in der Tat die Arbeiter der Sowjetunion in die Sklavensituation der Antike.

    Wir ukrainische Aufständische und Revolutionäre – die Söhne des Arbeitervolkes – können eine solche Politik der bolschewistischen Volksfeinde gegenüber den arbeitenden Massen nicht akzeptieren, ähnlich wie die arbeitenden Massen des zaristischen Russlands die Unterdrückung seitens der Grundbesitzer und Kapitalisten nicht hinnehmen konnten. Den Schutz der Interessen der Bauern, Arbeiter und der werktätigen Intelligenz, den Kampf um ihre soziale Befreiung halten wir für unsere heilige Pflicht.

    e608b71-vWir Banderowzy kämpfen gegen die Bolschewiken, weil sie in der UdSSR ein Regime der blutigen Diktatur der Kommunistischen Partei, ein barbarisches Regime des Terrors seitens des Innenministeriums und des Ministeriums für Staatssicherheit errichtet haben.

    In der UdSSR gibt es keine Demokratie, keine Bürger- und Menschenrechte. Zum grenzenlosen, allmächtigen Herrscher über Leben und Tod eines jeden Menschen in der Sowjetunion ist die bolschewistische Geheimpolizei – Innenministerium und Ministerium für Staatssicherheit – geworden. Sie spionieren alle der Sowjetmacht unterstehenden Bürger aus, versuchen ihr Leben und all ihre Gedanken und Gefühle vollkommen zu kontrollieren.

    Sie unterdrücken unbarmherzig jeden mutigen Gedanken. Sie richten blutig alle hin, die es wagen, sich in irgendeiner Form gegen das bolschewistische Regime zu erheben. Das bolschewistische System ist die absolute Negation aller Freiheiten, jeglicher Demokratie, aller Errungenschaften der Menschheit auf dem Wege ihres Strebens nach Freiheit und stellt eine direkte Fortsetzung der zaristischen Alleinherrschaft dar. Wie können wir ukrainische Revolutionäre widerstandslos einer solchen Verhöhnung der Menschen zusehen?! Eine solche Verhöhnung der Menschen können wir, Revolutionäre, nicht kampflos hinnehmen. Unser wichtigster ideologischer Slogan ist: „Freiheit den Völkern, Freiheit dem Menschen!“

    Und schließlich kämpfen wir ukrainische Revolutionäre und Aufständische gegen die bolschewistischen Unterdrücker, weil sie uns für unseren Patriotismus, für die Liebe zur Ukraine verfolgen; weil sie die Häuser und alle Güter der Ukrainer verbrennen, die Ukrainer nach Sibirien deportieren, unsere Verwandten foltern und bei lebendigem Leibe verbrennen, unseren Frauen die Brüste abschneiden, mit Bajonetten unsere Kinder durchbohren; weil sie Menschen an Zäunen kreuzigen, unsere mit Stacheldraht an Pferde festgebundene gefallene Mitkämpfer durch die Straßen ziehen, die Beigesetzten aus ihren Gräbern ausgraben und ihre Leichen auf Müllhalden oder in Straßengräben werfen, wo sie von Hunden zerfetzt werden; sie zerreißen Porträts von Schewtschenko, Chmelnyzkyj und treten „Kobzar“, „Geschichte der Ukraine“ mit Füßen.

    Der Tod von Schuchewytsch. Was hat NKWD mit den Leichen der Aufständischen gemacht

    Die bolschewistischen Banditen haben die ganze Westukraine in einen schrecklichen Fleischwolf verwandelt. Heute gibt es hier keine einzige Familie, in der diese Mörder nicht jemanden umgebracht, verhaftet oder nach Sibirien deportiert haben; es gibt keinen Wald oder Hain, in dem man keine ausgegrabenen Gräber der Aufständischen sehen würde, es gibt kein Dorf, in dem kein Bauernhof verbrannt worden wäre, es gibt keine Familie, in der keine Mutter um ihren zu Tode gefolterten Sohn oder keine Tochter um ihre gefolterte Mutter trauern würde, oder kein Kind um seine nach Sibirien deportierten Eltern trauern würde.

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    Wofür der ganze Schmerz, das ganze Meer an Blut und Tränen?! Nur dafür, dass das westukrainische Volk seine Heimat – die Ukraine – liebt? Nur dafür, dass unser Volk, wie jede andere Nation der Welt, ein freies und unabhängiges Leben führen will?

    Wir ukrainischen Revolutionäre und Aufständische kämpfen gegen die bolschewistischen Unterdrücker, weil sie in den Kolchosen Frauen in Pflüge einspannen, sie dazu zwingen, die Gülle auf den Schultern auf die Kolchosenfelder zu tragen; die Kolchosen-Arbeiter wegen ein paar Ähren zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilen, die sie mitzunehmen wagten, um sich vor Hungertod zu retten; weil die bolschewistischen Ausbeuter den Landwirten ihre Ernten vollständig wegnehmen und sie mit 300 Gramm Brot pro Arbeitstag entlohnen; weil sie die ukrainischen Bauern in den Grund der Armut und des Leids gebohrt haben.

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    Wir kämpfen gegen die bolschewistischen Unterdrücker, weil ukrainische Arbeiter andauernd gezwungen sind, von einer Hungerration zu leben, in langen Schlangen um Brot anzustehen, in Ghettos zu leben, weil sie durch unglaublich hohe Produktionsnormen und durch Stachanowismus körperlich erschöpft sind und bei der geringsten Verspätung zur Arbeit vor harten Strafen zittern müssen.

    Wir kämpfen gegen die bolschewistischen Verbrecher, weil sie Frauen zu Minenwerk- und Bergarbeit sowie zum Wiederaubau zwingen, wobei sie ihre Gesundheit verlieren; weil sie Mütter von ihren Kindern getrennt haben; weil zehntausende aufsichtslose Kinder gezwungen sind, sich wie Obdachlose in Schwärmen auf den Straßen, Märkten, Bahnhöfen, in der Nähe von Restaurants herumzutreiben und ihre Hände nach einem Stück Brot zu strecken.

    Wir kämpfen gegen die bolschewistischen Unterdrücker, weil sie die ukrainische Intelligenz dazu zwingen, gegen ihr eigenes Volk zu handeln, zu heucheln, die nationalen Heiligtümer zu bespucken, sie dazu zwingen, sich mit körperlicher Nebenarbeit den Lebensunterhalt zu verdienen, sie somit der Möglichkeit berauben, kreativ zu arbeiten.

    Kann ein ukrainischer Patriot, der all die Verbrechen und das Banditentum der gesamten bolschewistischen Politik gegenüber dem ukrainischen Volk und den werktätigen Massen als solche auch wahrnimmt und versteht – wie kann er denn keinen Eid ablegen, bis zum letzten Atemzug, bis zum letzten Blutstropfen dagegen anzukämpfen?

    Wir Banderowzy – ukrainische Revolutionäre und Aufständischen – schwören, unseren antibolschewistischen Befreiungskampf bis zur vollständigen Befreiung der Ukraine von der bolschewistischen Herrschaft nicht zu beenden, bis zur vollständigen Vernichtung des bolschewistischen ausbeuterischen versklavenden Systems!

    Wofür führen wir ukrainische Revolutionäre und Aufständischen unseren Kampf, was sind unsere politischen und sozialen Ziele

    (Aus dem Programmheft der OUN. Den ausführlichen Kampfplan gibt es im Programm der OUN, das vom 3. außerordentlichen geheimen Kongress der OUN verfasst wurde, der vom 21. bis 25. August 1943 tagte. Dieses Programm wurde in einer separaten Broschüre unter dem Titel "Wofür kämpft die UPA" weit verbreitet)

    Wofür kämpfen Banderowzy? Wofür kämpfen die von Stepan Bandera geleitete OUN, und die von General T. Tschuprynka geleitete Ukrainische Aufstandsarmee?

    1. Für den Aufbau eines ukrainischen unabhängigen Staates auf den Gebieten der Ukraine, mit einem gerechten politischen und sozioökonomischen System. Alle ukrainischen Patrioten strebten und streben nach der nationalen Unabhängigkeit.

    Wir glauben, und das wird von allen historischen Erfahrungen des ukrainischen Volkes bestätigt, dass nur ein unabhängiger Staat dem ukrainischen Volk die besten Bedingungen für seine vielseitige geistige und materielle Entwicklung gewähren kann, nur ein unabhängiger ukrainischer Staat eine feste Garantie für das ukrainische Volk sein kann, ein wirklich freies und wohlhabendes Leben zu führen.

    Seiner Unabhängigkeit beraubt wurde das ukrainische Volk in der Vergangenheit und wird jetzt noch immer der nationalen, politischen und sozialen Unterdrückung sowie der wirtschaftlichen Ausbeutung seitens seiner Besatzer ausgesetzt. Dem ein Ende zu setzen wird das ukrainische Volk nur dann in der Lage sein, wenn es einen eigenen unabhängigen nationalen Staat errichtet.

    was ist das ziel

    2. Für eine Rekonstruktion der Sowjetunion auf der Grundlage unabhängiger Nationalstaaten aller untersowjetischen Völker. Eine solche Lösung der nationalen Frage in der UdSSR wäre die einzige wirklich gerechte, progressive Lösung. So eine Lösung strebten alle Völker im Russischen Reich im Jahr 1917 an. Diese Lösung würde dem großrussischen Imperialismus, dem schlimmsten Feind aller untersowjetischen Völker, dem gefährlichsten Feind der ganzen Welt einen Todesstoß versetzen.

    Wir untersowjetische Menschen müssen alle verstehen: Solange Imperialisten in Moskau -Weiße oder Rote, zaristische oder bolschewistische – über dem Hoheitsgebiet der UdSSR herrschen, solange werden sie auch immer von der Weltherrschaft träumen.

    Allerdings, solange die Herrscher in Moskau solche Träume haben, werden sie immer bemüht sein, einen möglichst stärker zentralisierten Staat aufzubauen, eine noch größere Macht zu erlangen – zur Alleinherrschaft oder Diktatur; werden sie das gesamte Volkswirtschaftsleben auf die Vorbereitung zu Eroberungskriegen ausrichten; werden sie immer danach streben, einen starken und weitreichenden Unterdrückungsapparat, eine große und mächtige Armee aufzubauen, was letztendlich einerseits zur Festigung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage als herrschender Klasse und andererseits zur weiteren Unterdrückung und Ausbeutung der arbeitenden Massen führen wird.

    Somit ist die Rekonstruktion der Sowjetunion auf der Grundlage unabhängiger Nationalstaaten aller untersowjetischen Völker nicht nur eine Voraussetzung für eine echte nationale Befreiung der untersowjetischen Völker, nicht nur der wichtigste und bedeutendste Schritt zur Zerstörung des großrussischen Imperialismus im Allgemeinen, sondern ist auch die notwendige Voraussetzung für eine echte soziale und politische Befreiung der Arbeitermassen der UdSSR, die notwendigste Voraussetzung für den Aufbau eines wahrhaft gerechten und progressiven politischen und sozialen Systems in Osteuropa und Asien.

    3. Für die vollständige Umsetzung der Idee der freien Nationalstaaten auf der Welt, für die Beseitigung eines jeden Imperialismus aus dem internationalen Leben. Wir Banderowzy sind überzeugt, dass das System der freien nationalen Staaten durch das Zufriedenstellen von natürlichen Bestrebungen aller Völker nach einem unabhängigen staatlichen Leben und durch die Gewährleistung der besten Bedingungen für ihre allseitige Entwicklung, die besten Voraussetzungen für eine enge Zusammenarbeit zwischen den Völkern schafft.

    UPA und Armee Krajowa: man braucht sie weder zu verurteilen, noch lobzupreisen

    Das größte Hindernis für die internationale Zusammenarbeit ist heute der Mangel an gegenseitigem Vertrauen zwischen den Nationen, das gegenseitige Misstrauen zwischen den einzelnen Staaten. Dieses Misstrauen kann nur durch die vollständige Umsetzung des Prinzips der Selbstbestimmung der Völker, nur durch die Ablehnung von jeglichem Imperialismus in der nationalen Politik gelöst werden.

    1945: Verhandlungen zwischen den polnischen und ukrainischen antikommunistischen Aufständischen

    1945: Verhandlungen zwischen den polnischen und ukrainischen antikommunistischen Aufständischen

    4. Für den Aufbau einer klassenlosen Gesellschaft in einem unabhängigen ukrainischen Staat, für die wahrhaftige Abschaffung der Ausbeutung eines Menschen durch einen Anderen in der Ukraine, für den Triumph der Idee einer klassenlosen Gesellschaft auf der Welt, und vor allem auf dem Territorium der UdSSR.

    Grundlage der Gesellschaft eines unabhängigen ukrainischen Staates wird, wie wir schon sagten, auf der einen Seite das Gemeineigentum von Produktionsmitteln sein und auf der anderen Seite eine echte Demokratie im Bereich des innenpolitischen Systems. Das Gemeineigentum von Produktionsmitteln wird die Möglichkeit der Bildung von Ausbeuterklassen auf wirtschaftlicher Basis ausschließen.

    Im Gegensatz zu dem, was wir heute in der UdSSR haben, wird eine echte Demokratie im politischen System die Möglichkeit der Bildung von neuen parasitären Gruppen auf der Basis politischer Privilegien ausschließen.

    5. Für eine echte Demokratie gegen Diktatur und Totalitarismus aller Art, für Meinungsfreiheit, für Pressefreiheit, Versammlungsecht, die Gewährleistung der bürgerlichen und nationalen Rechte für alle nationalen Minderheiten in der Ukraine, gegen Willkür der Polizei, für eine Art von Staatsmacht, die ihre höchste Pflicht im Dienst den Volksinteressen und nicht in imperialistischen Plänen sieht.

    Die Volksregierung der Ukraine wird ihre ganze Energie und ihre Ressourcen nicht für die Errichtung eines Unterdrückungs- und Ausbeutungsapparates verschwenden, denn sie wird keine Erobfrungsziele haben, keine versklavten Völker im Inland festhalten. Die ukrainische Volksregierung wird all ihre wirtschaftlichen Ressourcen und alle menschliche Kraft für den Ausbau einer neuen staatlich gerechten sozialen Ordnung, für die wirtschaftliche Landesentwicklung und die Anhebung des kulturellen Niveaus des Volkes einsetzen.“

    Aus all dem oben Gesagten über unsere Ideologie und Politik geht eindeutig hervor, dass zwischen unserer revolutionären Bandera-Bewegung und dem Faschismus oder dem Nationalsozialismus keine Gemeinsamkeiten bestehen. In ihrer Natur ist unsere Bewegung eine nationale und soziale befreiende Volksbewegung.

    Jeglicher Chauvinismus ist uns fremd, wir lehnen den Imperialismus ab und kämpfen gegen ihn, wir sind gegen jede Art von Diktatur und Totalitarismus, wir setzen uns für die Abschaffung jeglicher Ausbeutung eines Menschen durch einen anderen ein, für eine wirklich klassenlose Gesellschaft. Nur weil die bolschewistischen Volksfeinde nicht in der Lage sind, gegen uns andere Argumente zu finden, versuchen sie uns mit dem Faschismus in Verbindung zu bringen und beschuldigen uns, Agenten dritter Länder zu sein.

    Wir Banderowzy sind für die Revolution in der ganzen Sowjetunion, für eine Einheitsfront im Kampf aller unterdrückten Völker und der werktätigen Massen der Sowjetunion.

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    Um unsere Ziele zu erreichen, gehen wir den Weg der Ausweitung der nationalen sozialen Volksbefreiungsrevolution in der Ukraine wie auch unter den anderen Völkern der UdSSR. Wir rufen alle versklavten untersowjetischen Völker und die Arbeitermassen aller Nationalitäten der UdSSR dazu auf, sich uns im Kampf für den Sturz des bolschewistischen Regimes anzuschließen.

    Das bolschewistische Joch unterdrückt das ukrainische wie auch alle anderen Völker der Sowjetunion gleichstark. Die bolschewistischen Unterdrücker sind Feinde für das ukrainische wie auch für alle anderen unterdrückten Völker der UdSSR.

    Die Völker der UdSSR können sich vom bolschewistischen Joch nur durch den revolutionären Kampf gegen die bolschewistischen Unterdrücker und Ausbeuter befreien – den Kampf, den die sowjetischen Völker für die Rekonstruktion der UdSSR auf der Grundlage unabhängiger Nationalstaaten führen werden, für eine echte Demokratie im innenpolitischen System der einzelnen Nationalstaaten, für eine wirklich klassenlose Gesellschaft, für die absolute Beseitigung jeglichen Imperialismus aus den gegenseitigen Beziehungen, für eine enge Zusammenarbeit untereinander, basierend auf echter Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt der Interessen.

    So besiegte die UPA den Stalinismus. Der Aufstand in den Straflagern von Norilsk

    Je früher die Völker der Sowjetunion die Notwendigkeit eines revolutionären Kampfes gegen die bolschewistischen Unterdrücker begreifen, desto kürzer wird ihr Leid werden – das Leid der Sklaven im bolschewistischen Gefängnis der Völker; desto geringer werden ihre Opfer werden, die sie jeden Tag als Folge der terroristischen Politik der Bolschewiken bringen müssen; desto eher werden sie in der Lage sein, ein wirklich freies glückliches Leben zu führen.

    Wir arbeiten daran, eine antibolschewistische revolutionäre Einheitsfront der Völker der Ukraine, Belarus, der baltischen Staaten, des Kaukasus, Zentralasiens, Sibiriens und der Völker Südost- und Mitteleuropas zu schmieden, jener Länder, die im Grunde genommen von den Bolschewiken im letzten Krieg okkupiert wurden.

    Revolutionäre, progressive Elemente der Völker der Ukraine, Belarus, der baltischen Staaten, des Kaukasus und einiger Völker Südosteuropas im Exil haben sich heute für einen gemeinsamen antibolschewistischen Kampf um die politische Plattform im Antibolschewistischen Block der Nationen (ABN) vereint.

    Im Exil arbeiten bereits einige leitende Strukturen des ABN. Eine Vereinigung der aktiven antibolschewistischen revolutionären Front innerhalb der UdSSR in den durch Moskau neubesetzten Ländern soll folgen. Das wird auf dem Weg zum Sturz des bolschewistischen Völkergefängnisses, zur Befreiung aller von Bolschewiken unterdrückten Völker ein großer Schritt nach vorn werden.

    Zum Kampf gegen die Unterdrücker und Ausbeuter im Kreml rufen wir auch das russische Volk auf

    Die russischen Volksmassen werden von den Kreml-Bonzen auf die gleiche Weise politisch und sozial unterdrückt wie nichtrussische Völker. 1917 erhob sich das russische Volk zusammen mit allen Völkern Russlands zum revolutionären Kampf gegen die zaristische Selbstherrschaft, gegen die Gutsbesitzer und Kapitalisten im Namen der echten politischen Freiheit, im Namen der echten sozialen Gleichheit und Gerechtigkeit, im Namen der echten Zerschlagung des politischen und sozialen Reaktionismus in Russland. All das hat das russische Volk nicht erreicht.

    Die bolschewistischen Usurpatoren entrissen gewaltsam die Macht aus den Händen des russischen Volkes und errichteten auf dem Gebiet des ehemaligen russischen Reiches unter dem Deckmantel revolutionärer Slogans eine neue Art der Selbstherrschaft, ein neues Ausbeutungssystem.

    Das russische Volk hatte im zaristischen autokratischen Russland keine politische Freiheit, es hat auch heute in der bolschewistischen diktatorischen UdSSR keine Freiheit bekommen. Im zaristischen Russland waren die russischen Arbeitermassen durch die Grundbesitzer und Kapitalisten ausgebeutet, und jetzt werden sie von den bolschewistischen Granden ausgebeutet. Das russische Volk hat seine Ideen der politischen und sozialen Freiheit noch nicht verwirklicht. Diese Ideen warten auf ein Heer von neuen Kämpfern aus dem russischen Volk.

    Wir ukrainische Revolutionäre und Aufständischen verspüren tiefe Sympathien für die russischen Volksmassen, die vorher von der zaristischen Regierung und nun von der bolschewistischen Clique ausgenutzt und unterdrückt werden, und dennoch Mut und Kraft finden, um sich zum revolutionären Kampf gegen die Unterdrücker zu erheben, für die russischen Massen, die jeglichen Imperialismus ablehnen.

    Mit größter Freude würden wir das russische Volk an der revolutionären Front im Kampf gegen das bolschewistische ausbeuterische System begrüßen.

    März 1917, Kiew

    März 1917, Kyjiw

    Wie sehen wir den kommenden Krieg

    Wir zählen auf den Krieg zwischen der UdSSR und ihren Gegnern und auf Hilfe in unserem Kampf sowie auf einen günstigen Umstand, der uns unsere Befreiung mit eigenen Kräften erleichtern würde.

    Wir setzen hauptsächlich auf die Kräfte des ukrainischen Volkes, auf die Kräfte aller unterdrückten Völker der Sowjetunion.

    Was sind die unmittelbaren Aufgaben unseres Kampfes heute

    In der gegenwärtigen Phase unseres Kampfes sind unsere nächsten Aufgaben folgende:

    1) den noch nicht beteiligten Teil des ukrainischen Volkes zum aktiven antibolschewistischen revolutionären Kampf einzubeziehen;

    2) die bereits eroberten Positionen der ukrainischen Befreiungsbewegung zu verteidigen;

    3) auf dem Wege der revolutionären Propaganda die Massen aller Nationalitäten der Sowjetunion über den tatsächlichen Bolschewismus aufzuklären, die Natur des volksfeindlichen bolschewistischen Systems zu offenbaren, den Völkern der Sowjetunion den Weg zur Befreiung aus dem bolschewistischen Joch aufzuzeigen;

    3) die Entstehung des organisierten aktiven antibolschewistischen Kampfes in der gesamten UdSSR zu stimulieren.

    Warum müssen wir unseren Kampf als eine bewaffnete Bewegung im Untergrund führen

    Unter den Terrorbedingungen in der UdSSR können wir unseren Befreiungskampf in keiner anderen Form führen als in der Form des bewaffneten Untergrundes. Das ist der Grund, warum wir heute gezwungen sind, in den Wäldern und Katakomben unter der Erde zu sitzen. Zur Bekämpfung des Innenministeriums und des Volkskommissariats für Staatssicherheit tragen wir Waffen.

    Diese Kampfform hat uns der Feind aufgezwungen. Es ist klar, dass solche Formen des politischen Kampfes unglaublich schwer sind. Da jedoch in der Sowjetunion nur solche Formen des Kampfes gegen das Regime möglich sind, werden wir auch weiterhin so wie bisher kämpfen. Eine solche Taktik ist die einzig richtige auch für alle anderen von Bolschewiken unterdrückten Völker.

    „Ich werde ein revolutionärer wachsamer Krieger sein…“ – das Gelöbnis der UPA (FOTO)

    Wir halten die Erziehung eines revolutionären Bewusstseins und die antibolschewistische politische Aktivität der unterdrückten Völker sowie der werktätigen Massen der Sowjetunion für eine Voraussetzung zur Entstehung des antibolschewistischen revolutionären Massenkampfes in der Sowjetunion.

    Wir erstreben eine solche Erziehung sowohl durch die revolutionäre Propaganda wie auch durch einen direkten aktiven Kampf der revolutionären Avantgarde – der revolutionären Organisationen – sowie durch die Einbeziehung der breiteren sowjetischen Volksmassen in diesen Kampf.

    Was ist der unmittelbare Zweck unserer militärischen Aktionen und Sabotageakten?

    Mit unseren bewaffneten Aktionen und Sabotageakten wollen wir Folgendes bezwecken: Den bolschewistischen Okkupanten keine Möglichkeit zu geben, in den besetzten ukrainischen Gebieten Fuß zu fassen, ungestraft das ukrainische Volk zu terrorisieren und die Naturressourcen unseres Landes zu rauben; ukrainische Patrioten vor Terror seitens Innenministeriums (MWD) und des Volkskommissariats für Staatssicherheit (MGB) zu schützen; die Bemühungen des MWD und MGB, Agentenzellen zu gründen, zu vereiteln; die Entwicklung der bolschewistischen, dem ukrainischen Volk gegenüber feindlichen Organisationen zu verhindern; die besonders aktiven Lakaien das bolschewistischen Feindes zu beseitigen und unsere Untergrundorganisation vor dem MWD und MGB zu schützen.

    Wir ukrainische Revolutionäre und Aufständischen kämpfen nicht gegen die sowjetischen Arbeitermassen

    nichtgegen

    Unseren Kampf führen wir Banderowzy nur gegen die bolschewistischen Imperialisten, das heißt gegen die Parteileitung und all jene Elemente, die unabhängig von ihrer sozialen oder nationalen Herkunft dieser Obrigkeit treu dienen.

    Es ist eine schamlose Lüge, dass wir alle untersowjetischen Menschen wahllos erschießen. Wir kämpfen nicht gegen die untersowjetischen Massen.

    Dies können Tausende untersowjetische Menschen bestätigen, Bauern, Arbeiter und Intellektuelle, mit denen wir uns trafen, mit ihnen sprachen und denen wir unsere Literatur weitergaben. Dies können Tausende von Hungernden bestätigen, denen wir geholfen haben wie wir nur konnten.

    Amphilochij Pochajewskij – ein Heiliger der Ukrainischen Orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats, der den Aufständischen half

    Wir vernichten ausschließlich die regierenden Vertreter der Partei, MWD, MGB und all die käuflichen Lakaien, die unserer Bewegung und dem ukrainischen Volk gegenüber feindlich gestimmt sind.

    Wie sehen wir Banderowzy die Aussichten unseres Kampfes?

    Wir wissen, dass uns in unserem Kampf große Schwierigkeiten erwarten. Es ist uns sehr wohl bewusst, dass unsere Kräfte im Vergleich zu denen des Feindes noch sehr gering sind. Wir verstehen auch, dass es sehr schwer ist, einen revolutionären Kampf unter den Bedingungen des bolschewistischen Innenministeriumsystems zu führen.

    Dennoch glauben wir an die Gerechtigkeit unserer Sache und an unser Volk. Dieser Glaube war seit jeher die wichtigste Quelle unserer Stärke, ist es bis heute und wird es in der Zukunft auch bleiben. Wir kämpfen für die eigenen Lebensinteressen des ukrainischen sowie aller anderen Völker der Sowjetunion. Das ganze ukrainische Volk sowie alle anderen untersowjetischen Nationen werden nicht darum herumkommen, uns zu folgen.

    Heute folgt uns ein erheblicher Teil der Ukraine aktiv. Heute ist die Sympathie des unterdrückten ukrainischen Volkes wie auch des bedeutenden Teils der korrekt über uns informierten Arbeitermassen der Sowjetunion auf unserer Seite.

    Morgen wird sich der restliche Teil der Ukraine uns anschließen. Morgen werden alle Völker der Sowjetunion unseren Weg gehen.

    Der Radiosender der UPA „Aphrodite“: „Sie hören die Stimme der freien Ukraine…“

    Sowohl unter Bedingungen der bolschewistischen Reaktion innerhalb der UdSSR und in den von ihr neubesetzten Ländern Süd-, Ost- und Mitteleuropas, als auch auf dem Hintergrund der ungesunden Beziehungen zum Westen repräsentieren wir Banderowzy im Hinblick auf die Ziele unseres Kampfes und seine moralischen Grundlagen die tiefsten, immer lebendigen, gesunden Bestrebungen der Völker und der werktätigen Massen zum politischen und sozialen Fortschritt.

    Die revolutionären Kräfte, die Kräfte des Fortschritts besiegen immer die Kräfte der Reaktion. Das ist das Gesetz der gesellschaftlichen Entwicklung.

    ukr

    Im Kampf gegen die bolschewistische Reaktion wird der Sieg letztlich auf unserer Seite sein. Bereits heute kämpfen in der UPA im revolutionären Untergrund Vertreter anderer Nationalitäten an ukrainischer Seite: Russen, Tataren, Belarussen, Georgier. In naher Zukunft werden auf ihren eigenen Territorien Tausend Mann starke Bataillone von Revolutionären aller Nationalitäten der UdSSR mit uns zusammenkämpfen.

    Unser Zukunftsoptimismus basiert auf der Tatsache, dass es bis heute, nach vier Jahren, den Bolschewiken, dem MWD und MGB nicht gelungen ist, uns zu vernichten, wie ihnen auch nicht gelungen ist, unsere Untergrundorganisationen zu zerschlagen.

    Gegen unsere höhere Idee, gegen unser Tarnungsgeschick, gegen unser Massenheldentum und unsere Ausdauer ist sogar das Innenministerium machtlos. In unserem Kampf bisher gereift werden wir auch in Zukunft überleben. Die ersten Kämpfe für uns waren die mit MWD und MGB. Heute, nach diesen siegreichen Kämpfen, blicken wir mit Hoffnung in die Zukunft.

    Weihnachtskarten der UPA: Waffen, Engel, Hoffnung (FOTOS)

    Mit der notwendigen Kampferfahrung unter den Bedingungen des bolschewistischen Regimes, unter dem MWD-System, in den bisherigen Kämpfen gehärtet, durch von den unterdrückten Völkern wo wir nur waren entgegengebrachte Sympathien gewärmt, durch die Unterstützung des ukrainischen Volkes gestärkt, schreiten wir mutig nach vorn zu unserem Ziel – zum Sturz der bolschewistischen Herrschaft in der Sowjetunion und zum Aufbau eines unabhängigen ukrainischen Staates, zur Befreiung der Völker und der werktätigen Massen in der ganzen UdSSR.

    Der Stil unseres Kampfes

    Für uns Banderowzy ist ein höchst selbstloser Stil des revolutionären Kampfes charakteristisch. Dies gründet sich auf die unerhört hohe beispiellose Ideenbesessenheit der Teilnehmer unserer Bewegung, auf unserem tiefen Patriotismus.

    Wir erkennen weder die Gefangenschaft noch die Kapitulation vor dem Feind an. Die ukrainischen Revolutionäre ergeben sich in der Regel nicht lebendig in die Hände des Feindes: Sie erschießen sich in einer aussichtslosen Situation oder sprengen sich mit eigenen Granaten.

    Außer dem Leben für den aktiven Kampf für unsere hohen Ideale der Revolution erkennen wir kein anderes Leben an. Wir werden unseren Kampf nicht einstellen, solange noch ein letzter Revolutionär am Leben ist.

    Die letzte Schlacht der UPA. 1960

    Wir schrecken selbst vor größten Schwierigkeiten, Gefahren und Hindernissen nicht zurück. Weder der Tod unserer Kameraden, noch zeitweilige Rückschläge werden uns in unserem Kampf brechen können. Im Namen des Triumphs unserer Ideen pflegen wir freiwillig die eiserne Disziplin, die in unseren Reihen herrscht.

    Wir ukrainische Revolutionäre und Aufständischen setzen die besten Traditionen der Befreiung sowohl des ukrainischen, als auch aller anderen Völker der Sowjetunion fort.

    Im Kampf für nationale und soziale Freiheit des ukrainischen Volkes, für die staatliche Unabhängigkeit der Ukraine, setzen wir, die ukrainischen Revolutionäre und Aufständischen, die Arbeit von solch großen Freiheitskämpfern der Geschichte der Ukraine fort, wie Chmelnyzkyj, Masepa und Petljura, wir setzen die Traditionen solcher Befreiungsorganisationen aus der Zeit nach 1920 fort, wie der Union für die Befreiung der Ukraine (SVU) und der Bruderschaft der Ukrainischen Staatsmänner (BUD), wir kämpfen für die Verwirklichung der Träume und Ideale solcher herausragender Ukrainer wie Schewtschenko, Franko und Lesja Ukrainka.

    Ständig bemüht um den Aufbau eines gerechten, progressiven politischen und sozialen Systems in der gesamten UdSSR, um die Befreiung vom nationalen und sozialen bolschewistischen Joch aller Völker der Sowjetunion, setzen wir Banderowzy die Tradition des Befreiungskampfes aller unterdrückten Völker gegen die zaristische Regierung fort, wir setzen die Arbeit jenes Teils der russischen Revolutionäre in der Zeit bis 1917 fort, die der nationalen und sozialen Sklaverei in Russland tatsächlich ein Ende setzen wollten, die Arbeit jener Revolutionäre, die politische Freiheit und soziale Gerechtigkeit für die Volksmassen Russlands tatsächlich erkämpfen wollten.

    So sind wir Banderowzy, und dafür kämpfen wir

    Taras Schewtschenko. 1859

    Taras Schewtschenko. 1859

    Vor langer Zeit antwortete der große Schewtschenko auf das Gelächter von Zarenlakaien, die „Haidamaken seien keine Krieger, sondern Räuber, Diebe, ein Fleck in unserer Geschichte“: „Du lügst, du Menschenmörder! Für die heilige Wahrheit, für die Freiheit erhebt sich kein Räuber! Das Volk, das im Dunkeln tappt, wird sich von Fesseln nicht befreien wollen, wird den Sohn des Bösen nicht töten, wird sein lebendiges Herz für sein Land nicht zerreißen!“ („Cholodnyj Jar“).

    Diese Worte des großen Propheten der Ukraine sollen heute unsere Antwort an alle sein, die durch die bolschewistische Propaganda belogen und betrogen in uns noch immer „Banditen“ sehen.

    * * *

    Seit vier Jahren fallen in der Westukraine Schüsse, die in der ganzen Sowjetunion zu hören sind. Seit vier Jahren ist die Westukraine, ein kleines Eckchen der riesigen Sowjetunion, zum Schlachtfeld unglaublich erbitterter heroischer Kämpfe geworden.

    Jeder untersowjetischer Mensch, jeder Kolchose-Bauer, Arbeiter und Intellektuelle sollen es wissen: Hier in der Ukraine entflammte zum ersten Mal in der Geschichte der zwangsstabilisierten UdSSR ein Brennpunkt des revolutionären Befreiungskampfes für den Sturz des bolschewistischen versklavenden und ausbeuterischen Regimes, für den Aufbau einer wirklich gerechten und sozialen Ordnung auf dem Territorium der UdSSR.

    Hier schworen zum ersten Mal in der Geschichte der UdSSR Zehntausende ukrainischer Patrioten – Söhne des ukrainischen Volkes – lieber zu sterben als kleinlaut die bolschewistischen Schikanen zu dulden, als die aus der nationalen und sozialen Perspektive verbrecherische Politik der bolschewistischen Banditen zu akzeptieren.

    Wir Banderowzy kämpfen und sterben mit dem Gedanken an künftige Freiheit und ein glückliches Leben des ukrainischen Volkes, mit dem Gedanken an künftige Freiheit und ein glückliches Leben für alle unter Sowjetmacht lebenden Völker.

    Wir Banderowzy kämpfen und sterben in der Überzeugung, dass nach uns Tausende und Millionen neuer Kämpfer aus der ganzen Ukraine, aus allen Teilen der Sowjetunion kommen werden und unser Kampf für die Freiheit der Völker und Menschen mit einem Sieg über die reaktionären Bolschewiken ausgehen wird.

    Bandera: „Aus der unerschöpflichen Quelle“

    Wir Banderowzy kämpfen und sterben mit Stolz darauf, dass wir als Erste in den dunklen Tagen des bolschewistischen Reaktionismus den Weg in die Freiheit fürs ganze ukrainische Volk, sowie für die Völker und Arbeitermassen der Sowjetunion ebnen müssen. Wir sind auch darauf stolz, dass wir das Los gezogen haben, als Erste den Anfang eines neuen Zeitalters fürs Osteuropa und das bolschewistische Asien einzuleiten – das Zeitalter ihrer wahren nationalen und sozialen Befreiung.

    Wir fühlen aufrichtig mit all den sowjetischen Müttern und Vätern mit, deren unschuldige Söhne gegen ihren eigenen Willen in den Kampf gegen uns dazu getrieben wurden und gefallen sind. Daran ist das Innenministerium schuld, es hat sie mit Gewalt gegen uns getrieben. Sie sind Opfer des Innenministerium-Terrors.

    Heute, zu Beginn des fünften Jahres unseres antibolschewistischen Befreiungskampfes, aus unseren revolutionären Gräben, bei der Abwehr der schrecklichsten Angriffe des Innenministeriums und des MGBs, zwischen den Leichen unserer gefallenen Kameraden, blutbefleckt, aber nicht gebrochen, halten wir unsere revolutionäre Flagge noch höher.

    Völker der Sowjetunion! Sowjetische Arbeitermassen! Schaut Euch diese Flagge an! Schaut und lest!

    mitleidWir sind für die Freiheit der Völker und des einzelnen Menschen!

    Wir setzen uns für die Befreiung aller Völker und Arbeiter der Sowjetunion aus dem bolschewistischen nationalen und sozialen Joch ein!

    Nieder mit dem bolschewistischen unterdrückenden und ausbeutenden System!

    Wir rufen all diejenigen zum Kampf an unserer Seite unter dieser Flagge aauf, die vom Joch der bolschewistischen Ausbeuter unterdrückt werden, alle, die Kraft und Mut zum Kämpfen haben!

    Es reicht, die bolschewistischen Schikane und Gewalt zu ertragen! Es ist eine Schande für einen Menschen, das Joch und die Peitsche kleinlaut zu erdulden!

    Es reicht, sprachlose Sklaven zu sein!

    Es reicht, Eure Wut und Euren Hass gegen die bolschewistischen Unterdrücker in Euch heimlich zu unterdrücken!

    Erhebt Euch zum revolutionären Kampf gegen die Unterdrücker und Ausbeuter des Kreml!

    Ukrainer aus den östlichen Regionen der Ukraine! Wir ukrainische Revolutionäre und Aufständischen sind Kämpfer für die Freiheit und Unabhängigkeit der Ukraine, wir rufen euch auf: Schließt Euch dem revolutionären Befreiungskampf gegen das bolschewistische Joch an! Der Kampf um die Freiheit und Unabhängigkeit des ukrainischen Volkes ist eine heilige Pflicht eines jeden Sohnes der Ukraine!

    Agitation und Propaganda der UPA – Broschüren, Plakate, Anleihen (FOTO)

    Versklavte Völker der Sowjetunion! Weißrussen, Georgier, Armenier, Aserbaidschaner, Litauer, Letten, Esten und Karelier-Finnen, Usbeken, Kasachen, Tadschiken, Kirgisen, Turkmenen, Tataren, Kalmücken, Baschkiren, Moldauer!

    Erhebt Euch zum nationalen und sozialen Befreiungskampf gegen die Unterdrücker in Moskau für die Rekonstruktion der Sowjetunion auf der Grundlage unabhängiger Nationalstaaten aller untersowjetischen Völker! Russen! Kämpft für den Sturz der bolschewistischen Diktatur, für die Zerstörung des bolschewistischen Ausbeutungssystems – für ein demokratisches Russland, für echte soziale Gleichheit und Gerechtigkeit!

    Sowjetische Arbeiter, Kolchose-Bauern und Intellektuelle! Das bolschewistische Joch wird immer schwerer. Die Armut hat kein Ende in Sicht. Der Terror und die Verfolgungen haben kein Ende. Es reicht, alles demütig weiterhin zu ertragen! Erhebt Euch zum revolutionären Kampf für Eure politische und soziale Befreiung!

    *  *  *

    endeEs lebe der Befreiungskampf des ukrainischen Volkes für den ukrainischen unabhängigen Staat!

    Es lebe OUN und UPA – die Kampf-Avantgarde des ukrainischen Volkes in seinem Kampf für nationale und soziale Freiheit!

    Es lebe Stepan Bandera – der Anführer der ukrainischen revolutionären Befreiungsbewegung – ein aufrichtiger Freund aller Völker und der werktätigen Massen der Sowjetunion!

    Es lebe General Taras Tschuprynka – der Oberbefehlshaber der UPA, der furchtlose Kämpfer für die Freiheit des ukrainischen Volkes und aller anderen Völker der Sowjetunion!

    Es lebe der nationale und soziale Befreiungskampf aller unterdrückten Völker der Sowjetunion!

    Es lebe der revolutionäre Kampf der Arbeitermassen der UdSSR für soziale Gleichheit und Gerechtigkeit, für eine echte klassenlose Gesellschaft!

    Tod Stalin und seiner Clique – den schlimmsten Feinden des Volkes und der Arbeitermassen der Sowjetunion!

    Mai 1948


    Petro Poltawa

    poltawaGeboren in Lwiw 1919. Offizier der Roten Armee während des Krieges der UdSSR gegen Finnland; Leiter der erziehungspolitischen Abteilung des Generalstabs der UPA; Leiter des Informationsbüro des UHWR (Oberster Ukrainischer Befreiungsrat); 1951 gefallen im Kampf gegen NKWD in der Karpaten-Region.

     


    • Die komplett eingescannte Broschüre „Wer sind Banderowzy und wofür kämpfen sie“ kann man auf der Archiv-Webseite einsehen

     

    Quelle: istpravda.com.ua; übersetzt von Andrij Topchan; editiert von Irina Schlegel/Klaus  H. Walter. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Quelle erforderlich ( CC BY 4.0 ).

    Tags: BanderaBanderowzyBefreiungskampfOUNUkraineUPA

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    One Response to “Wer sind die Banderowzy und wofür kämpfen sie? (Teil 2)”

    1. 17/01/2018

      Wer sind die Banderowzy und wofür kämpfen sie? (Teil 1) - InformNapalm (Deutsch)

      […] UPDATE: Zweiter Teil […]

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