
Wir möchten Ihnen hiermit den ersten Teil eines historischen Dokuments präsentieren, in dem die UPA selbst Stellung zu ihrer Tätigkeit nimmt und über ihre Ziele und Absichten spricht… Bitte beachten Sie, dass diese Broschüre aus den 1940-er Jahren stammt und selbst wenn uns manche Ideen vielleicht veraltet erscheinen mögen – seitdem schließlich 70 Jahre vergangen sind.
„Gegen die Polizeiwillkür… Für den Aufbau einer klassenlosen Gesellschaft, für die wirkliche Abschaffung der Ausbeutung eines Menschen durch einen anderen… Für die Demokratie, gegen die Diktatur und den Totalitarismus, für die Meinungsfreiheit und das Versammlungsrecht… Für die Gewährung der Rechte für alle nationalen Minderheiten in der Ukraine“
Am 1. Januar 1909 wurde der Leiter der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), Stepan Bandera, geboren. Aus diesem Anlass veröffentlicht „Історична Правда“ das Programmdokument der OUN: „Wer sind die Bandera-Anhänger und wofür kämpfen sie“. Dieses Agitationsmaterial wurde von Peter Fedun „Poltawa“ – dem Leiter der Propaganda-Abteilung der OUN vorbereitet, Oberst der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA). Peter Fedun war einer der führenden Ideologen und Propagandisten der ukrainischen nationalistischen Bewegung.

Titelblatt der russischsprachigen Version der Broschüre, deren Text hier veröffentlicht wird. Vielen Dank an das Zentrum für die Erforschung der Befreiungsbewegung für die Nutzungsgenehmigung seiner Archive.
Freiheit den Völkern und den Menschen!
Für einen unabhängigen einheitlichen Staat Ukraine!
Unabhängige Nationalstaaten für alle Völker der UdSSR!
Unterdrückte Völker der UdSSR, vereint euch im Kampf gegen die bolschewistischen Unterdrücker und Ausbeuter!
Die bolschewistischen Versklaver befürchten, dass die Volksmassen der UdSSR die Wahrheit über Bandera und seine Anhänger erfahren
In der ganzen Ukraine, und vielleicht sogar in der ganzen Sowjetunion, gibt es wahrscheinlich keine einzige Person, die noch nichts vom antibolschewistischen revolutionären Kampf gehört hat, der seit vier Jahren vom ukrainischen Volk vor allem in den westlichen Regionen der Ukraine geführt wird. In der ganzen Ukraine, und vielleicht sogar in der ganzen Sowjetunion gibt es wahrscheinlich keine einzige Person, die noch nichts von Bandera gehört hätte. Nicht einmal die bolschewistischen Unterdrücker schaffen es, den heldenhaften Kampf von Millionen Freiheitskämpfern vor den Bürgern der Sowjetunion geheimzuhalten. Nachrichten über diesen Kampf haben auf unterschiedlichen Wegen die großen Weiten der UdSSR umflogen, und nun wissen fast alle Sowjetbürger davon.
Trotz der Tatsache, dass bis heute fast alle der Sowjetmacht unterworfenen Menschen von uns, den Bandera-Anhängern, und von unserem revolutionären antibolschewistischen Kampf gehört haben, wissen sie nicht immer die Wahrheit über uns. Viele von den untersowjetischen (Anm.d.Red.: Hier und nachfolgend im Text sind damit Menschen gemeint, die der Sowjetmacht unterworfen waren) Menschen vertrauen der bolschewistischen Propaganda und glauben, wir seien eigentlich „ukrainisch-deutsche Nationalisten“, das heißt also „Hitler-„, oder – wie die Bolschewiki uns in der letzten Zeit verleumden – „anglo-amerikanische Agenten“. Sie glauben auch, wir seien „Kulaken“, „Bourgeois“ oder „Banditen“, die im Wald sitzen und im Untergrund agieren, nur weil wir uns vor der „Volksjustiz fürchten würden“.
Alles, was die bolschewistische Propaganda über uns sagt, sind eine schamlose, zynische und verabscheuungswürdige Lügen. Die bolschewistischen Volksfeinde verbreiten diese Lügen über uns, um den wahren nationalen und sozialbefreienden Charakter unserer Bewegung vor den Volksmassen der Sowjetunion geheimzuhalten.
Sie haben Angst davor, dass die Volksmassen der Sowjetunion von den wahren Zielen unseres Kampfes, von seinem progressiven volksbefreienden Charakter erfahren und, angesteckt von den revolutionären „banderistischen“ Ideen, sich selbst nach dem Vorbild des ukrainischen Volkes auf den Weg des befreienden antibolschewistischen Kampfes begeben. Die bolschewistischen Imperialisten verstehen, dass dies das Ende ihrer Herrschaft über die Völker der Sowjetunion und ihren Tod bedeuten würde.
Um dies zu verhindern und in der Lage zu sein, ungestraft die Völker der Sowjetunion, Millionen von Arbeiter, weiterhin zu unterdrücken und auszubeuten, unternehmen die bolschewistischen Banditen auf der einen Seite alle Anstrengungen, um Mitglieder unserer befreiungsrevolutionären Bewegung zu vernichten und unsere Untergrundorganisation zu zerstören, auf der anderen Seite machen sie aber vor keiner Lüge halt, verschmähen auch die krassesten Verleumdungen nicht, um nur unsere revolutionäre Bewegung in den Augen der Volksmassen zu diskreditieren, ideologisch zu kompromittieren und diese damit für die Völker und Arbeitermassen der Sowjetunion inakzeptabel zu machen.

Das Original der Broschüre wurde am 13.06.2005 bei Ausgrabungen nahe des Dorfes Tysiw (Bezirk Dolyna der Region Iwano-Frankiwsk) gefunden.
Das werden die bolschewistischen Volksfeinde aber nicht lange machen können. Ähnlich wie es ihnen nicht gelungen ist, das Faktum unseres antibolschewistischen Kampfes vor den Völkern der Sowjetunion geheimzuhalten, so werden sie es auch nicht schaffen, den sowjetischen Bürgern die Wahrheit über den tatsächlichen Charakter unserer Bewegung vorzuenthalten.
Welche Maßnahmen auch immer die Bolschewiken ergreifen: Die Wahrheit über uns, über die Bandera-Anhänger, über den Befreiungskampf des ukrainischen Volkes wird ihren Weg zu den sowjetischen Volksmassen finden. „Mit Lügen kommt man nicht weit“, sagt ein ukrainisches Sprichwort.
Das Ziel dieser Broschüre ist es, den sowjetischen Menschen die Wahrheit über uns, über Bandera, über unsere befreiungsrevolutionäre Bewegung kurz zu erzählen.
Banderowzy sind konsequente Kämpfer für die Befreiung des ukrainischen Volkes
Der Begriff „Banderowzy“ ist in jüngster Zeit zur populären Bezeichnung aller Teilnehmer des revolutionären Untergrundkampfes geworden, der während der Nazi-Okkupation vom ukrainischen Volk gegen die Deutschen geführt und ab 1944 gegen die bolschewistischen Invasoren fortgesetzt wurde.
Die Bezeichnung „Banderowzy“ leitet sich vom Namen eines ruhmreichen Sohnes des ukrainischen Volkes, eines Kämpfers für Freiheit und staatliche Unabhängigkeit der Ukraine ab, der die revolutionäre Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), dessen Name Stepan Bandera ist.
Stepan Bandera in polnischen Gefängnissen
Die von Stepan Bandera geleitete Organisation Ukrainischer Nationalisten verwirklicht als einzige auf ukrainischem Boden die Idee des revolutionären kompromisslosen Kampfes des ukrainischen Volkes gegen alle Okkupanten und für die nationale Freiheit und Unabhängigkeit der Ukraine.
Wir Banderowzy führten in der Zeit vor 1939 immer den radikalsten Kampf gegen die Besatzer. Ebenso waren wir die einzigen, die in den Jahren 1939-1941 einen aktiven revolutionären Kampf gegen die bolschewistischen Besatzer organisiert haben. In Juni 1941, nach dem Rückzug der bolschewistischen Armeen aus einem Teil der Ukraine, hat die von Bandera geleitete OUN eine Regierung gebildet und die Wiederherstellung eines unabhängigen ukrainischen Staates (30. Juni 1941) erklärt.
Als die Deutschen eine feindselige Haltung zu diesem Akt einnahmen und den Leiter der OUN Stepan Bandera sowie die neugebildete Regierung des Ministerpräsidenten J. Stetsko und andere Ukrainer auf leitenden Posten verhafteten, nahm die OUN sofort den aktiven Kampf gegen die Nazis zunächst aus dem Untergrund und seit 1942 im offenen aufständischen Kampf auf.
Bataillon „Nachtigall“ 30. Juni 1941 (Foto)
Seit 1944, also seit der zweiten Besatzung der Ukraine in Folge – diesmal durch die Moskauer bolschewistischen Imperialisten, ist die von Bandera geleitete OUN auf ukrainischen Gebieten die einzige organisierte nationale politische Kraft geblieben.
Die von Stepan Bandera geleitete OUN ist die einzige Organisation, die unter den schweren Bedingungen der bolschewistischen Besatzung auf dem Schlachtfeld und an der Spitze des Befreiungskampfes gegen die bolschewistischen Invasoren bei dem Volke blieb. Die OUN dient seit vier Jahren selbstlos der Befreiung der Ukraine von der Herrschaft der Besatzer.
In einem erbitterten Kampf widersetzt sich die von Stepan Bandera geführte OUN nun seit vier Jahren nicht nur den härtesten Angriffen des bolschewistischen Feindes, sondern geht auch in vielen Bereichen der Front in eine erfolgreiche Offensive über.
Die ideologisch-politische Erscheinung der Banderowzy ist einheitlich. Aber in ihrer organisatorisch-parteilichen Zugehörigkeit sind Banderowzy entweder a) Mitglieder der OUN oder b) parteilose ukrainische Patrioten, die für die Freiheit und die nationale Unabhängigkeit der Ukraine kämpfen, entweder in den Reihen der ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) oder im revolutionären Untergrund.
Die UPA entstand 1942, im Zuge der Entfaltung des landesweiten bewaffneten Kampfes des ukrainischen Volkes gegen die Nazi-Besatzer. Die von Stepan Bandera geleitete OUN war der Initiator, erster Organisator und Koordinator der UPA. Seit ihrer Entstehung und bis heute steht die UPA unter dem Kommando eines der großartigen ukrainischen Revolutionäre, dem langjährigen Freiheitskämpfer für die Freiheit des ukrainischen Volkes, General Taras Tschuprynka [alias Roman Schuchewytsch – Anmerkung d. Verfassers].
Was hat man bei Tschuprynka-Schuchewytsch nach seinem Tod gefunden (FOTOS)
In der UPA sowie im revolutionären Untergrund trifft man Ukrainer, die in der Vergangenheit verschiedenen ukrainischen politischen Parteien angehörten. Uns alle vereint heute der Befreiungskampf gegen die bolschewistischen Invasoren.
Der revolutionäre Befreiungskampf des ukrainischen Volkes wird vom Obersten Ukrainischen Befreiungsrat geleitet (UHWR – Ukranska Holowna Wyzwilna Rada). Der UHWR – ist ein revolutionäres Parlament und gleichzeitig – die ukrainische Regierung während des Befreiungskampfes.
Der UHWR wurde in Juni 1944 während des Kampfes der UPA gegen Hitler gegründet und besteht aus Vertretern von Gruppen und Parteien aus allen Regionen der Ukraine. Dem UHWR unterstellen sich die UPA sowie die ganze ukrainische revolutionäre Untergrundbewegung. Die von Stepan Bandera geleitete OUN stellt bildende Kraft des UHWR dar und wird von allen unterstützt, die aktiv gegen Bolschewiken kämpfen.
Warum nennen wir uns Nationalisten?
Wir Banderowzy nennen uns Nationalisten, weil die Lehre über die Nation die zentrale Stellung in unserer Ideologie einnimmt. Nach dieser Lehre sind wir, im Gegensatz zu Marxisten und Bolschewiken der Meinung, dass nämlich:
a) das Volk, die Nation die höchste und standhafteste Art der menschlichen Gemeinschaft ist, höher und belastbarer als die Zugehörigkeit zu einer Schicht in einer Klassengesellschaft ;
b) auf der internationalen Bühne Völker und Nationen die Subjekte der Geschichte sind, und nicht soziale Schichten;
c) Völker und Nationen historisch gesehen kein vorübergehendes Phänomen sind, das nur für die Epoche des Kapitalismus charakteristisch ist, sondern ein Phänomen, das für alle anderen sozio-ökonomischen Formationen charakteristisch ist; in der Zeit des Kapitalismus sind Nationen als Menschengemeinschaften aufgrund eines enormen Fortschritts in der Entwicklung der zivilen und kulturellen Lebensbedingungen ungemein belastbarer geworden;
d) die besten Voraussetzungen für eine umfassende Entwicklung der Gesellschaft nur ein Nationalstaat schafft;
e) das System der Nationalstaaten aller Völker der Welt ist das beste internationale System, das gleichermaßen sowohl den Interessen von einzelnen Völkern als auch den Interessen der internationalen Zusammenarbeit und der Entstehung der echten Freundschaft zwischen Völkern dient;
f) eine national-politische Befreiung des ganzen Volkes ist eine notwendige Voraussetzung für die Verbesserung der Lage der Arbeiterklasse eines versklavten Volkes;
g) im Gegensatz zu den ukrainischen Bolschewiken, die dem Willen ihrer Kreml-Herren folgen, ist für uns, für die ukrainischen Nationalisten, das oberste Gebot, für das Wohlergehen und Glück des ukrainischen Volkes zu sorgen.
Die wichtigste Aufgabe des ukrainischen Volkes sehen wir zurzeit im Kampf gegen die Moskauer bolschewistischen Invasoren und ihre Agenten – die ukrainischen Bolschewiken – für die nationale und soziale Befreiung, für den Bau eines ukrainischen, tatsächlich unabhängigen Nationalstaates.
Ukrainische Nationalisten sind weder Chauvinisten noch Imperialisten
Wir sind keine Chauvinisten. Im Kampf um den ukrainischen Staat kämpfen wir nur für die Umsetzung jener Rechte unseres Volkes, die die Mehrheit der Völker der Welt seit langem genießt und die als natürliches Recht jeder Nation anerkannt werden. Darüberhinaus ist unser Kampf auch vom Standpunkt der bolschewistischen Gesetze legitim: laut Verfassung der UdSSR steht jedem Volk das Recht zu, ungehindert aus der UdSSR auszutreten.
Wir empfinden aufrichtige Sympathie für alle Völker der Welt, einschließlich des russischen, das ebenfalls seinen Nationalstaat auf seinen ethnographischen Gebieten aufbauen wird. Wir wollen in Frieden und Zusammenarbeit leben. Wir kämpfen nicht gegen die benachbarten Völker als Ganze, sondern nur gegen die imperialistischen Kräfte, die uns versklaven wollen.
Mandik Hasman – ein Jude, der auf der Seite der UPA gekämpft hat (Fotos, Videos)
Wir betonen noch einmal: wir schätzen und respektieren alle Nationen, einschließlich der russischen und polnischen, und streben eine enge Freundschaft und Zusammenarbeit mit ihnen an. Unsere Feinde sind nur die imperialistischen Kräfte, die uns versklaven, oder versklaven wollen – nur gegen diese kämpfen wir an.
Wir ukrainische Nationalisten sind ebenso k e i n e Imperialisten. Wir wollen den unabhängigen ukrainischen Staat nur auf den ukrainischen ethnographischen Gebieten aufbauen, d.h. nur dort, wo Ukrainer die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen. Wir erheben keine Ansprüche auf irgendein Stück fremdes Gebiet.
Wir sind gegen jegliche Form von Imperialismus – gegen die Versklavung einer Nation durch eine andere in irgendeiner Form, gegen imperialistische Kriege und Eroberungen, gegen multinationale Imperien. Wir wünschen allen Völkern der Welt die vollständige Umsetzung der Ideen der freien Nationalstaaten.
Wir Banderowzy waren, sind und werden keine Agenten von wem auch immer sein
Wir Banderowzy waren, sind und werden keine Agenten von wem auch immer sein. Im Kampf um die nationale Unabhängigkeit der Ukraine stützen wir uns ausschließlich auf die eigenen Kräfte des ukrainischen Volkes.
Wir haben nie mit den Deutschen kollaboriert, wie die bolschewistischen Volksfeinde über uns lügen. In unserer Untergrundliteratur haben wir bereits mehrmals ausführlich auf diese abscheuliche Verleumdung reagiert.
Von den ersten Tagen der Besatzung der Ukraine durch die Hitlertruppen an begann die von Bandera angeführte OUN einen aktiven Untergrundkampf gegen die Invasoren. Ende 1942 begann die OUN bewaffnete Truppen aufzustellen, mit diesen wurde die UPA ins Leben gerufen.
Von 1942 bis 1944 hat die vieltausendköpfige UPA-Armee und die revolutionären Untergrundkämpfer der OUN den Deutschen mit ihrem Kampf erhebliche menschliche und technische Schaden zugefügt. Von 1934 bis 1944 standen ganze Regionen von Polesien, Wolhynien, der Karpaten sowie einige Wälder Galiciens unter ausschließlicher Kontrolle der UPA.
Dieser Kampf fand unter den Augen und unter Teilnahme des ukrainischen Volkes statt. Über diesen Kampf könnte jedes Kind in den westlichen Regionen, jede ukrainische Bäuerin jedem, der sich interessiert, erzählen. Über diesen Kampf zeugen zahlreiche – heute noch nicht von Bolschewiken ausgegrabene – Gräber der Revolutionäre und Aufständischer, die im Kampf gegen die Nazis umkamen.
Für diesen Kampf spricht auch die Tatsache, dass Tausende ukrainischer Revolutionäre einschließlich Stepan Bandera, J. Stetskiw und vieler anderen führenden Mitglieder unserer Bewegung in Hitlers Gefängnisse und Konzentrationslager geworfen wurden.
In deutschen Gefängnissen, durch Gestapo-Kugeln kamen in allen Gegenden der Ukraine solche hochrangige Banderowzy um wie Iwan Klymiw-Legenda (Lwiw), Dimitrij Miron-Orlik (Kyjiw), Mykola Lemyk (Charkiw), Panteleimon Sac-Mohyla (Kyjiw, geboren in der Ostukraine), Serhii Scherstuk (Kriwij Rih, geboren in der Ostukraine) und Hunderte andere. Für wen hält der käufliche Manuilski das sowjetische Volk, wenn er sagt, Bandera sei „auf seinen eigenen Wunsch“ von den Deutschen eingesperrt worden?!
Bandera in einem deutschen Konzentrationslager. Sowjetische Karikaturen (FOTOS)
Wer hätte es außer den bolschewistischen Unterdrückern gewagt, so zynisch das Volk zu belügen, das unseren Anti-Hitler-Kampf mit eigenen Augen gesehen und sich daran aktiv beteiligt hat?!
Niemand kann uns die drei Jahre des Widerstandskampfes gegen die Nazi-Besatzer wegnehmen. Wir haben auf die Nazis als Besatzer der Ukraine und Feinde aller freiheitsliebenden Völker gefeuert und geschossen und nicht mit ihnen kooperiert. Davon weiß nicht nur das ganze ukrainische Volk sondern die ganze Welt.
Wir Banderowzy kämpfen für die Interessen der arbeitenden Massen und nicht für die der Ausbeuterklasse
Die bolschewistischen Lügner versuchen uns in den Augen sowjetischer Bürger als Fürsprecher der sogenannten „Kulaken“ oder der „Bourgeoisie“ (die typischen Feindbilder aus dem Arsenal der Sowjetpropaganda) darzustellen. Dies ist eine schamlose Lüge. Wir haben nichts mit diesen sozialen Schichten zu tun: weder aus der Sicht der Ziele unseres Kampfes, noch in Bezug auf die soziale Herkunft der Mitglieder unserer Bewegung.
Was die sozialen Ziele unseres Kampfes betrifft, so kämpfen wir für den Aufbau einer klassenlosen Gesellschaft. Wir sind gegen die Rückkehr von Gutsbesitzern und Kapitalisten in die Ukraine.
In der Ukraine setzen wir uns für die Zerstörung der neuen parasitären Ausbeuterklasse ein – der bolschewistischen Herrenklasse, die aus Führern der Partei, des Innenministeriums und des Ministeriums für Staatssicherheit, sowie der Verwaltung und der Armee besteht. Wir setzen uns für die Gemeinnutzung von Produktionsmitteln ein.
Wir setzen uns gegen die Kolchosen ein, weil sie die Hauptursache für Armut und Zerstörung der ukrainischen Landwirtschaft sind. Wir wollen, dass in der unabhängigen Ukraine eine Form der Landnutzung durch die ukrainische Bauernschaft beschlossen wird.
Den zweiten Teil finden Sie unter folgendem Link
Quelle: istpravda.com.ua; übersetzt von Andrij Topchan; editiert von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Quelle erforderlich.





Lesen Sie das Buch "Donbas in Flammen. Reiseführer in die Konfliktzone", das das "Prometheus"-Zentrum herausgegeben hat. Dieses Buch wird sowohl für Journalisten, Forscher, Wehrexperten, Diplomaten als auch alle anderen nützlich sein, die Informationen über den Krieg im Donbas sammeln.
2 Responses to “Wer sind die Banderowzy und wofür kämpfen sie? (Teil 1)”
13/08/2015
Wer sind die Banderowzy und wofür kämpfen sie? (Teil 2) - InformNapalm.org (Deutsch)[…] möchten Ihnen hiermit den zweiten Teil (den ersten finden Sie hier) eines historischen Dokuments präsentieren, wo die UPA SELBST Stellung zu ihrer Tätigkeit nimmt, […]
16/10/2018
Zum Tag des Verteidigers der Ukraine: Die neue ukrainische Armee - InformNapalm (Deutsch)[…] auch „Tag des ukrainischen Kosakentums“ genannt. Die Ukrainische Aufständische Armee (UPA) führte diese historische Tradition im XX. Jahrhundert weiter und nahm sich den 14. Oktober als […]