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    Vom Donbas bis nach Syrien: Kommandeur der 61. Marineinfanteriebrigade der Nordflotte Russlands lief in Syrien auf eine Mine

    on 09/10/2017 | 1 Kommentar | Aktuell | InformNapalm | Photo und Videobeweise
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    In Syrien sterben weiterhin in schöner Regelmäßigkeit hochrangige russische Offiziere. Erst kürzlich, am 24. September, wurde bekannt, dass der Kommandeur der 5. Armee des Heeres Russlands, Generalleutnant Walery Asapow gestorben ist. Zusammen mit ihm wurden in Deir-iz-Zor zwei weitere russische Oberste getötet. Am 1. Oktober 2017 berichteten russische Nachrichtenagenturen, dass der Kommandeur der 61. Marineinfanteriebrigade der Nordflotte Russlands, Oberst Walery Fedjanin im Hauptmilitärkrankenhaus des russischen Verteidigungsministeriums gestorben ist. Das  russische Verteidigungsministerium erklärte, dass er am 22. September 2017 in Syrien auf eine Mine gelaufen sei, angeblich bei der Lieferung „humanitärer Hilfe“. Welche Art „humanitäre Hilfsgüter“ Militärangehörige der 61. Marineinfanteriebrigade Russlands nach Syrien liefern, kann man nur raten.

    Im Mai 2016 veröffentlichte InformNapalm Beweise für die Beteiligung eines Militärangehörigen der 61. Marineinfanteriebrigade, Walentin Schamanin, an der Verladung von russischen Mehrfachraketenwerfern „Solnzepjok“ im syrischen Hafen Tartus zum Rücktransport nach Russland nach ihrem „syrischen Kreuzzug“.

    Im Laufe der OSINT-Untersuchungen wurde festgestellt, dass eine Abteilung der 61. Marineinfanteriebrigade die Kontrolle über das syrische Palmyra sicherte. Die Fotobeweise für die aktive Landkomponente der russischen Militäroperation in Syrien haben wir dank eines Militärangehörigen dieses Truppenverbandes, Dmitry Jegoschin, erhalten. Die Erstürmung von Palmyra führten dabei die Abteilungen der 120. Artilleriebrigade der 41. Armee des Heeres des Zentralen Militärbezirks Russlands sowie die Spezialkräfte der russischen Streitkräfte und andere russische Truppenverbände durch.

    Die Unterschriften des Kommandeurs der 61. Marineinfanteriebrigade, Obersts Fedjanin, findet sich auch auf einem Foto mit den Auszeichnungsurkunden zur Medaille „Teilnehmer der Militäroperation ins Syrien“, das wir im Lauf des Monitorings von sozialen Netzwerkprofilen russischer Zeitsoldaten gefunden hatten.

    Zum heutigen Tag hat InformNapalm Beweise für die Teilnahme von Militärangehörigen aus 19 Truppenverbänden der russischen Streitkräfte an der syrischen Operation veröffentlicht:

    • Baltische Flotte: 336. Marineinfanteriebrigade (879. Luftsturmbataillon derselben Brigade);
    • Nordflotte: 200. SMSBr und 61. Marineinfanteriebrigade;
    • Schwarzmeerflotte: 810. Marineinfanteriebrigade;
    • Westlicher Militärbezirk; 27. SMSBr, 20. ABC-Regiment (TOS-1A), 1. Pionierbrigade, 2. Taman-Division;
    • Östlicher Militärbezirk: 200. Artilleriebrigade;
    • Zentraler Militärbezirk: 21. SMSBr (selbstständige motorisierte Schützenbrigade), 28. SMSBr, 74. SMSBr, 7. Panzerbrigade und 120. Artilleriebrigade;
    • Südlicher Militärbezirk: 34. SMSBr, 7. Militärbasis, 291. Artilleriebrigade, 66. Nachrichtenbrigade, 136. SMSBr.

    Der Großteil davon, darunter auch die 61. Marineinfanteriebrigade, beteiligte sich auch am russischen Krieg gegen die Ukraine im Donbas. Es ist ziemlich schwer, den Tod von hochrangigen russischen Offizieren geheimzuhalten, darum erfahren wir faktisch wöchentlich immer weitere Namen von russischen Obersten und Generälen, die in Syrien liquidiert wurden. Das Ausmaß der russischen Verluste an einfachen Zeitsoldaten in Syrien und im Donbas bevorzugen die Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums dabei zu verschweigen.

    Interessanterweise war Oberst Fedjanin auch der Kommandeur der Marineinfanterietruppe bei der Parade am 9. Mai 2017 auf dem Roten Platz in Moskau. In sozialen Netzwerken wurde ein Video gepostet, auf dem der Marineinfanterie-Kommandeur an W.Putin Bericht erstattet.

    Es ist bekannt, dass die Beerdigung von Oberst Fedjanin am 3. Oktober 2017 in Moskau stattfand. Nach Meldungen syrischer Blogger belaufen sich die Verluste russischer Militärangehörige nahe Deir-ez-Zor auf Dutzende Soldaten und Offiziere, darum sollten unabhängige russische Medien den Vertretern der 61. Marineinfanteriebrigade und dem russischen Verteidigungsministerium die Frage stellen, wer denn die Verantwortung für die Entsendung von ihren Militärangehörigen in den ukrainischen Donbas trägt und warum in Syrien so oft russische Militärangehörige liquidiert und die Angaben über die Verluste aber sorgfältig verheimlicht werden?


    Dieser Artikel wurde von Andrej Lisyzin exklusiv für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel; editiert von Klaus H. Walter. 

    Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein aktiver Link zu unserer Ressource erforderlich ( Creative Commons — Attribution 4.0 International — CC BY 4.0 )

    Wir rufen unsere Leser dazu auf, unsere Publikationen aktiver in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Das Verbreiten der Untersuchungen in der Öffentlichkeit kann den Verlauf von Informationskampagnen und Kampfhandlungen tatsächlich brechen.

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    Tags: 61. MarineinfanteriebrigadeRusslandSyrienVerluste

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    One Response to “Vom Donbas bis nach Syrien: Kommandeur der 61. Marineinfanteriebrigade der Nordflotte Russlands lief in Syrien auf eine Mine”

    1. 09/01/2018

      48.000 russische Militärangehörige sind durch den Krieg in Syrien gegangen - InformNapalm (Deutsch) Zum Antworten anmelden

      […] zwar: die 336. Marineinfanteriebrigade (879. Luftsturmbataillon derselben Brigade), 200. Brigade, 61. Marineinfanteriebrigade, 810. Marineinfanteriebrigade, 27. SMSBr, 20. ABC-Regiment, 1. Pionierbrigade, 2. motorisierte […]

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