33 neueste Waffensysteme Russlands im Donbass: Datenbank und Videografik

Die internationale Freiwilligengemeinschaft InformNapalm hat im Lauf des Monitorings und OSINT-Aufklärung (Analyse der Satellitenbilder, Videos von zufälligen Augenzeugen, persönlichen Fotos aus sozialen Netzwerkprofilen russischer Söldner und regulärer Militärangehörigen) über 30 Waffen- und Spezialtechnik-Modelle der Streitkräfte Russlands im Donbass identifiziert. Den Großteil des Militärgeräts machen relativ neue Modelle aus, die zwischen 2004 und 2015 in den Dienst der russischen Armee gestellt wurden. Die Präsenz der in diesem Bericht angeführten Waffen- und Militärgerät-Typen in den besetzten Territorien des Luhansker und Donezker Gebieten weist direkt auf ihre russische Herkunft her. Dieser Bericht operiert ausschließlich mit bestätigten Angaben. In die Datenbank sind keine Modelle aufgenommen worden, über die die Sicherheitsbehörden der Ukraine berichteten, die aber nicht durch Foto- oder Videomaterial bestätigt wurden. Auch ist das Flugabwehrsystem „Buk“, das für den Abschuss der Boeing MH-17 verantwortlich ist, noch nicht Teil der Datenbank. Hintergrund ist, dass bald der offizielle Bericht der Ermittlungsgruppe erwartet wird, welcher den genauen Typ der Rakete nennen wird. Das wird uns erlauben, die Modifikation des Startfahrzeugs anzugeben, das die Rakete abgefeuert hatte.

Der Einsatz von modernsten russischen Waffensystemen im Donbass ist nicht massenhaft – eher werden die neuesten russischen Waffenmodelle im Donbass erprobt. Der Großteil der entdeckten Waffensysteme gehört zu Mitteln der elektronischen Kampfführung und Fernmeldeaufklärung. Diese Art von Waffensystemen kann nur von qualifizierten Spezialisten bedient werden – von regulären russischen Militärangehörigen. Darum ist die Übergabe dieser Systeme an die Söldner der IBFs (illegale bewaffnete Formationen) ausgeschlossen. Parallel zur Erprobung von neuesten Waffensystemen im Donbass überflutet die militärisch-politische Führung Russlands die besetzten Territorien mit Waffensystemen alter sowjetischer Modifikationen, indem es diese aus den Depots entkonserviert und wieder in Betrieb nimmt.

PDF-Bericht: 33 Waffensysteme Russlands im Donbass

Nach Ergebnissen der eigenen OSINT-Untersuchungen von InformNapalm, die zwischen 2014 und 2016 durchgeführt wurden, ist eine spezielle Datenbank erstellt worden. Permanenter Link zur Datenbasis: bit.ly/RuWaffenDonbassDE

Auch haben wir nach Ergebnissen unseres Berichts eine Infografik erstellt (Das Bild hat eine Auflösung von 5705 x 3898, zum Vergrößern bitte draufklicken)

machinery-infigraphic_de_v2

 

 

Machinery_001

Panzerfahrzeug GAZ-233014 „Tigr“

Wurde 2005 in den Dienst des Verteidigungsministeriums Russlands gestellt. In die Ukraine wurde es nie geliefert. Entdeckt wurde das Panzerfahrzeug auf dem Territorium des Luhansker Gebiets und in mehreren Untersuchungen von InformNapalm beschrieben. Es wurde die Zugehörigkeit des Panzerfahrzeugs festgestellt: Es gehört zur 136. selbstständigen motorisierten Schützenbrigade der 58. Armee des Heeres des Südlichen Militärbezirks Russlands.

„Tigr“ weist einen ballistischen Schutz der 3. Klasse auf gemäß staatlichem Standard 50963-96 (GOST). Am Dach des Fahrzeugs gibt es eine große drehbare Einstiegsöffnung mit zusammenklappendem Deckel und Lafetten zur Befestigung von Waffen.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_002

Panzerfahrzeug GAZ-39371 „Wodnik“

Russisches Fahrzeug für den Transport von Menschen und Fracht in schwer passierbarem Gelände. Gewährleistet den Schutz der Besatzung vor Schützenwaffen. Wurde 2005 in die Bewaffnung des Verteidigungsministeriums Russlands genommen. Wurde nie in die Ukraine geliefert.

Das Fahrzeug wurde am 10. Januar 2015 in Sorokino (ehem. Krasnodon, Luhansker Gebiet) festgehalten.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_003

Panzerfahrzeug KamAZ-43269 „Wystrel“

Russisches leicht gepanzertes Fahrzeug. Waffen werden in einen drehbaren Turm einmontiert. Möglich ist die Installation eines großkalibrigen Maschinengewehrs (Kaliber 14,5 mm), eines 12,7mm-Maschinengewehrs „Kord“, eines 30mm-Granatwerfers „Plamja“ oder eines Panzerabwehr-Raketensystems. Wurde auf der 7. Militärbasis in Gudauta getestet. Seit 2009 werden die Fahrzeuge dieses Typs in Georgien gesichtet, auf den russischen Okkupationsbasen in Abchasien und Samatschablo (Zchinwali-Region). Insbesondere auf der 4. russischen Militärbasis in Zchinwali (Militäreinheit 66431) wurden 4 Einheiten mit den Bordnummern 300, 301, 302, 303 und identischem Tarnmuster festgehalten, sie gehören zu einer Aufklärungsabteilung, die auch mit der Drohne „Dosor“ ausgestattet ist.

Dieses Panzerfahrzeug wird auch von den regionalen Abteilungen des FSIN (föderaler Vollzugsdienst) Russlands verwendet. Wurde in Luhansk und Luhansker Gebiet gesichtet und in mehreren InformNapalm-Untersuchungen beschrieben. Im Donbasss wurden mehr als 10 Einheiten dieses Militärgeräts registriert.

Untersuchung №1  Untersuchung №2 Untersuchung №3

Machinery_004

Schützenpanzerwagen BTR-82A

Russischer Schützenpanzerwagen (SPW) bzw. Radpanzer, eine Modifikation des BTR-80. Bewaffnung: 30mm-Schnellfeuerkanone 2A72, die mit einem 7,62mm-Panzer-MG im Modul der Turmanlage gekoppelt ist. Wurde 2013 in die Bewaffnung des Verteidigungsministeriums Russlands aufgenommen. In die Ukraine ist das System nie geliefert worden. Wurde auf dem Territorium des Luhansker Gebiets entdeckt und in mehreren IN-Untersuchungen beschrieben. Gehört zu einer Abteilung der 18. selbstständigen motorisierten Schützenbrigade der Streitkräfte Russlands.

Untersuchung №1 Untersuchung №2

Machinery_005

Panzer T-72B, Modell 1989

Modernisierte Variante des Hauptkampfpanzers T-72B mit eingebauter Reaktivpanzerung „Kontakt-5“. Ist mit einem steuerbaren Waffenkomplex 9K120 „Swirj“, einem Triebwerk W-84, der Feuerleitanlage 1A40 und der Kanone 2A46M ausgerüstet.

Steht nicht im Dienst der ukrainischen Armee und wurde nie in die Ukraine geliefert. Wurde auf dem Territorium von Luhansk, Debalzewe und Makijiwka entdeckt und in mehrere IN-Untersuchungen beschrieben. Gehört zur 5. Panzerbrigade des Östlichen Militärbezirks Russlands.

Untersuchung №1 Untersuchung №2

Machinery_006

Panzer T-72BA, Modell 1999

Eine Modifikation des Hauptkampfpanzers T-72B. Das erste Produktionslos wurde noch 1999 bis 2000 in Betrieb genommen. Die Modernisierung umfasst eine Kampfwertsteigerung auf den Stand der letzten T-72B aus dem Baujahr 1991 mit der Feuerleitanlage 1A40-1 (später 1A40-1M, und seit 2005 – 1A40-M2), die Installation eines neuen Stabilisierungssystems für die Hauptwaffe – 2E42-4 „Jasmin“, Verstärkung der Widerstandsfähigkeit des Wannenbodens gegen Minen mit einer zusätzlichen Panzerplatte im Bereich des Fahrersitzes, Austausch des Kettenfahrwerks und Motors (Motor W-84MS oder W-92S2 seit 2003) und die Installation von Reaktivpanzerung „Kontakt-5“. Außer durch Ketten und Reaktivpanzerung unterschied sich das Fahrzeug von der üblichen Modifikation „B“ durch einen gut sichtbaren Windsensor einschließlich Mast am Turm. In die Ukraine wurde dieser Panzer nie geliefert. Es wurde die Vernichtung von russischen Panzern dieser Modifikation bei Starobeschewe (Donezker Gebiet) registriert, die zur 21. selbstständigen motorisierten Schützenbrigade der Streitkräfte Russlands gehörten.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_007

Panzer T-72B3, Modell 2011

Modernisierte Version des Hauptkampfpanzers T-72. Steht seit 2012 im Dienst der russischen Streitkräfte. Es wurde die neueste Feuerleitanlage installiert, Reaktivpanzerung „Kontakt-5“, Triebwerk W-84-1 mit 840 PS, das Wärmezielgerät „Sosna-U“, ein Windsensor, neueste Funkmittel, ein modifiziertes Stabilisierungssystem der Hauptwaffe und ein Schutzsystem gegen Massenvernichtungswaffen. Der Geschossbehälter und das Fahrwerk wurden modernisiert. Das Fahrwerk erhielt neue Gleiskette (Verbinderkette – Gleiskette mit Parallelgelenk). In die Ukraine wurde dieser Panzer nie geliefert. Wurde in Luhansk, Ilowajsk, Debalzewe entdeckt und in mehreren IN-Untersuchungen beschrieben. Ein Panzer dieser Modifikation wurde im Raum Debalzewe vernichtet. Gehört zur 6. Panzerbrigade der Streitkräfte Russlands.

Untersuchung №1 Untersuchung №2

Machinery_008

Panzer T-90A, Modell 2006

Eine Modifikation des Hauptkampfpanzers T-90. Es wurde das moderne Wärmebildgerät  „ESSA“ der zweiten Generation installiert, das in zwei Ebenen stabilisiert ist, in das Hauptvisier und dessen EM-Meßkanal integriert ist, was die Nachtsichtweite von 1800 auf 4000 Meter erhöht hat. Wurde nie in die Ukraine geliefert.

Wurde von InformNapalm auf dem Territorium des Luhansker Gebiet entdeckt. Gehört zur 136. selbstständigen motorisierten Schützenbrigade der Streitkräfte Russlands.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_009

Panzer T-72S1

Exportvariante des Hauptkampfpanzers T-72B1. Wurde von Russland in den Iran und nach Venezuela in den Jahren 2011 bis 2012 geliefert. Äußerliche Hauptunterschiede zum T-72B sind das Wärmezielgerät TPN-3-49 und der Windsensor DWE-BS. Wurde 1993 in den Dienst der Streitkräfte Russlands gestellt, nach Ausfall von einigen Exportlieferungen. In die Ukraine wurde er nie geliefert. Wurde von InformNapalm auf dem Territorium eines Betriebs im Dorf Bile (Luhansker Gebiet) unweit der Verkehrsstraße M04 entdeckt, 3 Kilometer westlich von der Eisenbahnstation Sbornaja.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_010

Lastwagen KamAZ-5350 „Mustang“

Russischer Lastwagen militärischer Bestimmung in 6×6-Konfiguration. Wurde in die Ukraine nie geliefert. Wurde auf dem Territorium des Luhansker und Donezker Gebiets gesichtet. Auch wurde die Vernichtung dieses Fahrzeugs in der Stadt Chrustalny (ehem. Krasny Lutsch, Luhansker Gebiet) registriert, in der Modifikation mit einem Satz Zusatzpanzerung und dem multifunktionalen Modul MM-501 für den Truppentransport.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_011

Lastwagen „Ural-632301“

Russischer multifunktionaler Lastwagen mit einer Nutzlast von bis zu 14 Tonnen in 8×8-Konfiguration. Wurde 2004 in den Dienst des Verteidigungsministeriums Russlands gestellt. Wurde in die Ukraine nie geliefert. Wurde in mehreren InformNapalm-Untersuchungen im Donezker Gebiet registriert.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_012

Lastwagen „Ural-43206“

Russischer multifunktionaler Lastwagen in 4×4-Konfiguration. Das Fahrzeug wird seit 2008 an die russischen Streitkräfte ausgeliefert. Wurde in die Ukraine nie exportiert. In den IN-Untersuchungen wurde dieser LKW im Luhansker Gebiet registriert.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_013

Raketenartilleriesystem 2B26

Modernisierte Version des Raketenartilleriesystems „Grad“ mit vom „Ural-375D“-Fahrgestell auf das Fahrgestell des „KamAZ-53500“ umgebautem Artilleriemodul.

Wurde 2011 in den Dienst der russischen Armee gestellt und nicht in die Ukraine exportiert. Wurde in mehreren IN-Untersuchungen in der Stadt Tschistjakowo (ehem. Tores, Donezker Gebiet) festgehalten.

Untersuchung №1 Untersuchung №2

Machinery_014

Raketenartilleriesystem 9K58 „Smertsch“

Ein 300mm-Raketenartilleriesystem mit Salvenmodus. Steht sowohl im Dienst der Streitkräfte Russlands als auch der ukrainischen Armee, aber das Faktum der Einnahme dieses Raketenwerfers durch Söldner der russischen Armee ist nicht bekannt. Am 22. Januar 2015 wurde das Raketensystem 9K58 in der besetzten Stadt Makijiwka (Donezker Gebiet) gesichtet, und bereits am 10. Februar 2015 wurde der Militärflugplatz und die Wohnviertel in Kramatorsk aus diesem Raketenartilleriesystem durch russische Söldner unter Beschuss genommen. Bei dem Beschuss sind Zivilisten und ukrainische Soldaten verwundet und getötet worden.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_015

Artillerieaufklärungsradar SNAR 1RL232-2M

Modernisierte mobile gepanzerte Funkstation zur Aufklärung von beweglichen Boden- und Überwasserzielen 1RL232-2M. Bestimmt zur Aufklärung von fahrenden Kolonnen, einzelnen beweglichen Bodenzielen, Überwasserzielen und tieffliegenden Zielen. Die hohe Genauigkeit der Koordinatenbestimmung von Zielobjekten und Aufschlägen von Geschossen und Minen erlaubt das Beobachten und Führen von Artillerieschlägen. Die funkelektronische Ausrüstung erlaubt es, die Lage auf eine Entfernung von 200 Metern bis zu 40 Kilometern zu beobachten. Zum ersten Mal wurde diese Funkstation auf der „Oboronexpo-2014“- Messe vorgestellt (Messe des russischen Verteidigungsministeriums, Anm. d. Red.). Wurde nie in die Ukraine geliefert. Wurde in InformNapalm-Untersuchungen bezüglich Debalzewe (Donezker Gebiet) festgehalten.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_016

Flugabwehrraketensystem 9K330 „Tor“, 9K331 „Tor-M1“ und 9K332 „Tor-2“

Taktisches wetterunabhängiges Flugabwehrraketensystem, das für die Umsetzung der Flug- und Raketenabwehr auf Divisonsebene bestimmt ist. 9K330 „Tor“ wurde 2011 aus der Bewaffnung der ukrainischen Streitkräfte genommen. Bestätigungen für die Einnahme dieses Waffensystems als Trophäe durch die russische Armee gibt es nicht. Entsprechend den IN-Untersuchungen wurde das Flugabwehrraketensystem 9K330 in Donezk festgehalten, und seine modernste russische Modifikation 9K332 wurde am 20. Januar 2015 in Schachtarsk (Donezker Gebiet) gesichtet.

Untersuchung №1 Untersuchung №2

Machinery_017

Luftabwehrraketensystem 96K6 „Panzir-S1“

Russisches selbstfahrendes bodengestütztes Kurz- und Mittelstreckenflugabwehrsystem. Bestimmt zum Schutz von zivilen und militärischen Objekten (darunter Langstreckenflugabwehrsystemen) vor jeglichen modernen Luftangriffsmitteln. Kann auch Schutz von verschiedenen Objekten vor Boden- und Überwasserbedrohungen gewährleisten. Am 16. November 2012 wurde das „Panzir-S1“-Flugabwehrsystem in die Bewaffnung der Streitkräfte Russlands aufgenommen. In die Ukraine wurde es nie geliefert. Wurde von InformNapalm in Luhansk und Schachtarsk (Donezker Gebiet) registriert.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_018

Funkstation R-166-0,5

Mobile UKW-KW-Funkstation mittlerer Kapazität für Armee-Funknetze auf der Basis des Systems K1Sch1. Wurde 2005 in die Bewaffnung des Verteidigungsministeriums Russlands aufgenommen. Wurde in die Ukraine nie geliefert. Dieser Fahrzeugtyp ist Teil von IN-Untersuchungen zu Debalzewe (Donezker Gebiet).

Untersuchung №1 Untersuchung №2

Machinery_019

Funkstation R-441-OW „Liwenj“

Mobile Satellitenverbindungsstation. Bestimmt für das Herstellen von störgeschützten Satellitenverbindungen durch bzw. für Militäreinheiten und Abteilungen der taktischen und operativ-taktischen Führungsebene, wie auch von einzelnen Objekten der operativen und operativ-strategischen Führungsebene. Wurde 2007 in die Bewaffnung des Verteidigungsministeriums Russlands aufgenommen. In die Ukraine wurde es nie geliefert. Wurde von InformNapalm in Luhansk festgehalten.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_020

Bewegliche Führungsstelle R-149BMR „Kuschetka-B“

Russische mobile Führungsstelle der operativ-taktischen Ebene auf der Basis von K1Sch1. Ist zum Monitoring der Situation in der Kampfzone bestimmt. Zur Ausrüstung des Militärgeräts gehören KW- und UKW-Funkstationen sowie ein Navigationssystem. Wurde in die Ukraine nie geliefert. Wurde im Luhansker Gebiet festgehalten.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_021

EloKa-Station RB-341W „Leer-3“

Russische Störstation zur Unterdrückung von GSM-Verbindungen mittels Störungen, die von einer Drohne übertragen werden. Besteht aus einer Führungsstelle auf einem „KamAZ-5350“-Fahrgestell und einer Drohne „Orlan-10“. Zu seinen Aufgaben gehören: Unterdrückung von Mobilfunkverbindungen, Imitation der Arbeit einer Mobilfunk-Basisstation im Bereich GSM 900 und GSM 1800, Senden von Falschsignalen (Nachrichten), Aufklärung mittels Bestimmung der Strahlungsquellen in GSM-Netzen, Aufdeckung von Endgeräten (Handys, Tabletts und anderen Kommunikationsmitteln), Datenübertragung der Koordinaten der ermittelten Endgeräte an die Artillerie zwecks Angriff. Erstmals wurde dieses System Anfang Oktober 2015 dem Publikum präsentiert. Wurde in die Ukraine nie geliefert. Wurde von InformNapalm in Donezk festgehalten.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_022

EloKa-Station R-378B „Borisoglebsk“

Russische automatisierte Störstation auf der Basis eines MT-LB. Bestimmt zur Aufdeckung und Störung der KW-Funkverbindungslinien des Gegners auf taktischer Ebene. Wurde in die Ukraine nie geliefert. Wurde von InformNapalm in Kadijiwka (ehem. Stachanowe) und Luhansk festgehalten.

Untersuchung №1 Untersuchung №2

Machinery_023

Störstation R-934UM

Russische automatisierte Störstation. Gewährleistet automatisierte Aufdeckung, Peilung und Analyse von Funksignalquellen im Bereich von 100 bis 2000 MHz. Stört UKW-Funkverbindungen und Basisstationen für mobile Anwendungen von Bündelfunk. Wurde in die Ukraine nie geliefert. Wurde in InformNapalm-Untersuchungen zu Luhansk festgehalten.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_024

Eloka-Station R-330Zh „Zhitel“

Russische automatisierte Störstation. Bestimmt zur automatisierten Aufdeckung, Peilung und Analyse von Signalen der Funkquellen im Bereich 100 bis 2000 MHz, sowie zum Erzeugen von Funkstörungen gerichtet gegen mobile und bodengestützte Stationen (Endgeräte) der Satellitenverbindungssysteme „INMARSAT“ und „IRIDIUM“ sowie gegen Endgeräte, die das Satellitennavigationssystemen „NAVSTAR“ (GPS) nutzen und gegen Basisstationen für Mobilfunkverbindungen GSM-900/1800. In die Ukraine wurde es nie geliefert. Wurde mehrmals in IN-Untersuchungen zu Makijiwka und Horliwka (Donezker Gebiet) registriert.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_025

EloKa-Station „Torn“

Russische automatisierte Störstation. Technische Charakteristika sind nicht bekannt. Wird derzeit bei den Streitkräften Russlands erprobt. Wurde in die Ukraine nie geliefert. Wurde von InformNapalm in Donezk festgehalten.

Untersuchung №1 Untersuchung №2

Machinery_026

EloKa-Station „Rtutj-BM“

Die Station „Rtutj-BM“ ist zum Schutz von Personal und Militärgerät vor Geschossen und Raketen mit Funkmeßzünder verschiedenen Typs sowohl bei Salvenfeuer als auch Einzelfeuer bestimmt. Ferner können diese Systeme zum Niederhalten von Fernmelde- und Radarsystemen eingesetzt werden. Das erste Produktionslos wurde 2011 gebaut. Wurde in die Ukraine nie geliefert. Wurde von InformNapalm in Donezk registriert.

Untersuchung №1 Untersuchung №2

Machinery_027

Funkmess- und Ortungssystem „Swet-KU“

Das Funkmess- und Ortungssystem ist zur Lagekontrolle und Zurückverfolgen von verschiedenen Funksignalen bestimmt. Das System kann Monitoring betreiben und Informationen vor Abfangen schützen, die über digitale Kanäle übertragen werden. Die Apparatur des Systems verfolgt Signale verschiedener funkelektronischer Objekte zurück, analysiert sie und ermittelt Koordinaten der Signalquellen. Das System „Swet-KU“ ist in der Lage, Signale im Bereich 25 MHz bis zu 18 GHz zu empfangen und zu verarbeiten. Die frühere Variante des Systems RB-636AM2 war auf einem zweiachsigen „KamAZ-4350“-Fahrgestell installiert. Die neue Variante des Systems, das auf der Expo 2015 vorgestellt wurde, nutzt einen Ford Transit als Fahrgestell. Wurde 2012 in die Bewaffnung des Verteidigungsministeriums Russlands aufgenommen. Wurde in die Ukraine nie geliefert. Wurde von InformNapalm in Luhansk festgehalten.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_028

Drohne „Granat-1“

Russisches unbemanntes Luftfahrzeug als Komponente einer Fernbeobachtungs- und Signalübertragungsanlage, welche Luftaufklärung mittels Foto-, Video- und Wärmebild-Sensoren auf eine Entfernung von 15 Kilometern durchführen kann. Einsatzbereit ist das Luftfahrzeug seit 2010. In die Ukraine wurde es nie geliefert. Wurde in einer IN-Untersuchung bezüglich Debalzewe festgehalten.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_029

Drohne „Granat-2“

Russisches unbemanntes Luftfahrzeug als Komponente einer Fernbeobachtungs- und Signalübertragungsanlage, das Luftaufklärung mittels Foto-, Video- und Wärmebild-Sensoren auf eine Entfernung von 15 Kilometer durchführen kann. Einsatzbereit ist das Luftfahrzeug seit 2010. In die Ukraine wurde es nie geliefert. Wurde in einer IN-Untersuchung bezüglich Debalzewe festgehalten.

Untersuchung №1 Untersuchung №2

Machinery_030

Drohne „Forpost“

Russisches unbemanntes Luftfahrzeug. Lizenzkopie der israelischen Drohne „Searcher 2“ des Unternehmens IAI. Wird seit 2012 am Ural-Werk für zivile Luftfahrt hergestellt. Reichweite: 250 km. In die Ukraine wurde sie nie geliefert.

Am 20. Mai 2015 wurde eine Drohne dieses Typs mit der Nummer 923 durch ukrainische Militärangehörige im Donezker Gebiet abgeschossen. InformNapalm hat festgestellt, dass die Drohne „Forpost“ im Jahr 2015 lediglich im Dienst bei 5 Militäreinheiten der Streitkräfte Russlands stand. Gesamtanzahl der Drohnen: 10 Einheiten (jeweils 2 Einheiten in jeder Militäreinheit).

Untersuchung №1 Untersuchung №2

Machinery_031

Drohne „Orlan 10“

Russisches unbemanntes Luftfahrzeug. Reichweite: 120 km. Wurde 2010 in Betrieb genommen. In die Ukraine wurde diese Drohne nie geliefert. Wurde in Selenopillya (Luhansker Gebiet) und Amwrossijiwka (Donezker Gebiet) registriert.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_032

Drohne „Eleron-3SW“

Russisches unbemanntes Luftfahrzeug. Reichweite: 25 km. Wurde in die Ukraine nie geliefert. Wurde von InformNapalm im Dorf Oleniwka (Donezker Gebiet) registriert.

Einzelheiten der Untersuchung

Machinery_033

Drohne „Sastawa“

Russisches unbemanntes Luftfahrzeug. Lizenzkopie einer israelischen Drohne des Unternehmens IAI. Wird seit 2010 am Ural-Werk für zivile Luftfahrt hergestellt. Reichweite: 10 Kilometer. Steht im Dienst der russischen Streitkräfte. In die Ukraine wurde sie nie geliefert. Wurde im Raum des Dorfes Herasimowka (Luhansker Gebiet) durch ukrainische Grenzsoldaten abgeschossen.

Einzeheiten der Untersuchung

Das von uns zusammengefasste Material beweist Russlands Führungsrolle bei der Kriegsentfesselung im Osten der Ukraine, Förderung des Terrorismus und Durchführung von militärischen Operationen auf dem Territorium der Ukraine.

Unsere interaktive Karte und Datenbank

 

 


Dieses Material wurde von InformNapalmTeam vorbereitet. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf unsere Ressource erforderlich. 

CC BY 4.0

Wir rufen unsere Leser dazu auf, unsere Publikationen aktiver in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Das Verbreiten der Untersuchungen in der Öffentlichkeit kann den Verlauf von Informationskampagnen und Kampfhandlungen tatsächlich brechen.

Tags:

16 Responses to “33 neueste Waffensysteme Russlands im Donbass: Datenbank und Videografik”

  1. […] haben die Haktivisten die Videografik mit 33 Waffensystemen und Militärgerät Russlands im Donbass auf den russischen Propagandaseiten platziert, die Russlands Führungsrolle in der Aggression gegen […]

  2. […] Sie sich auch den letzten InformNapalm-Bericht zu 33 russischen Waffensystemen im Donbass […]

  3. […] „33 neueste Waffensysteme Russlands im Donbass: Datenbank und Videografik“ […]

  4. […] Im September 2016 hat InformNapalm im Lauf des Monitorings von offenen Quellen (Satellitenbilder, Video, persönliche Fotos aus Profilen der Söldner und Zeitsoldaten) über 33 Waffen- und Militärgerättypen der russischen Streitkräfte im Donbass identifiziert: „33 Waffensysteme russischer Streitkräfte im Donbass: Infografik und Video“ […]

  5. […] und auf unserer Webseite erschienen. Es wurde Fazit aus 44 Spezialuntersuchungen gezogen, in denen 33 russische Waffensysteme identifiziert worden sind, die zur Verfügung der terroristischen Truppen im Raum der […]

  6. […] Kontext dieser Untersuchung machen wir unsere Leser auf unsere Datenbank&Infografik aufmerksam, in der über 30 modernste Waffenmodelle der russischen Streitkräfte im Donbass erfasst […]

  7. […] eigene Beiträge im Internet, Reportagen der prorussischen Propagandisten oder auch durch Fotos neuester russischer Waffensysteme im Donbass, die nur im Dienst der russischen Armee stehen und in die Ukraine auf dem offiziellen Wege nie geliefert […]

  8. […] „33 neueste Waffensysteme Russlands im Donbass: Datenbank und Videografik“ […]

  9. […] „33 neueste Waffensysteme Russlands im Donbass: Datenbank und Videografik„ […]

  10. […] Anwesenheit von regulären russischen Militärangehörigen im Donbass und noch eine mit Angaben zu 39 modernsten russischen Waffensystemen und Militärgerätmodellen, die im Donbass registriert […]

  11. […] Datenbasis und Videografik mit Identifikation von über 30 Waffentypen und Militärgerät der Streitkräfte Russlands im Donbass: „33 neueste Waffensysteme Russlands im Donbass: Datenbank und Videografik“ […]

  12. […] auch nie zu einer Trophäe werden konnten. Vollständige Datenbank finden Sie unter folgendem Link: „Russische Waffen im Donbass. Datenbank und Infografik“ (Ein PDF-Bericht steht zum Herunterladen auch bereit). All diese Modifikationen der russischen […]

  13. […] In diesem Kontext möchten wir erwähnen, dass die Freiwilligen von InformNapalm folgende russische Drohnen identifiziert haben, die von den russischen Besatzern in Kampfhandlungen im Donbass eingesetzt wurden: „Granat-1“, „Granat-2“, „Forpost“, „Orlan-10“, „Eleron-3SW“, „Sastawa“, „Tachyon“. Einzelheiten unter folgendem Link: „Russische Waffen im Donbass. Datenbank&Videografik“. […]

  14. […] Wenn im Oktober 2016 darin 33 Modelle des russischen Militärgeräts aufgeführt waren, so beinhaltet die aktuelle Datenbank nun 41 Waffentypen. Diese Angaben werden mit detaillierten OSINT-Untersuchungen von InformNapalm, Photos und Videos […]

  15. […] Anmerkung: Die Panzer T-64, die in der Bewaffnung der ukrainischen Armee vorhanden sind, wurden von den russisch-terroristischen Truppen in der Anfangsphase des Krieges im Donbass eingesetzt. Der Grund für ihren Einsatz ist banal – die russische Anwesenheit im Donbass zu tarnen und das Militärgerät, das aus Russland verlegt wird, für Trophäen auszugeben, die von den ukrainischen Militärangehörigen durch "aufständische Bergarbeiter" erbeutet wurden. Tatsächlich, einige dieser Panzer sind von der ukrainischen Armee erbeutet worden. Tatsache ist aber auch, dass eine große Anzahl dieser Panzer in die Ukraine aus Russland geliefert wurde (Siehe Link 1, Link 2, Link 3, Link 4), wo Hunderte solcher Panzer in den Depots aufbewahrt werden. Einige Zeit später, tauchten im Arsenal der Terroristen auch die Panzer T-72 auf, sowie andere russische Bewaffnung und Militärgerät, die man nicht mehr für Trophäen ausgeben konnte. […]

  16. […] Frage ist halt, ob modernste Waffensysteme, die erst kürzlich in den Dienst der russischen Armee gestellt wurden, nicht als […]

You must be logged in to post a comment.